In den Gärten von Bressault in Étampes entdeckt man keinen gewöhnlichen Ziergarten, sondern einen Ort, der als Refugium für Biodiversität inmitten der Stadt konzipiert wurde. Auf einem ehemaligen Gemüseanbaugebiet gelegen, wurde das Gelände so gestaltet, dass es auf kleinem Raum unterschiedliche natürliche Lebensräume des Süd-Essonne nachbildet. Hier trifft man auf eine Mosaik verschiedener Biotope: Naturrasen, Brachen, Streuobstwiesen, Hecken, blühende Bienenweiden sowie gärtnerisch genutzte Flächen, verbunden durch blumenübersäte Wiesenpfade. Diese vielfältige Landschaftsstruktur macht den besonderen Reiz des Ortes aus: Sie unterstützt die Tierwelt, fördert eine große Vielfalt an Vegetation und verleiht dem Garten ein lebendiges, wandelbares und fast experimentelles Flair. Sein ökologisches Management trägt ebenfalls zu seinem Charakter bei: Es wird ohne chemische Pflanzenschutzmittel oder Dünger gepflegt, und invasive Pflanzen werden manuell entfernt.
Dieses Umfeld eignet sich besonders gut für den „Rendez-vous aux jardins“, die nationale Veranstaltung des Kulturministeriums, die die Parks und Gärten in den Mittelpunkt stellt – ihre Geschichte, ihre Nutzung und das handwerkliche Können, das sie lebendig macht. Das Ziel dieser Initiative ist simpel: Das Publikum dazu einzuladen, diese Naturräume aus einer neuen Perspektive zu sehen, ihre Vielfalt besser zu verstehen und sie als wahre Entdeckungsorte zu erleben. Im 2026 finden die „Rendez-vous aux jardins“ am Wochenende vom 5. bis 7. Juni statt, und die Jardins de Bressault freuen sich schon darauf, mitzumachen: Hier ist, was Sie bei diesem besonderen Anlass erwartet!
Besuch in einem Garten, der die Biodiversität schützt
---------------------------------------------
### Der Ist-Zustand
Wie in vielen Regionen hat die Zahl der Pflanzen- und Tierarten im Süd-Essonne in den letzten 40 Jahren deutlich abgenommen. Die Hauptursachen für diesen Rückgang sind, in Reihenfolge ihrer Bedeutung: die Veränderung und der Verlust geeigneter Lebensräume, Umweltverschmutzung (einschließlich chemischer Pflanzenschutzmittel), das Eindringen invasiver Arten sowie der Klimawandel.
### Gegebenheiten vor Ort
Seit 2019 wird auf einem Teilstück eines ehemaligen Gemüseguts im 16. Jahrhundert restauriert (5000 m²), das an der Mündung zweier Flüsse liegt. Die Anlage befindet sich in einer ästhetisch ansprechenden Umgebung, umgeben von unbebauten Flächen, die teils bewaldet oder als Grünflächen gepflegt sind.
Diese spezielle Lage ermöglicht die Erhaltung der lokalen Tier- und Pflanzenwelt und fördert gleichzeitig die Ankunft regionaler Arten, die ursprünglich hier nicht vorkamen.
### Projektmethodik
Mit der gewählten Restaurationsmethode sollen die genannten Probleme angegangen und die Rückkehr regionaler Pflanzen und Insekten erleichtert werden. Dabei geht es vor allem darum, die bedeutenden Rollen von Pflanzen und Insekten im natürlichen Ökosystem zu stärken. Ihre Rückkehr und Entwicklung auf dem Gelände sollten automatisch auch die anderer Tiergruppen (Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien usw.) fördern, die einst hier beheimatet waren, heute aber seltener oder episodisch auftreten.
1 – Diversifizierung der Flächen, um typische, mit dem Terrain verträgliche natürliche Lebensräume nachzubilden: renaturierte Flussufer, Wiesen, Brachen, Obstgärten, Hecken sowie blühende Pflanzungen nur mit nektarsuchenden Pflanzen.
2 – Umweltgerechte Pflege durch jährliches Mähen der Wiesen ohne chemische Behandlung oder Düngung.
3 – Manuelle Entfernung unerwünschter oder invasiver Pflanzen; Nachpflanzung oder Aussaat regionaler Arten; Schaffung von Nistplätzen, Unterschlupfmöglichkeiten und Reproduktionsstellen für Bestäuber sowie Zersetzer.
4 – Da der Klimawandel nicht vollständig kontrollierbar ist, versucht man, den Standort anzupassen, indem man neu eingewanderte Arten beobachtet (und schützt), die möglicherweise eine natürliche Entwicklung der lokalen Biodiversität einleiten. Wasserverluste werden minimiert, z.B. durch Mulch mit biologisch abbaubarem Material in den Blumenbeeten.
