Achtung bei dem, was Sie sehen: Die Realität könnte Sie überraschen. Seit Jahrhunderten spielen Künstler mit unseren Sinnen und schaffen Trompe-l'œil, die echter wirken als die Wirklichkeit. Malerei, Zeichnung, Porzellan, Skulptur: Durch verschiedene Medien spielen diese Künstler damit, die Grenze zwischen Realität und Fiktion zu verwischen.
In Südkorea, im Königreich Joseon, war die Trompe-l’œil eine ganz besondere Kunst, mit ihren Codes und Bedeutungen. Das Guimet-Museum lädt uns ein, diese Kunstrichtung zu entdecken, mit der Ausstellung Das Wissen im Trompe-l’œil, präsentiert vom 16. September 2026 bis zum 4. Januar 2027.
Diese Ausstellung beleuchtet zwei Jahrhunderte künstlerischer Schöpfung in Korea—zwei Epochen von Kultur und Austausch. Das Trompe-l’œil beginnt als Kunstform, die Geist und Tugend fördert. König Jeongjo beauftragte die Maler der Königlichen Akademie, Trompe-l’œil-Bibliotheken zu malen, damit er von Büchern und Wissen umgeben sein kann.
Durch die kulturellen und politischen Verbindungen des Joseon-Reiches zu China konnten koreanische Künstler von verschiedenen künstlerischen Strömungen profitieren und so eine eigenständige Form des Trompe-l’œil entwickeln. Perspektiven, Farben und Lichtführung – zentrale Motive – das koreanische Trompe-l’œil findet rasch seinen Weg und breitet sich allmählich in Palästen, in den Häusern des Adels und schließlich in provinziellen Anwesen aus.
Durch diese Werke lassen sich die Beziehungen und die Einflüsse erkennen, die Korea mit China, Japan und dem Westen verbinden. Die künstlerischen Techniken, die Objekte, die verwendeten Materialien und die von den Künstlerinnen und Künstlern gemalten Motive verdeutlichen den Zusammenfluss der Kulturen.
Im Lauf der Epochen entwickeln sich diese Illusionen weiter. Im 18. Jahrhundert stellen Trompe-l'œil Dinge dar, die man sich eines Tages gönnen möchte – Elemente, die das kulturelle und materielle Erbe der jeweiligen Person ins Zentrum rücken. Danach verändern sich die Werke und lassen Welten hinein, die eher surrealistische und traumhafte Universen zeigen.
Gemälde, Paravents, Dekorations- oder Alltagsgegenstände: Das Guimet-Museum präsentiert eine vielseitige Auswahl an Werken, die mit unseren Sinnen spielen, in einem Rundgang, der die koreanische Kunst vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt rückt.
Termine und Öffnungszeiten
Von 16. September 2026 bis 4. Januar 2027
Standort
Nationalmuseum für Asiatische Kunst Guimet
6, place d´ Iéna - 19, avenue d´ Iéna
75116 Paris 16
Zugang
Metro Linie 9 Station "Jena"
Offizielle Seite
www.guimet.fr















