Ab dem 12. Juni 2026 öffnet das Théâtre du Châtelet mit Jacques Offenbachs Oper La Vie parisienne in vier Akten wieder die Türen zur fröhlichen und aufbrausenden Hauptstadt des Zweiten Kaiserreichs. Das 1866 uraufgeführte Werk, das in Zusammenarbeit mit den Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy geschrieben wurde, hat bis heute nichts von seiner Bissigkeit verloren. Der satirische Blick auf Paris, seine Sitten, seine Besucher und seine Kunst des Feierns hallt noch immer mit erstaunlicher Aktualität nach. In dieser neuen Produktion lassen Valérie Lesort als Regisseurin, Eric Ruf als Bühnenbildner und das Ensemble der Comédie-Française das Paris des 19. Jahrhunderts mit zärtlicher und kritischer Distanz zwischen heiterem Pastiche und sozialem Porträt neu aufleben.
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La Vie parisienne folgt dem burlesken Aufeinandertreffen von Parisern und Provinzlern, Touristen und Gesellschaftsmenschen anhand einer Galerie von farbenfrohen Charakteren. Die Handlung beruht auf einer Reihe von Missverständnissen, vertauschten Identitäten und Vorspiegelungen in einem vor Leben sprudelnden Paris, in dem sich die Wünsche kreuzen und vermischen. Hinter Offenbachs musikalischer Heiterkeit verbirgt sich eine feine Kritik an der aufkommenden städtischen Gesellschaft, ihren schwankenden Hierarchien und ihrer Besessenheit vom Schein.
La Vie parisienne ist dank des französischen Librettos und der Übertitel für ein breites Publikum zugänglich und begeistert sowohl Opernliebhaber als auch Zuschauer, die neugierig auf ein festliches und bissiges Werk sind. Offenbachs leichte und brillante Musik, gepaart mit einer spielerischen Inszenierung, öffnet die Türen zu einem Repertoire, das oft als anspruchsvoll gilt. Die Aufführung ist ideal für eine erste Entdeckung der Opera buffa, kann aber auch ein jüngeres Publikum ansprechen, das sich von dem flotten Rhythmus, den üppigen visuellen Bildern und dem Humor der Situationen angezogen fühlt. Zuschauer, die auf der Suche nach einer originalgetreuen historischen Rekonstruktion sind, müssen sich jedoch mit der zeitgenössischen Lesart abfinden.
Das 1866 im Théâtre du Palais-Royal uraufgeführte Stück La Vie parisienne war sofort ein großer Publikumserfolg und wurde sowohl für seine Leichtigkeit als auch für seine scharfsinnige soziale Beobachtung gelobt. Diese neue Produktion, die die Kräfte des Théâtre du Châtelet und der Comédie-Française vereint, folgt dem Wunsch, die großen Werke des lyrischen Erbes durch ein erneuertes visuelles, szenisches und kritisches Prisma immer wieder lebendig werden zu lassen.
Zwischen Gesellschaftssatire, leichter Komödie und musikalischer Fantasie ist La Vie parisienne ein fröhlicher Klassiker von Jacques Offenbach. In dieser neuen Version, die vom 12. Juni bis 11. Juli 2026 im Théâtre du Châtelet aufgeführt wird, findet die Lichterstadt zu ihrem szenischen Glanz, ihren fröhlichen Exzessen und ihren stets aktuellen Widersprüchen zurück.
Dieser Artikel beruht auf Informationen, die vor der Premiere der Aufführung verfügbar waren. Er wurde ohne vorherige Sichtung der Produktion verfasst.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 12. Juni 2026 bis 11. Juli 2026
Standort
Châtelet-Theater
1 Place du Châtelet
75001 Paris 1
Tarife
€5 - €50
Reservierungen
www.chatelet.com



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