Le Bon, la brute et le cinglé, Western action koreanischer Prägung von Kim Jee-woon, kehrt ins französische Kino zurück und läuft am 15. Juli 2026 in einer in 4K restaurierten Langfassung. Ursprünglich 2008 veröffentlicht, versammelt der Film Song Kang-ho, Lee Byung-hun und Jung Woo-sung, drei Größen des südkoreanischen Kinos.
Der Gute, der Böse und der Verrückte
Film | 2008
Kinostart: 17. Dezember 2008
Wiederaufführung im Kino: 15. Juli 2026
Restaurierte Fassung in 4K
Action, Komödie, Western | Laufzeit: über 2 Std. 15 Min.
Von Kim Jee-woon | Drehbuch von Kim Jee-woon und Kim Min-suk
Mit Song Kang-ho, Lee Byung-hun, Jung Woo-sung
Originaltitel: Joheunnom nabbeunnom isanghannom
Nationalität: Südkorea
Verleih: The Jokers Films
Mit dieser Neuauflage kehrt Le Bon, la brute et le cinglé wieder auf die große Leinwand zurück – in einem Format, das seine visuelle Wucht, seine Verfolgungsjagden und die Energie des Actionkinos stärker in den Vordergrund rückt. Der Film verlegt das Western-Imaginaire in die Manchurien der 1930er Jahre, mitten in einem Konfliktgebiet.
Die Geschichte begleitet drei koreanische Desperados auf der Jagd nach einer Karte, die den Standort eines Schatzes verrät. Park Chang-yi, der Brutale, wird beauftragt, sie zu holen; Yoon Tae-goo, der Verrückte, stiehlt sie ihm bei einem Zugraub; Park Do-won, der Gute, setzt als Kopfgeldjäger die Verfolgung in Gang.
Der Film schlägt eine direkte Hommage an Sergio Leones The Good, the Bad and the Ugly an, bleibt aber zugleich in einer außerhalb Asiens weniger bekannten Tradition verwurzelt: dem „Kimchi-Western“, auch als „Manchurischer Western“ bekannt. Dieses Genre, das in Korea zwischen Mitte der 1960er und Mitte der 1970er Jahre populär war, verlegt die Western-Klischees in die Landschaften und historischen Spannungen der Mandschurei.
Für Kim Jee-woon markiert diese Neuinterpretation des Westerns einen wichtigen Meilenstein in einer Filmografie, die sich durch die Neuerfindung der Genres auszeichnet. Nach Zwei Schwestern, Ein bittersüßes Leben oder auch Foul King greift der Regisseur hier zu einem spektakulären Register, das Western, Komödie, Abenteuer und Verfolgungsjagd miteinander verbindet.
Die Dreharbeiten dauerten neun Monate, zwischen Korea und China, drei davon in der wüstenartigen Dunhuang-Region. Die Kulissen wurden auf Grundlage historischer Recherchen entworfen, während digitale Effekte sparsam eingesetzt wurden – hauptsächlich, um Schnittstellen zwischen Aufnahmen zu glätten oder Kabel zu entfernen, die mit den Stunts zusammenhingen.
Diese Langfassung, die als koreanische Version des Films vorgestellt wird, dauert über 2 Std. 15 Min., fast sechs Minuten länger als die internationale Version. Sie liegt zwischen dem beim Cannes-Festival 2008 gezeigten Schnitt und der international veröffentlichten Fassung, mit mehr Raum für die Kämpferinnen und Kämpfer der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung und einem anderen Finale.
Bei seiner Veröffentlichung verzeichnete Der Gute, der Böse und der Verrückte in Südkorea einen beachtlichen Erfolg, mit 6,7 Millionen Besuchern laut dem Pressematerial. Der Film gewann zudem drei Preise bei den Blue Dragon Film Awards: Beste Regie, Beste Kamera und Beste Ausstattung.
Der Trailer zu Der Gute, der Böse und der Verrückte
Der Cast trägt wesentlich zur Energie des Films bei. Song Kang-ho verkörpert Yoon Tae-goo, den Verrückten, einen exzentrischen und unberechenbaren Charakter. Lee Byung-hun spielt Park Chang-yi, die rohe Gewalt in Person, einen grausamen und stylischen Gangsterboss. Jung Woo-sung interpretiert Park Do-won, den Guten, einen Kopfgeldjäger, der in das klassische Westernbild eingebettet ist.
Diese Wiederaufführung dürfte Zuschauer ansprechen, die dem koreanischen Kino folgen, revisitierten Westerns und auf die große Leinwand zugeschnittenen Actionfilmen. Sie bietet auch die Gelegenheit, einen bedeutenden Titel aus Kim Jee-woons Filmografie in einer restaurierten, längeren Fassung erneut zu erleben, die näher am koreanischen Originalfilm liegt.
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