Un homme pressé, unter der Regie von Hervé Mimran, wird am Montag, den 30. März 2026 um 21:10 Uhr auf France 3 ausgestrahlt. Der Kinofilm, der am 7. November 2018 in den Kinos lief, begleitet das Schicksal eines Geschäftsmannes, gespielt von Fabrice Luchini, Leïla Bekhti und Rebecca Marder. Nach einem Schlaganfall erlebt er seinen Absturz und den anschließenden Weg der Rehabilitation – eine Reise, bei der er neu lernen muss zu sprechen, zuzuhören und sein Tempo zu drosseln.
Der Film lebt vor allem durch seinen Hauptdarsteller. Fabrice Luchini bringt dabei dasjenige zum Ausdruck, was ihn einzigartig macht: Anstelle eines brillanten, dominanten Sprachstroms inszeniert Hervé Mimran einen Mann, der plötzlich durch seine Worte blockiert wird. Das Ergebnis ist kein reines Schauspieler-Show. Die Leistung ist zweifellos vorhanden, doch vor allem dient sie einer Geschichte über den Kontrollverlust, soziale Demütigung und die Art und Weise, wie ein Schicksalsschlag die inneren Hierarchien durcheinanderwirbelt.
Dieses Filmdrama balanciert gekonnt zwischen Ernst und Leichtigkeit. Das Thema Schlaganfall, seine Folgen und die Rehabilitation wird nie nur als bloßer melodramatischer Aufhänger genutzt, doch der Film erhebt den Charakter auch nicht zum bloßen Objekt der Zeigefreudigkeit. Stattdessen verfolgt er, wie Alain, ein mächtiger Mann, der es gewohnt ist, sein Umfeld zu kontrollieren, zunehmend auf die Hilfe anderer angewiesen ist – besonders auf Jeanne, die Logopädin, gespielt von Leïla Bekhti.
Alain ist ein gefürchteter Redner, der sich in einem Leben befindet, das immer schneller zu laufen scheint. Als er von einem Schlaganfall getroffen wird, verliert er einen Teil seiner Sprach- und Erinnerungskraft. Seine langwierige und schwierige Rehabilitation zwingt ihn, seine Prioritäten neu zu überdenken – während sich eine besondere Verbindung zu Jeanne entwickelt, die ihn auf diesem Weg begleitet.
Ein Mann in Eile basiert auf dem Buch Ich war ein Mann in Eile von Christian Streiff, einem ehemaligen Peugeot-Citroën-Manager, dessen Werdegang die Vorlage für das Drehbuch lieferte. Hervé Mimran schafft kein streng biografisches Porträt, doch sein Werk bleibt durch die Herkunft verankert in der Nach-AVC-Zeit und thematisiert die Verbindung zwischen Sprache, sozialer Identität und Verletzlichkeit. Der Film wagt eine gewisse Fiktion, bleibt jedoch nachvollziehbar in seiner Darstellung der Genesung und des Umgangs mit den Folgen eines Schlaganfalls.
Der Reiz des Spielfilms liegt auch darin, dass er sich gegen den Zynismus stellt. Alain wirkt nicht sofort sympathisch, genau darin liegt jedoch seine Stärke und seine glaubwürdige Entwicklung. Der Film gewinnt an Tiefe, wenn er zeigt, dass eine echte Wiederauferstehung nicht nur durch Heilung erfolgt, sondern auch durch eine Neuausrichtung des Blicks auf sich selbst, auf die Angehörigen und auf das, was das Leben, das man hektisch führt, wirklich wert ist.
Ein Mann in Eile
Film | 2018
Kinostart: 7. November 2018
Fernseh-Ausstrahlung: France 3, Montag, 30. März 2026 um 21:10 Uhr
Drama-Komödie | Länge: 1h40
Regie: Hervé Mimran | Mit Fabrice Luchini, Leïla Bekhti, Rebecca Marder
Originaltitel: Un homme pressé
Herkunft: Frankreich
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