Das Laurette Théâtre zeigt vom 30. November bis zum 21. Dezember 2025 das Stück La nuit avant le Paradis (Die Nacht vor dem Paradies) der jungen Dramatikerin Lilou Morille. Dieses im Verlag Les 3 Colonnes erschienene Werk zeichnet sich durch seinen Ansatz aus, der Intimität und Geschichte miteinander verbindet. Das Stück spielt hinter verschlossenen Türen in Alexandrinern und handelt von einem Paar in Marseille im Januar 1944, das seine letzte Nacht vor der Verhaftung des Mannes wegen Widerstandsaktivitäten im Herzen des Theaters in Paris verbringt.
Die Geschichte handelt von Joséphine und André, zwei bescheidenen Menschen, die unter der deutschen Besatzung leben. Als sie sich zum Abendessen bereit machen, klopft die Gestapo an ihre Tür, um André zu verhaften. Joséphine behauptet in einer verzweifelten Geste, ihr Mann sei verschwunden, aber ihr Haus ist umzingelt. Diese Nacht wird zu einem Ort, an dem Liebe, Angst, Verrat und vereitelte Verpflichtungen aufeinanderprallen. Die Ankunft von Maurice, einem Richter aus Vichy und Bruder von Joséphine, verschärft die moralischen Spannungen zwischen dem Paar noch weiter und verleiht der Erzählung eine starke Dimension der Schöpfung 2025.
Die Dramaturgie basiert auf Alexandrinern, die die tragische Dimension des geschlossenen Raums verstärken. Die Autorin spielt mit Codes, die denen der griechischen Tragödie ähneln, in denen die Figuren gegen ein Schicksal ankämpfen, dem sie nicht entkommen können. Diese stilistische Entscheidung schafft eine klangvolle und musikalische Sprache, in der jede Zeile so gedacht ist, dass sie sofort verstanden und empfunden wird, und verbindet historische Spannung und emotionalen Ausdruck in einer authentischen Live-Aufführung.
Das Stück untersucht universelle Dilemmata: die Treue zum geliebten Menschen, die Loyalität gegenüber den eigenen Überzeugungen und die Versuchung, sich angesichts der Gewalt der damaligen Zeit zu schützen. Die Autorin lässt sich von südfranzösischen Vorbildern wie Pagnol, Camus oder Giono inspirieren, deren Einfluss in einem Stil spürbar ist, der zwischen Sanftheit, Zurückhaltung und Dringlichkeit oszilliert. Diese Spannung zwischen literarischer Tradition und zeitgenössischem Ausdruck nährt eine Erzählung, die tief in der Pariser Szene verwurzelt ist.
Dieses Werk richtet sich insbesondere an Zuschauer, die sich für intime Erzählungen mit historischem Hintergrund interessieren. Es wird sowohl Liebhaber psychologischer Tragödien als auch ein Publikum ansprechen, das sich für engagierte Texte über Widerstand, moralische Entscheidungen und menschliche Ambivalenzen interessiert. Das Stück spricht auch Schüler, Studenten und Lehrer an, die sich mit der Besatzungszeit beschäftigen, sowie Zuschauer, die eine poetische und strukturierte Sprache schätzen. Durch seinen engen Rahmen wird es diejenigen ansprechen, die einen kulturellen Ausflug suchen, bei dem die Interpretation und die dramatische Spannung im Mittelpunkt stehen.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 30. November 2025 bis 21. Dezember 2025
Standort
Laurette Theater
36 Rue Bichat
75010 Paris 10
Zugang
M°Goncourt
Reservierungen
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