Man kann es unmöglich übersehen, wenn man dort vorbeikommt. Auf dem Vorplatz des Grand Palais, im 8. Arrondissement von Paris, ragt ein zehn Meter hohes, grünes aufblasbares Bärenwesen in die Höhe und zieht augenblicklich alle Blicke auf sich – zur Art Paris 2026. Es heißt Ted Hyber, und es ist das Werk von Fabrice Hyber, einem französischen Künstler, geboren 1961 in Luçon, Mitglied der Académie des beaux-arts und eine der markantesten Figuren der zeitgenössischen französischen Kunstszene. Gezeigt wird es von der Galerie Nathalie Obadia (Paris/Brüssel). Die beiden aufblasbaren Skulpturen stehen während der gesamten 28. Ausgabe der Messe vor dem Haupteingang und bleiben bis zum 12. April 2026 zu sehen.
Der Ted Hyber, eine Verschmelzung von Teddy Bear und dem Namen des Künstlers, tauchte 1998 im Werk von Fabrice Hyber auf. Er gehört zu einer Familie humanoider Figuren, die der Künstler als die Hyber-Helden bezeichnet hat: der Geist, der Weihnachtsmann, der Schwamm-Mann, der Mann aus Bessines, der zelluläre Mann... Heute zählt man mehr als dreißig von ihnen. Diese mutierten Gestalten verkörpern jeweils ein Verhalten, ein Bewusstsein, eine Frage zum Lebendigen. Der Ted Hyber ist die zentrale Figur dieser Helden-Galerie, mit der sich Fabrice Hyber seit seinen Anfängen identifiziert.
Die beiden Skulpturen stehen nicht zufällig dort. Der grüne PVC-Bär, dessen Farbe an Chlorophyll erinnert, ist eine Totemfigur des Schutzes, ein Zeichen, das sowohl heiter als auch optimistisch gegenüber der ökologischen Dringlichkeit wirkt. Ursprünglich wurde er für die Ausstellung ...de la Vallée in der Power Station in Shanghai im Jahr 2025 geschaffen, als Fortsetzung einer Retrospektive, die 2022-2023 in der Fondation Cartier gezeigt wurde. Die zweite Struktur, durchsichtig und fünf Meter hoch, mit dem Namen Ted Hyb'Air, wurde eigens für Art Paris 2026 produziert. Sie evoziert eine Zuflucht gegen die Verschmutzung, eine Sauerstoffreserve zum Schutz des Lebendigen. Gemeinsamer Kern beider Werke ist eine klare Botschaft: Die ökologische Krise, in der wir uns befinden, ins Bewusstsein zu rufen und die Hoffnung zu bewahren, sich damit auseinanderzusetzen.
Die Präsenz von Fabrice Hyber bei Art Paris 2026 beschränkt sich nicht auf zwei monumentale Skulpturen. Er gehört zu den 21 Künstlern, die im thematischen Parcours Babel - Kunst und Sprache in Frankreich ausgewählt wurden, konzipiert von Loïc Le Gall, der die Zeichensysteme und sprachlichen Strukturen der zeitgenössischen französischen Kunst erforscht. Innerhalb der Messe präsentiert er zudem, in einem vom Künstler selbst gestalteten Ausstellungsraum, die Capsule‑Kollektion 2026, die er für Vilebrequin entworfen hat und am Stand G0 erhältlich ist. Der Künstler spricht auch als Präsident des Cnap bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, dem 9. April, um 14:30 Uhr, mit dem Titel Der Cnap und die französische Szene, zu der unter anderem Martin Bethenod (Direktor des Cnap), Sébastien Faucon (Direktor des LaM in Villeneuve-d’Ascq) und die Galeristin Fabienne Leclerc gehören.
Wir empfehlen diesen Doppeltermin allen, die sich für engagierte Kunst, Ökologie in der zeitgenössischen Kreation interessieren oder einfach verstehen möchten, warum vor dem Grand Palais ein gigantischer grüner Bär thront. Art Paris investiert erneut in die Nef des Grand Palais, 7 Avenue Winston Churchill (Paris 8. Arrondissement), vom 9. bis 12. April 2026, mit Öffnungszeiten von 12:00 bis 20:00 Uhr von Donnerstag bis Samstag und bis 19:00 Uhr am Sonntag. Der Eintritt kostet 30 € (15 € für Studierende) am Donnerstag und Freitag und 35 € (20 € für Studierende) am Wochenende, Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt. Ermäßigte Tarife gibt es über den Pass GrandPalais sowie für Mitglieder der Bourse de Commerce - Pinault Collection. Der vor dem Grand Palais stehende Bär ist kostenlos zu sehen – für Neugierige, die ihn nur betrachten möchten.
Zielgruppe: Liebhaber zeitgenössischer und politisch engagierter Kunst, Neugierige, die am Grand Palais vorbeigehen und verstehen möchten, was sie sehen.
Noch zwei Adressen, die man im zeitgenössischen Kontext entdecken kann:
Termine und Öffnungszeiten
Von 7. April 2026 bis 12. April 2026
Tarife
Kostenlos
Empfohlenes Alter
Für alle



















