Diesen Sommer, vom 5. Juni bis zum 10. September 2025, verlässt die ikonische Audrey Tautou das Filmfeld und tritt hinter die Linse für Superfacial, eine kostenlose Fotoausstellung, die auf dem Wasser (wortwörtlich) am Quai de la Photo installiert ist, diesem schwimmenden Kunstzentrum, das an den Ufern des 13. in Paris Wellen schlägt.
Man kennt sie als leuchtende Leinwandfigur, jetzt ist sie auch als Fotografin aufschlussreich. Mit Superfacial - benannt nach ihrem Buch, das 2024 erschienen ist - enthüllt Audrey Tautou eine unerwartete, fast unbekannte Seite. Etwa fünfzig Fotos entfalten eine intime, witzige, ironische und ultrabeherrschte visuelle Erzählung. Sie spielt mit ihrem eigenen Image - und mit Klischees im wörtlichen und übertragenen Sinne - und fragt, wie es ist, gesehen, verfolgt, fantasiert und manchmal hinter einer Rolle vergessen zu werden.
In drei fotografischen Serien rahmt sie ihre und unsere Welt ein. Die erste? Eine Galerie inszenierter, schrägerSelbstporträts, untermalt von persönlichen Texten, gerahmten Fanbriefen und Auszügen aus ihrem Tagebuch. Man betritt sein Universum wie ein geheimes Album, an der Grenze zwischen sanfter Beichte und wohlfeiler Satire. Alles ist millimetergenau, nie übertrieben. Sie spielt, ja, aber dieses Mal mit den Codes.
In der Serie Behind the Scenes verewigt Audrey die Menschen, die sie 20 Jahre lang interviewt haben. Diese Sammlung von Journalistenporträts ist wie ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Medienmaschine: ein Klick, um den oftmals schnellen Austausch nicht zu vergessen und dem Menschlichen in der Promo-Maschinerie wieder etwas Körnung zu verleihen.
Dritte Station: eine eher kontemplative Serie vonanonymen Personen, die von hinten fotografiert werden. Ohne Blickkontakt, ohne eingefrorene Mimik. Nur Menschen, die in ihrer Natürlichkeit erfasst werden, ohne das Gewicht des Gegenüberstehens. "Ich mag es nicht, zu stören", sagt sie. Also fängt sie unauffällig ein, wie ein umgekehrtes Augenzwinkern an all diejenigen, die sie jahrelang beobachtet haben.
Und um den Film noch weiter zu treiben, nimmt die Ausstellung Züge eines Kuriositätenkabinetts der Fans an: Briefe, Geschenke, Skurrilitäten... werden wie Reliquien ausgestellt. Eine zärtliche und subtile Inszenierung zwischen der realen Audrey und der Fantasiegestalt.
"Die Fotografie ermöglicht es mir, die Kapitänin meines Schiffes zu sein", gesteht sie in einer Pressemitteilung. Und hier gibt es keine Unschärfe: Sie rahmt alles ein, wählt aus, was man sieht, und zeichnet die Umrisse ihrer Legende mit Humor, Scham und Biss neu. Nachdem sie die Heldin der Bildschirme war, wird sie nun zur Autorin ihrer eigenen Negative.
An der Schnittstelle zwischen Zoom und Rückblick zeigt uns Superfacial Audrey Tautou wie nie zuvor: im vollen Licht... aber immer mit dem richtigen Abstand zum Klischee!
Termine und Öffnungszeiten
Von 5. Juni 2025 bis 10. September 2025
Standort
Quai de la Photo
22 Port de la Gare
75013 Paris 13
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
quaidelaphoto.fr
Weitere Informationen
Kostenlose Führungen bei freiem Eintritt Mittwoch bis Sonntag um 12:30, 14:30, 16:30 und 18:30 Uhr















