Das Schloss von Orgon oder der verhöhnte Fortschritt ist ein satirisches Schauspiel der Gegenwart, geschrieben von Guillaume Gallix und inszeniert von Julien Gallix. Das Stück wird vom Studio Hébertot vom 9. April bis zum 31. Mai 2026 aufgeführt. Die Handlung spielt in einer großen Villa im Süden Frankreichs, wo sich eine bürgerliche Familie zu den Sommerferien versammelt.
Freimütig inspiriert von den Werken Molières sowie von Marivaux und Tschechow, greift das Stück die Konventionen der Klassischen Komödie auf, um aktuelle Themen zu beleuchten. Im Zentrum stehen eine bunte Reihe von Figuren mit kontrastreichen Profilen: ein Investmentfonds-Manager, eine engagierte Schauspielerin, ein in Schwierigkeiten geratener Start-up-Gründer, eine verlängerte Studentin oder auch ein ausgebeuteter Gärtner. Diese gesellschaftlichen Figuren, bewusst typisiert, bilden das Gerüst einer Satire auf zeitgenössische Sitten und Bräuche.
Laut Pressematerialien reflektiert das Projekt eine Auseinandersetzung mit der Rolle ideologischer Diskurse in unserer Gesellschaft. Durch familyäre Konflikte und Interessenskonflikte hinterfragt das Stück Begriffe wie Engagement, Moral und Überzeugungen – besonders im Hinblick auf Umweltschutz, Feminismus und Chancengleichheit. Das künstlerische Konzept betont, dass die zentrale Herausforderung darin besteht, im Dialog zu bleiben, widersprüchlich zu sein und über sich selbst lachen zu können.
Julien Gallix setzt auf eine realistische Regie, die das Stück authentisch wirken lässt. Die Szenografie, entworfen von Eliott Sebban, zeigt die makellose Fassade einer Sommervilla, inklusive Terrasse, Pool und Spielbereichen auf verschiedenen Ebenen. Dieses außergewöhnliche Außengelände schafft ideale Gelegenheiten für Ein- und Ausgänge sowie Beobachtungssituationen – eine Anspielung auf die dramaturgischen Elemente des Boulevardtheaters und des Vaudevilles.
Die Bühnendarstellung setzt auf eine bewusst übertriebeneSpielweise, die den Wort- und Mimenkomik in den Mittelpunkt stellt. Die Kostüme und Requisiten in leuchtenden Farben verstärken die karikierende Wirkung der Figuren, während die Klang- und Lichtgestaltung den Übergang vom Tag zur Nacht begleitet. Das Gesamtkonzept soll eine stimmige Welt schaffen, die zwischen Realismus und Stilisierung balanciert.
Mit Das Schloss von Orgon oder der verhöhnte Fortschritt präsentiert Guillaume Gallix seine erste Komödie, die bewusst in der Tradition der großen französischen Komödienautoren steht, dabei aber auch aktuelle gesellschaftliche Debatten aufgreift. Das Stück ist im Studio Hébertot bis zum 31. Mai 2026 zu sehen.
Termine und Öffnungszeiten
Von 9. April 2026 bis 31. Mai 2026
Standort
Studio Hébertot
78 bis Boulevard des Batignolles
75017 Paris 17
Empfohlenes Alter
Ab 12 Jahren
Durchschnittliche Dauer
1 Std.
15 Min.
Offizielle Seite
studiohebertot.com
Reservierungen
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