Barock, sexy, sonnig: In diesem Sommer geht Paris in Versace-Modus! Vom 5. Juni bis zum 6. September 2026, das im Musée Maillol, im 7. Arrondissement, ausrollt der rote Teppich – golden, versteht sich – für die Gianni Versace Retrospektive, die erste große französische Ausstellung des Designers seit 1986. Nach Ausstellungen zu Dolce & Gabbana oder Rick Owens bekennt die Hauptstadt erneut stärker ihre Vorliebe für großformatige Mode-Events und zollt einer ihrer markantesten und ikonischsten Figuren Respekt.
Eine der führenden Größen der internationalen Mode, Gianni Versace, hat nie halbe Sachen gemacht. Glamour, skulpturale Sinnlichkeit, barocke Opulenz... Der Designer setzte eine Ästhetik durch, in der Übermaß zur Signatur wurde. Daraus entsteht eine Retrospektive mit fast 450 Stücke – ikonische Silhouetten, Accessoires, Skizzen, dekorative Objekte, Fotos, Videos und Interviews – die einen Überblick über sein Schaffen geben.
Man sollte allerdings nicht mit einer immersiven Inszenierung rechnen, wie sie bei der Dolce & Gabbana-Ausstellung zu erleben war. Im Gegensatz dazu wurde Letztere vom Modehaus selbst konzipiert; diese Retrospektive vereint Stücke aus privaten Sammlungen großer Sammler. Die Ausstellung präsentiert die Kreationen thematisch geordnet, die sich im Lauf der Räume abwechseln, in einer vergleichsweise schlichten Raumgestaltung, und richtet sich stärker auf die ausgestellten Objekte aus als auf ein spektakuläres Erlebnis.
Er durchquert fast alle Räume des Museums und zeichnet eine handgenähte Karriere nach, von den Anfängen in Kalabrien bis zur Pariser Krönung. Denn für Versace war Paris der ultimative Catwalk. Obgleich er bereits Ende der 1970er Jahre maßgeblich dazu beigetragen hat, die Dynamik der Mode nach Mailand zu verlagern, wählte er 1989 die Paris Fashion Week, um Atelier Versace zu lancieren. Im Ritz-Hotel am Place Vendôme wurden seine Shows legendär – mehr als Auftritte, regelrechte Hofzeremonien – bis zu seinem letzten Auftritt, umgeben von seinen Supermodels, vor seinem tragischen Tod in Miami im Jahr 1997.
So entfaltet die Modeausstellung eine ganze Welt von Inspirationen: vom Familienatelier in Kalabrien bis zu ihren großen visuellen Obsessionen, zwischen katholischer Ikonografie, griechischer Skulptur, italienischer Oper und einer Faszination für den Barock. Ihre Kreationen treten in Dialog mit Sandro Botticelli, Antonio Canova oder Pablo Picasso, kreuzen die Pop Art von Andy Warhol und hallen nach im Universum von Julian Schnabel.
Das Versace-Bild findet auch Ausdruck durch die Kameras von Richard Avedon, Irving Penn, Helmut Newton, Patrick Demarchelier oder Mario Testino. Und es lebt auch auf der Bühne, getragen von Madonna, Elton John, George Michael, Grace Jones, Prince, der Prinzessin Diana oder Elizabeth Hurley. Ganz zu schweigen von den Supermodels – Carla Bruni, Naomi Campbell, Cindy Crawford, Claudia Schiffer, Karen Mulder und Linda Evangelista – die eine neue Ära der Mode verkörperten, festgehalten in Catwalk-Videos, Shootings und Archivmaterial.
Nachdem sie bereits in London, Berlin und Málaga Station gemacht hat, macht die Ausstellung endlich in Paris Halt. Von den Punk‑ und Bondage‑Jahren über den Minimalismus der späten Karriere bis hin zur Solarenergie von Miami und der Druckflut – das Werk von Versace verspricht, Mode, Kunst und Popkultur in einem gemeinsamen Schwung zum Vibrieren zu bringen.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Von 5. Juni 2026 bis 6. September 2026
Standort
Das Maillol-Museum
59-61 Rue de Grenelle
75007 Paris 7
Zugang
Metro Linie 12 Station "Rue du Bac".
Tarife
À partir de : €18.9
Reservierungen
gianni-versace-retrospective.francebillet.com































