Zurück in die Tunnels von Moskau zu einer neuen, dunkleren Episode... Metro 2039, Videospiel entwickelt von 4A Games und veröffentlicht von Deep Silver, wartet auf euch auf PC, PS5 und Xbox Series ab Februar 2027. Die Enthüllung erfolgte am 16. April im Rahmen des Xbox First Look, dem vierten Hauptteil der Metro-Franchise, der die Spieler erneut in die Moskauer U-Bahn führt – im Zentrum eines postapokalyptischen narrativen FPS, der Überleben, Erkundung und Erzählung in den Fokus stellt.
In Bezug auf das Gameplay übernimmt Metro 2039 die Grundprinzipien der Reihe, führt aber modernisierte Systeme ein. Das Spiel setzt auf eine angespannte Progression, die sich um Erkundung, taktische Auseinandersetzungen und eine im Universum verankerte Schnittstelle dreht, wobei nur wenige auf dem Bildschirm sichtbare Elemente angezeigt werden. Die Steuerung scheint darauf ausgelegt zu sein, konstanten Druck zu erzeugen, zwischen Flucht, Nahkampf und dem Umgang mit teils fehlerhaften Waffen, in geschlossenen Umgebungen, die wenig Raum für Improvisation lassen. 4A Games kündigt außerdem an, die erzählerische Umweltführung zu bereichern, mit Arealen, die durch ihre Inszenierung allein Fragmenten einer Geschichte erzählen sollen.
Unser Preview zu Metro 2039:
Ein Spiel, das wir im Vorfeld für einige Stunden testen konnten, im Rahmen einer presseinternen Vorschau. Zur Klarstellung: Wir haben über NVIDIA GeForce Now auf dem PC gespielt. Man startet mit einer cinematischen Sequenz, die direkt ins Geschehen führt, gefolgt von einer kurzen Einweisung, wie man seine Waffe holt – und schon geht es in die kontaminierte Zone.
Unser Fazit:
Grafisch betrachtet ist der Titel recht hübsch und läuft erstaunlich flüssig, auch wenn die Bildqualität noch etwas Feinschliff vertragen könnte. Ein Spiel, das die Konfiguration des eigenen Computers recht gut ausreizt – ein echter Augenschmaus.
Was das Gameplay betrifft, ist es recht komplex zu erlernen (vor allem für Neulinge oder diejenigen, die wie wir die Metro-Reihe seit Langem nicht mehr gespielt hatten…). Man muss Munition sparen, das Verschleudern der Gasmaske-Kapseln vermeiden bzw. Pausen einlegen, um Munition und Minikits aus dem Rucksack nachzufüllen.
Wenn man die Mechaniken verstanden hat, bleibt noch zu klären, welcher Knopf was macht – ein zusätzliches kurzes Tutorial hierzu hätte nicht geschadet. Dennoch lässt sich die Bedienung insgesamt recht zügig erfassen.
Ansonsten wirkt das Spiel ziemlich umfassend: Man findet das Beste aus den Mechaniken der alten Metro-Teile wieder (in alten Töpfen kocht man schließlich die besten Suppen…), und der Titel erinnert in seinem Explorationsteil öfter an The Last of Us. Aber Loyalitäten beiseite – Metro 2039 hat, basierend auf dem Gezeigten, eine eigene Identität, und das ist definitiv etwas Wertvolles.
Auch ein kleiner Wermutstropfen bei der Zielgenauigkeit: Sie wirkt eher auf FPS-Veteranen zugeschnitten, aber auch Neulinge finden sich schnell zurecht (unser Muskelgedächtnis brauchte nur kurze Zeit, um wieder in den Rhythmus zu kommen).
So viel konnten wir sehen: Metro 2039 wirkt sehr vielversprechend in seinem Genre und wird die Fans der Franchise mit hoher Wahrscheinlichkeit begeistern. Jetzt bleibt nur noch der Release oder das Ausprobieren auf diversen Messen, um sich eine eigene Meinung zu bilden!
Nach Metro Exodus, das den Horizont der Reihe erweitert hatte, kehrt Metro 2039 in die Moskauer U-Bahn zurück, die nun unter der Kontrolle eines faschistischen Regimes steht, das die alten unabhängigen Fraktionen absorbiert hat. Der Spieler schlüpft in The Stranger, den neuen Protagonisten der Reihe, der als Einzelgänger vorgestellt wird, von heftigen Albträumen heimgesucht und gezwungen, eine riskante Rückkehr an einen Ort anzutreten, den er geschworen hatte, niemals wiederzusehen. Das Studio betont, dass es sich um den ersten Hauptcharakter der Reihe handelt, der vollständig vertont ist, in einer Episode, die als bislang düsterste vorgestellt wird.
