Eine Ankündigung, mit der Pendler im Westen von Paris nicht gerechnet hatten. Der Saint-Cloud-Tunnel auf der A13-Autobahn wird in Fahrtrichtung Paris nach Provinz vom 16. November 2026 bis Ende August 2027 geschlossen bleiben, also mehr als neun Monate, wie am Dienstag, dem 21. Juli 2026, von der Präfektur der Île-de-France bekannt gegeben wurde. Die Sperrung erstreckt sich vom Boulevard périphérique bis zum Knotenpunkt Vaucresson in den Hauts-de-Seine (92). Die Fahrtrichtung Provinz-Paris bleibt geöffnet.
Der Nordtunnel des Bauwerks stammt aus den 1930er-Jahren und zeugt von seinem Alter. Die jüngsten Inspektionen haben Schwachstellen offengelegt, die laut dem Präfekten von Île-de-France und Paris, Georges-François Leclerc, zwar keine unmittelbare Gefahr darstellen, aber die travaux de confortement in den nächsten fünf bis zehn Jahren unumgänglich machen.
Der Zeitplan wurde aus einem bestimmten Grund vorgezogen: Der Durchgang einer Tunnelbohrmaschine des Grand Paris Express unter der Autobahn auf Tunnelniveau für das Bauvorhaben der Linie 15 Ouest, das voraussichtlich 2027 realisiert wird. Es ist unmöglich, die Maschine unter einem jahrhundertealten Bauwerk fahren zu lassen, ohne sie vorher zu verstärken.
Konkret gießen die Teams eine neue, bewehrte Betonkonstruktion innerhalb des bestehenden Tunnels. Eine schwere Tiefbauoperation, der eine vorbereitende Phase vorausgeht, die auf 35 Millionen Euro geschätzt wird und zu gleichen Teilen von der Société des grands projets und dem Staat finanziert wird. Genau dieses technische Ausmaß rechtfertigt eine durchgehende Sperrung statt eines Baustellenbetriebs mit Unterbrechungen.
Mit bis zu 80 000 Fahrzeugen pro Tag gehört die A13 zu den stark belasteten Verkehrsachsen der Region. Die Präfektur erkennt eine deutlich spürbare Beeinträchtigung des Verkehrs Richtung Westen an und richtet ab dem Stadtring zwei Umleitungsstrecken ein: Die eine führt über die RD910 und dann die RN118, die andere über die RN13 und die A14.
Diese Straßen könnten rasch stark überlastet sein. Die offizielle Meldung rät daher, das Gebiet zu meiden, öffentliche Verkehrsmittel oder Mitfahrgelegenheiten zu bevorzugen und Autofahrten außerhalb der Stoßzeiten zu verschieben, um Staus zu entgehen. Um den Verkehr in Echtzeit zu verfolgen, bleiben Sytadin und Bison Futé die Anlaufstellen, und Île-de-France Mobilités hilft bei der Planung von Zug- oder Busverbindungen.
Eine Informationskampagne wird zum Schulbeginn gestartet, um den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu fördern. Der Präfekt war in einer Sache eindeutig: Er will nicht, dass die engen Straßen von Saint-Cloud, Meudon oder Boulogne-Billancourt zu Umleitungsstrecken werden. Man arbeitet gemeinsam mit den Gemeinden und den lokalen Busnetzen daran, Brennpunkte frühzeitig zu identifizieren, und die Straßenbaustellen in der Region werden so koordiniert, dass sie sich nicht gegenseitig behindern oder gleichzeitig auftreten.
Die Meldung setzt sich fort. Um den Bauablauf zu optimieren, wird die A13 ebenfalls in beiden Richtungen im Juli und August 2027 gesperrt, um Wartungsarbeiten am Viadukt Saint-Cloud durchzuführen. Mit anderen Worten: Die Urlaubsreisen an die Normandie-Küste müssten in diesem Sommer vorgezogen werden.
Der Sektor hatte bereits im Frühjahr 2024 eine schmerzhafte Episode erlebt, als infolge einer Geländebewegung unerwartet zwei Monate geschlossen werden musste. Dieses Mal erfolgt die Sperrung planmäßig, wodurch mehrere Monate Zeit bleiben, sich zu organisieren. Alle praktischen Informationen und Verfügungen werden auf den Webseiten der Präfektur Île-de-France sowie der Präfektur der Hauts-de-Seine veröffentlicht.
Termine und Öffnungszeiten
Von 16. November 2026 bis 31. August 2027















