Das Baden öffnet kostenfrei im Bassin des Récollets, im 10e Arrondissement von Paris, bereits ab diesem Mittwoch, dem 17. Juni 2026. Der Bürgermeister der Hauptstadt (PS), Emmanuel Grégoire, kündigte am Dienstag, dem 16. Juni, die Genehmigung des Schwimmens in einem Bereich von 100 Metern Länge an, der von Rettungsschwimmern überwacht wird, während der heißen Temperaturen. Eine direkte Antwort auf die Bilder von Jugendlichen, die von der Polizei verfolgt wurden, als sie im Kanal während der Hitzewelle im Mai hineinsprangen.
Den Kontext kennen wir gut. Während l'épisode caniculaire de mai haben sich viele Pariser – vor allem die Jüngeren – ins Wasser gestürzt, zum großen Ärger der Behörden. Die kommunale und die nationale Polizei griffen mehrfach ein, und Absperrband sperrte sogar den Zugang zu den Brücken. Eine Strategie, die der zuständige Politiker nun als absurd bewertet.
Emmanuel Grégoire steht dazu: So viele Einsatzkräfte der Ordnung zu mobilisieren, um Jugendliche daran zu hindern, sich bei 40 Grad abzukühlen, hatte kaum noch Sinn. In wenigen Tagen erhielt die Stadt das grüne Licht von der Polizeipräfektur, der Präfektur der Region, von der Agence régionale de santé (ARS) und von den Voies navigables de France. Ein Wasservorrat, der im Laufe der Amtsperioden entschmutzt wurde, gilt heute als gesund.
Kernbotschaft: Die Wasserqualität wird täglich gemessen, um das Baden zu gestatten – oder eben nicht. Die Stadt wird nicht darauf warten, dass Météo-France eine orangefarbene Hitzewarnung ausgibt, um diese Badeanlage den ganzen Sommer über zu öffnen, sobald die Hitze es erfordert.
Konkret darf dort künftig von 16 bis 20 Uhr gebadet werden – kostenlos und unter Aufsicht von Rettungsschwimmern. Die Zeitfenster wurden so gewählt, dass sie mit dem Schulschluss bzw. dem Feierabend zusammenfallen – jene Momente, in denen die Ufer auch bei verbotenen Badestellen schon überfüllt waren. Mehrere Hundert Menschen können über täglich installierte Pontons ins Wasser gelangen, in einem abgesteckten Bereich, der durch zwei Bojenlinien markiert ist und die Sicherheitsabstände der Schleusen respektiert.
Die Ufer werden bereits ab Mittwochmorgen gereinigt, und die kommunale Polizei wird Streifen fahren, vor allem, um die Sperrstunde durchzusetzen. Emmanuel Grégoire scheut nicht davor, von dem „größten Schwimmbad von Paris“ zu sprechen.
Der Canal Saint-Martin ergänzt damit ein Angebot, das sich bereits jetzt recht üppig präsentiert. In diesem Sommer kehrt das Baden in der Seine und in der Marne zurück, mit acht überwachten Badestellen, darunter fünf kostenfrei, zu finden in Paris und Île-de-France. Für die Zukunft zögert der Bürgermeister: Die Seine erscheint ihm auf kurze Sicht ausgeschlossen, da es sich um Schifffahrtsinfrastrukturen handelt. Hingegen bleibt das Bassin de la Villette eine Arbeitsoption für weitere künftige Öffnungen. So lässt sich sich ein Sommer 2026 vorstellen, der im Osten von Paris deutlich aquatischer ausfallen könnte.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 17. Juni 2026 bis 30. August 2026
Standort
Kanal Saint-Martin
Canal Saint-Martin
75010 Paris 10
Tarife
Kostenlos
Empfohlenes Alter
Für alle



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