Jamel Debbouze, Mehdi Charef, Hafsia Herzi, Ali Ghanem, Roschdy Zem, Lina Soualem... Seit den 1960er-Jahren hat die maghrebinische Migration das französische Kino bereichert, neue Blickwinkel, neue Geschichten, neue Gesichter in diesem Universum der 7. Kunst gebracht. Das Nationalmuseum zur Geschichte der Migration erforscht den Einfluss und die Bedeutung maghrebinischer Filmemacherinnen, Filmemacher, Schauspielerinnen und Schauspieler im französischen Kino.
Die Ausstellung Eine Geschichte des französischen Kinos, maghrebinische Erbschaften entfaltet sich vom 30. Oktober 2026 bis zum 31. März 2027 im Musée de l'Histoire de l'Immigration. Dieser Rundgang ist in drei große Abschnitte gegliedert: die Jahre 1960 bis 1980, 1980 bis 2000 und die Jahre 2000 bis 2020. Das Museum will nicht die Figur der Einwanderin bzw. des Einwanderers im Kino analysieren, sondern vielmehr die Einwanderinnen und Einwanderer sowie deren Kinder ins Licht rücken, die an der Entstehung dieses Kinos mitgewirkt haben, an Filmen, die unseren Blick auf das Fremde verändert haben könnten.
Durch die siebte Kunst haben diese Schöpfer Fragen von Identität, Erinnerung und geteilter Kultur angesprochen... Die Kunst ermöglicht einen Dialog zwischen Generationen und zwischen Völkern, die Weitergabe eines anderen Blickwinkels, Traditionen, die sich weiterentwickeln und anpassen können... Dank der Filme konnte das Publikum Kolonialismus, das Engagement afrikanischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg und das Leben als Einwanderer in Frankreich neu entdecken und anders betrachten... Diese Erzählungen öffnen unseren Horizont und geben persönlichen Geschichten Leben.
Je nach Epoche kann das maghrebinische Kino unterschiedliche Themen ansprechen und unterschiedliche Auswirkungen auf den 7e art und die französische Gesellschaft haben. Zunächst führt der Ausstellungsparcours in die Exilthematik, in das Leben von Arbeitsmigrantinnen und -migranten, in die Entstehung des Kinos in diesen neu unabhängigen Ländern und die Ungleichheiten, die sie erfahren. Ab den 1980er Jahren berichten die Kinder maghrebinischer Einwanderer ihrerseits von ihren Erfahrungen, von ihrem Leben zwischen zwei Kulturen. Es ist auch der Aufstieg von Humor-Stars im Fernsehen, wie Jamel Debbouze oder Smaïn. Nach den 2000er Jahren entwickeln sich die Themen weiter. Regisseurinnen und Regisseure sowie Schauspielerinnen und Schauspieler sprechen über Vermittlung, Erinnerung, das Private. Frauen treten in dieser Kinowelt immer stärker sichtbar zu Wort, sie liefern neue Arbeiten, neue Erzählungen.
Sechs Jahrzehnte Kino, Hunderte von Künstlern und Schöpfungen in Kurz- oder Langformat... Das Museum zur Geschichte der Migration möchte einen wichtigen Teil dieses französischen 7. Kunst ins Licht rücken. Dafür versammelt das Museum Filmposter, Ausschnitte, Drehfotografien, storyboards, Pressearchive und ikonische Objekte des Kinos. Der Rundgang präsentiert bekannte und unverzichtbare Filme ebenso wie Werke, die weniger prominent sind oder selten gezeigt werden.
Diese Ausstellung dürfte sowohl Cineasten als auch Liebhaber der modernen Geschichte ansprechen. Liebhaber der modernen Geschichte. Treffen Sie sich diesen Herbst, um sie im Museum für Geschichte der Einwanderung zu entdecken.
Termine und Öffnungszeiten
Von 30. Oktober 2026 bis 21. März 2027
Standort
Museum der Geschichte der Immigration
293 Avenue Daumesnil
75012 Paris 12
Route berechnen
Infos zur Barrierefreiheit
Tarife
Moins de 26 ans : Kostenlos
Tarif réduit : €9
Plein tarif : €12
Offizielle Seite
www.histoire-immigration.fr















