Wildbaden in Seine-et-Marne verboten

Von My de Sortiraparis · Fotos von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 24. Juni 2026 um 11:56
Das Baden ist in der Seine, der Marne, dem Loing, der Yonne sowie in nicht erschlossenen Badeseen des Départements Seine-et-Marne verboten. Der Präfekt hat am Dienstag, dem 23. Juni 2026, aufgrund einer Serie tödlicher Ertrinkungen eine Verfügung erlassen.

Das wilde Baden ist in der Seine-et-Marne (77) nun verboten. Angesichts der Hitzewelle und der zunehmenden Zahl von Ertrinkungsfällen hat der Präfekt Pierre Ory am Dienstag, dem 23. Juni 2026, eine Verordnung unterschrieben, die das Baden in der Seine, der Marne, dem Loing, der Yonne sowie in unangelegten Seen, Teichen und Wasserflächen im Département untersagt.

Warum ist das Baden in Seine-et-Marne verboten?

Die Maßnahme ergänzt die bereits geltenden Verbote und zielt darauf ab, die Mobilisierung zu verstärken – in einem Kontext einer bislang beispiellos langen Hitzewarnlage. Die Präfektur beklagt einen deutlichen Anstieg des Wildbadens entlang der Flussläufe und an nicht genehmigten Naturstandorten.

Die Bilanz fällt schwer. Seit Freitag, dem 19. Juni 2026, sind im Département fünf Menschen ertrunken, darunter drei Minderjährige. Diese Tragödien ereigneten sich in Zonen, in denen das Baden verboten ist, weil sie gefährlich und unbeaufsichtigt sind.

Die Präfektur weist darauf hin, dass die Risiken real und vielfältig sind. Zur unmittelbaren Ertrinkungsgefahr kommen Infektionsrisiken durch die Wasserqualität sowie Verletzungen durch Sprünge in unbekannte Tiefen.

Welche Strafe droht beim wilden Baden in der Seine-et-Marne?

Die Einsatzkräfte sind vor Ort, um die Vorschriften in Erinnerung zu rufen und Verstöße zu ahnden. Wer die Verordnung missachtet, muss mit einer Ordnungswidrigkeit in Höhe von 150 € rechnen, zu der gegebenenfalls zusätzlich eine Geldbuße von 38 € gemäß dem Verkehrsrecht kommen kann.

Bei einem Einsatz in Livry-sur-Seine hat der Präfekt eine klare Präventionsbotschaft übermittelt. Er appelliert an alle, in verbotenen Bereichen nicht zu schwimmen, die eigenen körperlichen Kräfte nicht zu überschätzen und niemals betrunken ins Wasser zu springen.

« Die Hitzewelle ist eine Belastung für alle. Sie lockt ins Wasser, doch sie rechtfertigt nicht, dass jemand sein Leben verliert », betonte er. Um sich sicher abzukühlen, sollte man daher besser zu den Schwimmbädern und Freizeitzentren des Départements greifen. Die Einzelheiten der Verordnung sind auf der Website der Präfektur von Seine-et-Marne einsehbar.

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