Ein kurzer Blick genügt, um zu verstehen, warum die Stadtverwaltung von Bois-Colombes in den Hauts-de-Seine die Neugierde von Geschichts- und Architekturinteressierten weckt. Mit seiner roten Backsteinfassade, den großen Fenstern und vor allem seinem mit Kupfer bedeckten Glockenturm passt das Gebäude kaum in das typische Bild einer Rathausfront. Viele könnten ihm beinahe eine religiöse Architektur zuschreiben, als hätte eine Kirche den Beschluss gefasst, den Ort doch noch in eine Kommunalverwaltung umzuwandeln – so wirkt es.
Bevor dieses beeindruckende Gebäude entstand, kannte Bois-Colombes deutlich bescheidenere Anfänge. Die Gemeinde, die 1896 ihre Unabhängigkeit erlangte, verfügte zunächst über kein echtes Rathaus: Eine provisorische Einrichtung wurde in der heutigen Rue du Général-Leclerc eingerichtet, bevor die Gemeindeverwaltung in die Gebäude der École Paul-Bert zog.
In den 1930er Jahren gewinnt ein neues Rathaus die Oberhand. 1933 wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, und das heutige Gebäude entsteht schließlich zwischen 1935 und 1937, entworfen von den Architekten Émile Berthelot und Georges Bovet.
Das Bauwerk wird als klassischer oder neoklassizistischer Stil beschrieben und besteht aus rotem Backstein. Es ist durch hohe Fenster geprägt und wird von einem sehr auffälligen Glockenturm überragt, dessen Kupferdach die typische grünliche Patina angenommen hat, die sofort ins Auge fällt. Dieser bürgerliche Turm verwirrt jedoch ein wenig die Wahrnehmung: Aus der Entfernung erinnert er leicht an einen Ort religiöser Verehrung.
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Standort
Rathaus von Bois-Colombes
15 Rue Charles Duflos
92270 Bois Colombes