Unter den hervorgehobenen Elementen legt 4A Games großen Wert auf die Sorgfalt bei der umgebungsbasierten Erzählung. Andriy "mLs" Shevchenko, Creative Director, spricht von feststehenden Erzählungen, um handwerklich gestaltete Räume zu beschreiben, in denen Objekte, Körper und Dekoration es den Spielern ermöglichen, kleine Geschichten zu rekonstruieren. Jon Bloch, Executive Producer, präzisiert seinerseits: Nichts ist vorgefertigt: Alles ist einzigartig und in der Realität verankert, eine Herangehensweise, die den Willen des Studios widerspiegelt, eine glaubwürdige, dichte und lesbare Welt zu bewahren.
Das Studio hebt außerdem die Bedeutung seines eigenen Motors hervor, dem 4A Engine, der seit über fünfzehn Jahren entwickelt und erweitert wird. Jon Bloch erläutert daher: "Der 4A Engine ist maßgeschneidert dafür, die Spiele zu realisieren, die wir machen möchten", wobei er betont, dass diese Technologie dem Studio ermöglichen soll, visuelle und technische Grenzen weiter zu verschieben. Die Präsentation hob auch die Tragweite des Entwicklungsumfelds hervor: Die ukrainischen Teams von 4A Games erklären, dass der Krieg die Ausrichtung des Projekts grundlegend verändert hat. "Alles, was wir uns für dieses neue Kapitel von Metro vorgestellt hatten, hat sich verändert", sagt Bloch, während Shevchenko eine Herangehensweise mit einer "deutlich ukrainischen Perspektive" beschreibt.
Die Erkundung gewinnt durch neue Werkzeuge und ein weiterentwickeltes Fortschrittssystem ebenfalls an Bedeutung. Ein Schneidbrenner und Sprengladungen ermöglichen es, Durchgänge oder versteckte Verstecke zu eröffnen, während eine UV-Lampe der Taschenlampe und der Nachtsicht hinzugefügt wird, um bestimmte Hinweise zu enthüllen oder Mutanten zu erkennen. Die im Verlauf der Erkundung entdeckten Pläne (Blueprints) dienen anschließend der Herstellung neuer Waffen, der Verbesserung der Ausrüstung oder der Verstärkung bestimmter Elemente wie dem Visier der Gasmaske oder der Akkulaufzeit des Rucksacks. Die Werkbank von Metro Exodus kehrt ebenfalls zurück, um Munition und Filter herzustellen, Waffen zu reinigen, um Verstopfungen zu verhindern, oder deren Konfiguration vollständig anzupassen. Das Überlebens-Management bleibt parallel hierzu stark präsent: Gasmaske, zu überwachende Filter, das Strahlungsniveau und elektrische Ausrüstungen, die instand gehalten werden müssen.
Auch die Kämpfe entwickeln sich weiter mit dem Ankommen neuer Mutanten und einem kampforientierteren System, das auf Anpassung ausgerichtet ist. Die Kreaturen arbeiten nun miteinander zusammen, um den Spieler zu schikanieren und ihn ständig seine Strategie anpassen zu lassen. Unter den Neuheiten findet sich das "Shaton" (die Schreibweise ist unsicher), ein leises pneumatisches Gewehr, das die Prinzipien des Helsing und des Tihar aus den vorherigen Episoden kombiniert. Angetrieben von improvisierten Projektilen, die direkt vor Ort hergestellt werden, lässt es sich auch so modifizieren, dass es seltener, aber besonders kraftvolle Projektilarten verschießt, die von Feinden aufgesammelt werden können. 4A Games präzisiert zudem, dass jede Waffenkategorie nun einen sekundären Munitions-Typ besitzt, der das Experimentieren je nach Situation fördern soll. Das Studio will jedoch weiterhin ein schweres, geerdetes Schussgefühl bewahren, mit schnellen Kämpfen, einer reaktiven KI und dem permanenteren Druck, der sich in Metro einstellt, sobald die Ressourcen knapp werden.
Zu diesem Zeitpunkt wirkt Metro 2039 wie ein neuer Ableger, der seine Formel schärfen und zugleich sein Anliegen vertiefen will. Die kommenden Monate sollten besser erkennen lassen, wie sich das Gleichgewicht aus narrativen Ambitionen, Gameplay-Entwicklungen und der Art, wie 4A Games eine inzwischen gut etablierte Franchise weiterentwickeln möchte, gestalten wird.
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