Der Louvre steht im Februar 2026 erneut im Mittelpunkt negativer Schlagzeilen. Eine Wasserleitungbrach in der Nacht vom Donnerstag, dem 12., auf Freitag, den 13. Februar, und zwang die Verantwortlichen dazu, mehrere Säle zu sperren im berühmten Pariser Museum im ersten Arrondissement. Zugleich sorgt der Abbau eines großen Schwarzmarktnetzwerks für Ticketsabotage für zusätzlichen schlechten Nachrichtenfluss.
Auf der Webseite des Museums konnten Besucher am Freitagmorgen eine Entschuldigung in Form einer Mitteilung entdecken, in der die außergewöhnliche Schließung einiger Räume wegen unvorhergesehener Umstände erklärt wird. Konkret handelt es sich um eine Leckage, die mindestens eine Decke beschädigt und ein Wandgemälde in Mitleidenschaft gezogen hat. Laut Angaben von BFMTV ereignete sich der Vorfall im Daru-Saal, einem Raum, der der französischen neoklassizistischen Malerei gewidmet ist und bedeutende Werke beherbergt. Hier finden sich unter anderem monumentale Gemälde von David und Ingres, darunter Der heilige Napoléon und Die große Odaliske. Die geschlossenen Bereiche umfassen den Quadrat-Salon sowie zwei angrenzende Räume, die laut Christian Galani, einem Vertreter der CGT-Gewerkschaft des Louvre-Personals, der von France Inter interviewt wurde, besonders stark frequentiert sind. Das Management prüft derzeit die Tragweite des Schadens.
Leider ist es nicht das erste Mal, dass Wasser im Louvre Schaden anrichtet. Ende November 2025 hatte eine Leckage bereits zwischen 300 und 400 Werke aus der Bibliothek der ägyptischen Antike im Mollien-Flügel in Mitleidenschaft gezogen, berichtete France Info. Das Wasserleitungssystem des Museums, das als veraltet gilt, soll ab September 2026 vollständig erneuert werden. Seit Jahren kritisieren Gewerkschaften den Zustand der Infrastruktur des weltweit größten Museums, das wiederkehrende Wassereinbrüche, Aufzugsprobleme und plötzliche Schließungen beklagen lässt.
Wie wenn das nicht schon genug wäre, sorgt das Louvre aktuell auch aus einem ganz anderen Grund für Schlagzeilen. Neun Personen wurden am Dienstag, dem 10. Februar, im Zuge einer Ermittlungsaktion gegen ein Betrugsnetzwerk bei Eintrittskarten festgenommen, das den Louvre und das Schloss Versailles betrifft, so die Angeklagtenstelle Tribunal de Paris. Unter den Verdächtigen befinden sich zwei Mitarbeiter des Museums, Reiseleiter sowie eine Person, die verdächtigt wird, die Organisation des Netzwerks zu leiten.
Das Vorgehen war ziemlich simpel: Führer brachten Gruppen von Touristen hinein, wobei sie mehrfach die gleichen Tickets verwendeten, während Komplizen im Museum die Augen zudrückten und sich für Bargeld schuldig bekannten. Das Netzwerk konnte täglich bis zu 20 Gruppen durchlassen und soll über etwa zehn Jahre aktiv gewesen sein. Das Ergebnis: Der Schaden wird auf mehr als 10 Millionen Euro allein für den Louvre geschätzt. Das Gericht hat bereits über 957.000 Euro in bar sowie 486.000 Euro auf Bankkonten beschlagnahmt, und die Beschuldigten sollen einen Teil dieser Gelder in Immobilien in Frankreich und Dubai investiert haben.
Es muss gesagt werden, dass die Probleme für das weltweit meistbesuchte Museum zunimmt. Im Oktober 2025 führte ein aufsehener Bandenraub zum Diebstahl von acht Kronjuwelen, ein spektakulärer Raubüberfall, der rund um den Globus für Aufsehen sorgte. Im November musste die Galerie Campana aufgrund von struktureller Instabilität geschlossen werden. Dann, zwischen Dezember 2025 und Januar 2026, führte eine Streikaktion des Personals zu mehreren Schließungen, da die Angestellten ihre Arbeitsbedingungen und mangelnde Ressourcen kritisierten – bei einer Rekordbesuchszahl von geschätzten 9 Millionen Gästen im Jahr 2025, wie France Bleu berichtet.
Kurz gesagt, der Louvre befindet sich unübersehbar in einer schwierigen Phase. Um die dringend nötigen Modernisierungsarbeiten zu finanzieren, hat das Museum bereits im kommenden Jahr die Eintrittspreise für außerhalb Europas reisende Besucher um 45 % erhöht. Wenn Sie einen Besuch planen, empfiehlt es sich, vorab den Besuchsplan für die Säle auf der offiziellen Website zu checken – so vermeiden Sie unangenehme Überraschungen. Das Pariser Gericht hat angekündigt, am Freitag, den 13. Februar, weitere Informationen zum Fortgang der Ermittlungen im Fall der Ticketbetrugs bekanntzugeben.















