Ein neuer Tag und der dritte Festival-Tag beim Hellfest! Nachdem bereits zwei explosive Tage in Clisson hinter uns liegen, setzt das Festival der extremen Musik seinen Schwung fort und beschert uns erneut unvergessliche Momente, vor allem dank der Auftritte von unentbehrlichen Größen wie Megadeth, Anthrax, Behemoth oder auch A Perfect Circle. Während die Fans von Cavalera und Tom Morello wegen ihrer Absage in Trauer verfielen, konnten die Besucher dennoch Augen und Ohren mit anderen, weniger bekannten, aber ungemein talentierten Bands verwöhnen lassen – wie Gaerea, Psychonaut, Vígljós, 1914 und BRUIT ≤. Rückblick in Bilder auf diesen Tag, den Samstag, 20. Juni 2026.




1/10
Es ist kaum 11 Uhr morgens, da folgt schon die erste schöne Überraschung des Tages! Direkt von den norwegischen Protagonisten der zweiten Black-Metal-Welle beeinflusst, stürmen die Schweizer Vígljós die Bühne – gekleidet in Mönchsrobe und mit einer Weidenmaske im Gesicht! Schnell fällt ihr Erscheinungsbild aus dem Bild des rohen, wütenden Stils und der kraftvollen, kathartischen Schreie des Sängers auf. Ein gelungener Auftakt, um diesen dritten Festivaltag zu eröffnen.
Sie stammen aus Toulouse und machen nicht alles wie die anderen! Indem sie Cello und Violine zu den traditionellen Instrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug hinzufügen, präsentiert das Quartett BRUIT ≤ einen einzigartigen, schwebenden Post-Rock-Reinmodus. Auf der Valley hat die französische Band die Frühaufsteher sanft geweckt und unseren Ohren unbestreitbar einen Charme verliehen.




3/10
In der Zwischenzeit gehen die Festivalbesucher auf der Warzone, jener Bühne für Hardcore- und Punk-Fans, gut ab. Es ist noch nicht 11:30 Uhr, aber die bereits Anwesenden auf der Warzone liefern sich ihr erstes Wall of Death des Tages vor der Londoner Band False Reality.




4/10
Im Hellcity Square gelegen, ist der Extreme Market der perfekte Ort, um ein paar Schnäppchen zu machen – von Büchern, Schmuck bis hin zu Postern. Kleidung kommt ebenfalls nicht zu kurz, mit einer riesigen Auswahl an T‑Shirts, die auf dem Hellfest-Gelände einfach unverzichtbar sind. Von Klassikern mit Motiven von Metallica, Pantera, Mercyful Fate und Rob Zombie bis hin zu weniger bekannten Bands – ganz zu schweigen von den berühmt-berüchtigten Hellcats‑T‑Shirts... die Qual der Wahl ist groß!




5/10
Mit bereits drei herausragenden Alben im Rücken kann Psychonaut nun auf eine feste Fangemeinde zählen. Das zeigte sich darin, dass am Samstag einige Festivalbesucher T-Shirts der Band trugen. Wie erwartet war vor der Valley einiges los, als die Belgier am 20. Juni live auf der Bühne standen – und das trotz der drückenden Hitze am frühen Nachmittag. Die Post-Metal-Gruppe, bestehend aus Stefan De Graef, Thomas Michiels und Harm Peters, lieferte ein Set, das zugleich fesselnd und explosiv war und ausgesprochen gut gelungen!




6/10
Es herrschte reger Andrang unter dem Temple-Zelt, als die Ukrainer von 1914 die Bühne betraten. Sie wählen die Darstellung der Schande des Großen Krieges in einem düsteren, zugleich aggressiven Blackened-Death-Metal. Ukrainische Flagge in der Hand und das Gesicht im Schlamm, der Sänger – von vier mitspielenden Soldaten umgeben – zog das Publikum in seinen Bann, ohne zu versäumen, die Kriege in der Welt zu verurteilen und Frankreich für seine bedingungslose Unterstützung zu danken.



7/10
Mein absolutes Highlight dieses Samstags war Gaerea. Auf der Temple-Bühne kurz vor 17 Uhr stand die aus Portugal stammende Band mit einer kleinen Besonderheit auf dem Programm. Alle in Schwarz gekleidet, bis hin dazu, ihre Arme schwarz zu bemalen, möchten die Mitglieder anonym bleiben und verstecken so ihr Gesicht unter einer schwarzen Kapuze. Die Ästhetik ist durchdacht und die Energie passt – diese Band hat Auge und Ohr wirklich überzeugt mit ihrem besonders intensiven und treffsicheren Post-Black-Metal.
Das Hellfest ist mehr als 180 Bands, die über vier Tage entdeckt werden wollen, doch es ist auch eine eigenständige Welt, getragen von einer ultra sorgfältig durchdachten und mitreißenden Inszenierung. Jeden Abend, mit Einbruch der Nacht, legen sich die Helfer ins Zeug, um die verschiedensten Fackeln auf dem Festivalgelände anzuzünden und es in ein wahres Inferno zu verwandeln!
Mit Einbruch der Nacht formt sich am Eingang zum Muscadet-Königreich ebenfalls ein faszinierendes Spektakel, dank der Feuerpyramide von Madneom. Die Künstler der Truppe bieten den Festivalbesuchern so eine spektakuläre Show, in der das Feuer König bleibt. Eine kleine Neuerung in diesem Jahr: Eine mitten in der Struktur installierte Fontäne schießt Wasser... und Feuer heraus!
Es war eindeutig ein Konzert, das man am Samstagabend auf der Mainstage nicht verpassen durfte. Dave Mustaine und seine Begleiter von Megadeth waren beim Hellfest zu Gast, während die US-Thrash-Metal-Band derzeit eine Abschieds-Tournee absolviert. Die Gelegenheit, ein letztes Mal einige der unverwechselbaren Hits der Band zu hören, wie « Holy Wars... The Punishment Due », « Symphony of Destruction » und nicht zu vergessen « A Tout le Monde », das im Chor der Fans mitgesungen wurde. Normalerweise wenig ausdrucksstark, zeigte Dave Mustaine während des Sets sogar ein Lächeln!
An diesem Samstag, dem 20. Juni, darf man auch das energiegeladene Set von Anthrax nicht verpassen und den glanzvollen Auftritt von Behemoth, der erstmals auf der Mainstage stand – nach der Absage von Tom Morello. Eine Steilvorlage für die polnische Band, die das Hellfest mit ihren kraftvollen Stücken des Blackened-Death-Metal wirklich zum Brennen gebracht hat!
Vierter und letzter Tag für das Hellfest am Sonntag, dem 21. Juni, mit den mit Spannung erwarteten Auftritten von The Offspring, Bad Omens, Architects sowie Napalm Death und The Adicts!
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Standort
Website des Hellfests
Rue du Champ Louet
44190 Clisson
Offizielle Seite
hellfest.fr



















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