Was ist diese seltsame Industriefestung, die man im Osten von Paris auf der Seite von Pantin sieht?

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Aktualisiert am 24. Juni 2025 um 11:30
Vom Canal de l'Ourcq oder auch von der Ringautobahn aus kann man auf der Seite von Pantin eine riesige, ungewöhnliche Anlage sehen, die wie eine Festung aussieht und die Neugierde auf sich zieht. Es handelt sich dabei um die Grands Moulins de Pantin! Wir erklären Ihnen, worum es sich dabei handelt und welche Geschichte sie haben.

Wenn man am Canal de l'Ourcq entlangfährt, kann man diese imposanten Backsteingebäude mit ihren Glockentürmen nicht übersehen: Es sind die Grands Moulins de Pantin. Sie wurden 1884 gegründet, um Paris mit Mehl zu versorgen, und 2009 von BNP Paribas renoviert. Sie zeugen von einem spektakulären und gleichzeitig veränderten industriellen Abenteuer. Sind Sie bereit für die Reise?

Die Grands Moulins de Pantin sind eine ehemaligeGetreidemühle, die 1884 am Canal de l'Ourcq errichtet wurde, um bis zu 600 Zentner Weizen pro Tag zu mahlen und Paris zu versorgen. Die von drei Backsteintürmen und großen Betonsilos dominierten Gebäude stehen seit 1987 auf der Liste des Kulturerbes. Nach der Einstellung des Müllereibetriebs im Jahr 2001 wurden sie 2009 in moderne Büros umgewandelt, wobei sie ihre industrielle Seele bewahrten.

Warum sehen die Mühlen wie Schlösser aus?

Die einzigartige Ästhetik des Geländes rührt von der neoregionalen Architektur der 1920er Jahre her, die von Eugène Haug und dem Kabinett Züblin entworfen wurde: Beton, Backstein und Glockentürme dominieren den Kanal. Das Vorhandensein eines großen Kesselhauses, eines riesigen Silos und dreier hoher Türme verleiht dem Gelände das Flair einer Industriezitadelle.

Was geschah dort im XIXᵉ und XXᵉ Jahrhundert?

Die Mühle lag vor den Toren von Paris, um den Kanal und die Eisenbahn zu nutzen, und mahlte täglich Tausende Zentner Weizen aus der Brie und der Beauce. Die Anlage wurde im Krieg 1918 teilweise zerstört und in den 1920er und 1930er Jahren wieder aufgebaut, wobei die Silos eine Kapazität von bis zu 130.000 Doppelzentnern erreichten.

Warum die Umwidmung in Büros?

Im Jahr 2001 wurde die Bergwerksaktivität eingestellt. Das Unternehmen BNP Paribas kaufte das Gelände und leitete eine Sanierung unter der Leitung von Reichen & Robert und Jean-François Authier ein, die bis 2009 durchgeführt wurde. Die Herausforderung? 50.000 m² in HQE-Büros (Haute Qualité Environnementale) umzuwandeln und dabei die historischen Volumen zu erhalten: Türme, Silos, Kesselhaus, das in eine Cafeteria umgewandelt wurde.

Diese Mühlen stehen für einen spektakulären städtebaulichen Wandel: von der Schwerindustrie zum modernen Dienstleistungssektor. Das Projekt förderte eine bessere Synergie mit der Stadt: Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel wurden verdichtet, und das Gelände wurde mit dem Label Industrie- und Tertiärerbe ausgezeichnet.

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Praktische Informationen

Standort

12 Rue Ella Fitzgerald
93500 Pantin

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