Im Essonne lädt ein 98 Hektar großes Gelände zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst, zu einem weitläufigen Park, der das Label Jardin Remarquable trägt, zu einem Schloss und – in den warmen Monaten – sogar zu einem Open-Air-Kino ein. Dieser Ort ist natürlich der domaine départemental de Chamarande, ein Ort für Spaziergänge und Kultur, der bei den Bewohnern der Region sehr beliebt ist.
Mit seinen zahlreichen, der Kultur und der Kunst gewidmeten Räumen bietet das Anwesen das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm. Nichts ist daher überraschend daran, dass sich das domaine de Chamarande auch an der neuen Ausgabe der Nacht der Museen beteiligt. Am Samstag, dem 23. Mai 2026 öffnet der Ort seine Türen für eine außergewöhnliche Nachtöffnung.
Wie, kennen Sie die Nuit des Musées ? Das ist doch schon seit mehr als 20 Jahren eine große kulturelle Veranstaltung, die Paris und Île-de-France in ein Paradies für Kunstliebhaber verwandelt.
Für eine besondere Nacht im Mai öffnen zahlreiche Museen, Denkmäler, Kulturzentren und Kunststiftungen ihre Türen für die Öffentlichkeit. Diese Nacht ist der Anlass, das künstlerische Erbe vor der eigenen Haustür neu zu entdecken – und dabei Shows, Konzerte, Workshops, Begegnungen und Ausstellungen zu genießen...
Wie Sie sicher bemerkt haben, ist es unmöglich, diesen Abend zu verpassen! Was das départementale Domaine de Chamarande zu diesem Anlass für uns bereithält? Entdecken Sie es unten, und machen Sie sich bereit: Einige Orte verlangen eine Reservierung, andere drücken uns die Bitte auf, früh zu kommen, um dem Gedränge zu entgehen!
Im Rahmen der Museumsnacht öffnet der Départementsbereich ausnahmsweise bis 22 Uhr seine sommerliche Ausstellung, die Lélia Demoisy gewidmet ist. Ihr Werk (Skulptur und Installation) erforscht Grenzzonen der Lebewesenreiche. In Chamarande präsentiert sie ein Ensemble von Arbeiten rund um ein zentrales Motiv: der Wald als composite Organismus – ein Beziehungsgeflecht, Spuren und Transformationen, fernab von bloßem Dekor.
Die Ausstellung mit dem Titel „Erzählungen des Waldes“ bietet ein Erlebnis, das gleichermaßen im Material wie in der Wahrnehmung stattfindet: sich wandelnde Formen, Fragmente, Volumen, die unsere Orientierung verschieben und dazu einladen, den Wald anders zu betrachten – als Raum, in dem oft unsichtbare Interaktionen stattfinden, zwischen Konkurrenz und gegenseitiger Hilfe, wechselseitiger Abhängigkeit und Weitergabe.
Anlässlich der Museumsnacht öffnet der FDAC ausnahmsweise seine Depots für die Öffentlichkeit. Unter der Leitung der zuständigen Verantwortlichen führt diese Führung hinter die Kulissen der Sammlung und zeigt die Berufe, die sie tagtäglich am Laufen halten: Techniker, Kuratoren und Vermittler. Eine seltene Gelegenheit, mitten im Innenleben des Museumsbetriebs hinter die Kulissen zu schauen.
Um einen gigantischen Wäscheständer – diesen guten alten Tancarville – dreht sich alles; mit einem so unscheinbaren Gegenstand wie dem weißen Leinentuch entfaltet Le G. Bistaki ein zeitloses, traumhaftes und skurriles Fresko.
Vom Tuch umhüllt, Körper und Bühnenraum, wird es zur Protagonistin eines schrägen Burlesk-Tanzes, in dem Absurdität und Humor den Alltag durchkitzeln.
Ein persönliches, so allgemein menschliches Accessoire, das Tuch, tritt hier als Zeuge unserer intimen Rituale und unserer kollektiven Erinnerung auf, auf einer visuellen, witzigen und überraschenden Reise.
Mal getragen, mal geschlagen, gewaschen, vernachlässigt, ausgebreitet, gefaltet – das Tuch verwandelt sich im Verlauf der Manipulationen in eine leibliche Hülle, ein Kostüm, eine Kopfbedeckung, ein Accessoire, eine Kulisse; es wird zum Rhythmus, zum Atem, zum Arbeits- oder Jonglierobjekt… Zwischen Anmut und Durcheinander bietet Tancarville eine verdrehte und sublime Parenthese, wie ein wacher Traum.
Vom Programm begeistert?
Termine und Öffnungszeiten
Am 23. Mai 2026
Standort
Domäne von Chamarande
Château de Chamarande
91730 Chamarande
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
nuitdesmusees.culture.gouv.fr