Im September 2025 gibt es einige schöne Ausstellungen zu entdecken, wie zum Beispiel die Ausstellung"John Singer Sargent - Éblouir Paris", die vom 23. September 2025 bis zum 11. Januar 2026 im Musée d'Orsay zu sehen sein wird.
Endlich kann man einen der größten amerikanischen Maler des 19. Jahrhunderts entdecken, der in Frankreich trotz eines entscheidenden Jahrzehnts, das er in der Hauptstadt verbrachte, nahezu unbekannt geblieben ist. Das Musée d'Orsay behebt diese Ungerechtigkeit mit "John Singer Sargent: Éblouir Paris", einer bedeutenden Ausstellung im 7. Arrondissement, die die technische Virtuosität und den Wagemut dieses kosmopolitischen Künstlers (1856-1925) enthüllt.
Die Retrospektive, die im vergangenen Frühjahr im Metropolitan Museum of Art in New York eröffnet wurde, versammelt außergewöhnliche Werke, die von seinen Pariser Ausbildungsjahren zeugen, einer Zeit des kometenhaften Aufstiegs, aber auch des Skandals für diesen Zeitgenossen der Impressionisten.
Die Pariser Jahre von John Singer Sargent bilden den roten Faden dieser Ausstellung, die von den Kuratoren Stephanie L. Herdrich und Caroline Corbeau-Parsons. Zwischen 1874 und 1884 verfeinerte der junge Künstler seinen Blick in der pulsierenden französischen Hauptstadt, nahm die Einflüsse von Velázquez und Manet auf und entwickelte gleichzeitig seine eigene Bildsprache. Sargent wurde 1856 in Florenz als Sohn einer amerikanischen Bohème-Familie geboren und wuchs zwischen Nizza, Rom, der Toskana und den Alpen auf, wobei er fließend Französisch, Italienisch und Deutsch sprach. Seine Eltern, Fitz William Sargent und Mary Newbold Singer, zeigten ihm die großen Meister der Renaissance, die er in europäischen Museen besichtigte.
Dieses Pariser Jahrzehnt erweist sich als bemerkenswert vielfältig und kühn. Neben seinem Talent als Porträtmaler, das ihm zu Ruhm verhalf, offenbart dieAusstellung ein unglaubliches Wissen über die Tradition der Malerei und ein subtiles Verständnis seiner Zeit. Maler sind ein bisschen wie Athleten, und Sargent ist mit seinem außergewöhnlichen Talent und seiner virtuosen Technik, die er sich schon früh angeeignet hat, ein Olympiasieger, wie Caroline Corbeau-Parsons betont. Diese Virtuosität spiegelt sich in jedem der 66 im Musée d'Orsay versammelten Gemälde wider und zeugt von einer frühen technischen Meisterschaft, die ihn von seinen Zeitgenossen unterscheidet.
Diese erste Retrospektive in Frankreich wirft Fragen auf. Wie lässt sich erklären, dass ein so bedeutender Maler, eine wahre Ikone für die angelsächsische Welt, so lange im hexagonalen Schatten geblieben ist? Die Identität dieses Amerikaners in Paris ist paradox: ein amerikanischer Künstler, der sein Land erst mit 20 Jahren entdeckte, ein mondäner Außenseiter in den Augen der französischen Kunstliebhaber, der lange Zeit auf seine Porträts der Eliten reduziert wurde. Das Musée d'Orsay bemüht sich heute, dieses Vorurteil zu revidieren, indem es den Reichtum eines Werks beleuchtet, das seinen Platz in der Kunstgeschichte voll und ganz verdient.
DieAusstellung entfaltet sich wie eine wahre Offenbarung. Jedes Gemälde zeugt von einer intensiven Ausbildungszeit, in der der junge Wunderknabe seinen Blick und sein Verständnis für die heutige Zeit entwickelt. Die Hauptstadt wird zu seinem kreativen Labor, dem Ort, an dem er seinen Ruf aufbaut, bevor ihn der Skandal nach London treibt. Dieses Pariser Jahrzehnt bündelt die ganze Energie eines aufstrebenden Künstlers, der zwischen Tradition und Moderne, zwischen Akademismus und Avantgarde schwankt. Der Erfolg dieser Retrospektive im Metropolitan Museum bestätigt die Bedeutung eines Künstlers, der auf dieser Seite des Atlantiks noch vollständig entdeckt werden muss.
Diese schöne Ausstellung kann man vom 23. September 2025 bis zum 26. Januar 2026 im Musée d'Orsay bewundern. Eine einmalige Gelegenheit, in die Welt dieses genialen Nomaden einzutauchen, der, obwohl er ein Zeitgenosse der Impressionisten war, seinen eigenen Weg mit einer Meisterschaft zu gehen wusste, die immer noch verblüfft. Das Museum im 7. Arrondissement nahe der Seine und dem Stadtteil Saint-Germain-des-Prés bietet den idealen Rahmen für diese Wiederentdeckung eines Meisters, der in Frankreich zu Unrecht verkannt wird.
Termine und Öffnungszeiten
Von 23. September 2025 bis 11. Januar 2026
Standort
Orsay-Museum
62 rue de Lille
75007 Paris 7
Tarife
Moins de 26 ans UE : Kostenlos
Billet : €11 - €16
Offizielle Seite
www.musee-orsay.fr
Reservierungen
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Weitere Informationen
Montags geschlossen Täglich von 9:30 bis 18:00 Uhr und donnerstags bis 21:45 Uhr







































