Verrückte Liebe: Gilles Lellouches Film ab sofort auf Netflix verfügbar

Von Julie de Sortiraparis, Manon de Sortiraparis · Aktualisiert am 12. Dezember 2025 um 18:38
L’Amour Ouf (2024), ein Film von Gilles Lellouche mit François Civil und Adèle Exarchopoulos, wird ab dem 23. Januar 2026 auf Netflix verfügbar sein.

Unter der Regie von Gilles Lellouche ist L’Amour Ouf eine romantische Tragikomödie, in der François Civil und Adèle Exarchopoulos die Hauptrollen spielen. Unterstützt werden sie von einem dichten, vielstimmigen Ensemble. Das Werk wurde im Rahmen des Festival de Cannes 2024 offiziell im Wettbewerb gezeigt und kam am 16. Oktober 2024 in die deutschen Kinos. Zukünftig ist der Film auch auf Netflix ab dem 23. Januar 2026 verfügbar, wodurch er noch einem breiteren Streaming-Publikum zugänglich gemacht wird.

Einer der französischen Filme des Jahres, auf den man gespannt war. Grund dafür ist sein Starbesetztes Ensemble, das zum Träumen einlädt: François Civil, Adèle Exarchopoulos, Alain Chabat, Benoît Poelvoorde, Vincent Lacoste, Jean-Pascal Zadi, Élodie Bouchez, Karim Leklou, Raphaël Quenard. Hinzu kommen die neuen Gesichter Anthony Bajon, Mallory Wanecque und Malik Frikah, die für frischen Wind sorgen.

Im Norden Frankreichs der 1980er Jahre treffen Jackie und Clotaire als Jugendliche aufeinander und erleben eine leidenschaftliche, aber auch turbulente Liebe. Zwischen sozialer Disposition, Fehlentscheidungen und von den Umständen erzwungenen Trennungen begleitet ihre Beziehung die Jahre hindurch – durch Brüche und Exzesse. Eine Liebesgeschichte, geprägt von der Härte der Realität, aber auch von der Unfähigkeit beider, voneinander loszukommen.

Der Trailer zu Die verrückte Liebe

Ausgewählt für den offiziellen Wettbewerb beim letzten Cannes-Festival, wird L'Amour Ouf von Gilles Lellouche am 16. Oktober 2024 in französischen Kinos erscheinen. Die Geschichte spielt im Norden Frankreichs, in den 80er Jahren. Jackie (Mallory Wanecque) und Clotaire (Malik Frikah) wachsen zwischen Schulbänken und Hafenmolen auf. Sie lernt, er hängt nur rum. Doch dann kreuzen sich ihre Wege, und es entbrennt eine heftige Liebe. Das Leben wird versuchen, sie auseinanderzubringen, aber nichts kann sie trennen – diese beiden sind wie die beiden Herzkammern eines einzigen Herzens.

Mit einem epischen Romanbild über mehr als 20 Jahre spannt Gilles Lellouche den Bogen für sein Erzählwerk in mehrere ungleich lange Kapitel. Das Ergebnis ist ein äußerst (zu?) dichtes Werk, das unweigerlich unter seiner Länge (immerhin 2h45) leidet, obwohl der erste Drittel sehr überzeugend ist und so, tatsächlich, besser ausfällt als der Rest. Lellouche beweist ein echtes Feingefühl für Details bei der Rekonstruktion der 80er-Jahre – mit Kulissen, Kostümen, Musiken – und der Beginn von L’Amour Ouf weckt bei einem Teil der Zuschauer nostalgische Erinnerungen.

Und es sind vor allem Jackie und Clotaire in der Teenager-Version, gespielt von Mallory Wanecque und Malik Frikah, die durch ihre Unreife und Übertreibungen am berührendsten wirken. Viel mehr als ihre erwachsenen Alter Egos (François Civil und Adèle Exarchopoulos), bei denen es schwerfällt, zwischen Figur und Star dahinter zu unterscheiden.

Denn obwohl Lellouche eindeutig sein Können und seine Filmkenntnisse zeigen möchte, gerät seine Regie bald in Übertreibung. Die Kamera, äußerst expressiv, übertreibt mit Effekten und visuellen Spielereien, sodass gelegentlich die eigentliche Emotion in den Hintergrund gedrängt wird.

Wenn man zu sehr versucht, Inhalt und Stil in Einklang zu bringen, die Verrücktheit der Figuren mit der unaufhörlichen Fließbewegung der Kamera zu verbinden, verliert L’Amour Ouf manchmal den Blick für das emotionale Herz der Geschichte.

Liebeswirrwarr

L’Amour Ouf
Film | 2024
Kinostart: 16. Oktober 2024
Ab 23. Januar 2026 auf Netflix
Tragikomödie | Laufzeit: 2 Std. 45 Min.
Von Gilles Lellouche | Mit François Civil, Adèle Exarchopoulos, Mallory Wanecque, Malik Frikah
Nationalität: Frankreich

Mit L’Amour Ouf präsentiert Gilles Lellouche ein ambitioniertes Liebesepos, das durch eine demonstrative Inszenierung und eine sehr präsentierte Besetzung besticht. Zwischen Coming-of-Age-Geschichte, verhinderter Romanze und sozialer Chronik – der Film trägt seine stilistischen Übertreibungen und seine lange Dauer stolz zur Schau, um eine Liebe zu erzählen, die als zeitlos und unvergänglich gegen Wunden und Zeiten gedacht ist. Ein großzügiger, manchmal überbordender kinokünstlerischer Vorschlag, der in der Tradition eines zeitgenössischen französischen Films steht: eindrucksvoll, emotional und mitreißend.

Für weiterführende Tipps: Stöbern Sie auch in unserer Auswahl der Neuheiten bei Netflix im Januar, unserem Leitfaden zu Streaming-Highlights auf allen Plattformen sowie unserer heutigen Empfehlung Was Sie heute im Streaming entdecken können.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 23. Januar 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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