### Ergebnisse seit Beginn des Restaurationsversuchs
Seit 2019 wurden, beschränkt auf leicht beobachtbare Organismen, folgende Arten gezählt:
- 227 wildblühende Pflanzenarten (darunter 6 Orchideen), davon 11 geschützt und 28 als erhaltenswert eingestuft (mit ZNIEFF-Abgrenzung). Zudem gibt es etwa hundert Kulturpflanzenarten, darunter 43 Rosensorten.
- 157 Insektenarten (darunter 26 Schmetterlinge), davon 3 geschützt und 16 mit besonderem Erhaltungswert.
- 40 Vogelarten (inklusive 2 Greifvögel), davon 29 geschützt und 38 schützenswert.
- 11 Säugetierarten, darunter 3 geschützte und 2 erhaltenswerte.
- 2 Reptilienarten, geschützt und mit hohem Erhaltungswert.
- 1 Amphibienart, geschützt und als schützenswert klassifiziert.
Wiederherstellung der Flora und Fauna im Süd-Essonne
--------------------------------------------------------------------
### Besichtigung eines Restaurationsversuchs
Der Ist-Zustand
Wie in vielen Regionen hat die Anzahl der Pflanzen- und Tierarten im Süd-Essonne in den letzten 40 Jahren erheblich abgenommen. Die Hauptursachen für diesen Rückgang sind – in Reihenfolge ihrer Bedeutung – die Veränderung und Zerstörung geeigneter Lebensräume, Umweltverschmutzung (einschließlich Pestizideinsatz), das Eindringen invasiver Arten sowie die Klimaveränderungen.
Merkmale des Standorts
Der seit 2019 laufende Restaurationsversuch findet auf einem Teilgrundstück (5000 m²) eines alten Gemüseguts aus dem 17. Jahrhundert statt, an der Mündung zweier Flüsse, eingebettet in eine attraktive Landschaft, umgeben von unbebauten Flächen, die mehr oder weniger bewaldet oder grünen Zonen zugeordnet sind.
Dieser spezielle Standort ermöglicht die Erhaltung der regionalen Tier- und Pflanzenwelt, bietet aber gleichzeitig Raum für die Ansiedlung ursprünglich nicht hier vorkommender Arten.
Methodik des Projekts
Die angewandte Methode zielt darauf ab, die genannten Ursachen des Rückgangs zu beheben sowie die Rückkehr lokaler Pflanzen und Insekten zu fördern. Dabei basiert die Entscheidung auf der Erkenntnis, dass Pflanzen und Insekten zentrale Elemente der natürlichen Ökosysteme sind. Ihr natürlicher Aufenthalt und ihre Entwicklung vor Ort sollten folglich auch die Rückkehr anderer Tiergruppen (Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien usw.) unterstützen, die einst präsent waren, heute aber verschwunden oder nur noch sporadisch vorkommen.
1 – Diversifikation der Flächen, um natürliche Lebensräume des Süd-Essonne zu reproduzieren: restaurierte Flussufer, natürliche Wiesen, Brachen, Obstgärten, Hecken, blühende Staudenbeete, die ausschließlich aus Honigpflanzen bestehen.
2 – Ökologische Pflege durch jährliches Mähen der Wiesen; kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln.
3 – Manuelle Entfernung unerwünschter oder invasiver Pflanzen; Reintroduction bestimmter regionaler Arten durch Pflanzen oder Aussaat; Schaffung von Nisthilfen, Unterschlüpfen und Brutstätten für Bestäuber und Destruenten.
4 – Da Klimaveränderungen nicht direkt beeinflussbar sind, passt man den Standort an, indem man die neu eingewanderten Arten beobachtet und schützt, die möglicherweise eine natürliche Entwicklung der lokalen Artenzusammensetzung fördern. Wasserverluste minimieren und Bewässerung bei den angepflanzten Blühbeeten durch den Einsatz von biologisch abbaubarem Mulch.
Ergebnisse seit Beginn des Restaurationsversuchs
Seit 2019 wurden bei den leicht erkennbaren Organismen folgende Arten gezählt:
- 227 wildwachsende Pflanzenarten (darunter 6 Orchideen), davon 11 geschützt und 28 von landschaftlichem Interesse (ZNIEFF-Werte). Hinzu kommen rund 100 Kulturpflanzenarten, darunter 43 Rosen.
- 157 Insektenarten (davon 26 Schmetterlinge), von denen 3 geschützt und 16 von landschaftlichem Interesse sind.
- 40 Vogelarten (inklusive 2 Greifvögel), von denen 29 geschützt sind und 38 kleinerer landschaftlicher Wert.
- 11 Säugetierarten, darunter 3 geschützt und 2 von landschaftlichem Interesse.
- 2 Reptilienarten, die geschützt sind und Landschafswert besitzen.
- 1 Amphibienart, die geschützt ist und landschaftlichen Wert hat.
Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.
Termine und Öffnungszeiten
Von 5. Juni 2026 bis 7. Juni 2026
Standort
Die Gärten von Bressault
les jardins de bressault
91150 Etampes















