Die Echos der Vergangenheit, der mit Preisen bei den Cannes Filmfestspielen ausgezeichnete Drama, ist jetzt in den Kinos zu sehen.

Von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 14. Januar 2026 um 17:54
Die Echos der Vergangenheit von Mascha Schilinski, Preis der Jury bei den Cannes 2025, ist am 7. Januar 2026 in den Kinos erschienen. Ein deutsames Drama über Erinnerung und Zeit.

Les Échos du passé ist ein deutsches Drama, das von Mascha Schilinski inszeniert wurde und gemeinsam mit Louise Peter geschrieben wurde. Das Werk wurde beim Jury-Preis ex aequo beim Festival de Cannes 2025 ausgezeichnet. Seit dem 7. Januar 2026 läuft der Film nun in französischen Kinos. Es ist die erste Vorstellung der deutschen Regisseurin in Frankreich, nachdem Dark Blue Girl im Jahr 2017, der in Frankreich bislang unveröffentlicht blieb, erschienen war.

Der Film erzählt seine Geschichte über vier Jahrzehnte hinweg und begleitet vier junge Mädchen – Alma, Erika, Angelika und Lenka – die ihre Teenagerjahre durchleben. Obwohl sie in verschiedenen Epochen aufwachsen, spielt sich alles auf demselben abgelegenen Bauernhof im Norden Deutschlands ab. Trotz der zeitlichen Distanz scheinen ihre Leben miteinander verbunden zu sein, als würde der Ort die Spuren ihrer Geschichten bewahren.

Im Lauf der Jahre verändert sich das Haus, es wandelt sich, bleibt aber zugleich die Schatztruhe alter Erinnerungen. Alltagsgesten, Stillemomente und Schmerzen durchziehen die Wände und lassen eine fließende Erinnerungskette entstehen, in der Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Der Film erzählt auf diese Weise eine fragmentarische Geschichte, in der individuelle Schicksale ein gemeinsames Erzählbild formen.

Der Trailer zu Die Stimmen der Vergangenheit

Präsentiert in offizieller Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes, hat Les Échos du passé durch seine sinnliche Annäherung und seine montageübergreifende Erzählweise, die auf Dauer, den Off-Ton und die Erinnerungen an die Orte setzt, beeindruckt. Die Jury lobte ein Werk, das Identität und Zeit mittels einer klaren Regie und einer fragmentierten Erzählung erforscht.

Gedreht in Deutschland unter engen Produktionsbedingungen, basiert der Film auf der vertrauten Zusammenarbeit zwischen Mascha Schilinski und ihrem Kameramann Fabian Gamper, der bereits bei Dark Blue Girl mitgewirkt hat. Ihre gemeinsame Arbeit ist vor allem vom fotografischen Universum von Francesca Woodman inspiriert, was sich in den manchmal verschwommenen, fast geisterhaften Körperdarstellungen zeigt, die in den Raum integriert sind.

Mit seinem contemplativen Tempo und seiner anspruchsvollen formalen Gestaltung richtet sich der Film an ein Publikum, das Arthouse-Kino und sinnliche Erzählungen schätzt. Er erinnert an das europäische Kino, das die Erinnerung an Orte und die Schichten der Zeit sorgfältig im Blick behält – ähnlich wie Werke von Christian Petzold oder Jessica Hausner.

Die Echos der Vergangenheit
Film | 2026
Kinostart: 7. Januar 2026
Drama | Laufzeit: 2h29
Von Mascha Schilinski | Mit Hanna Heckt, Lena Urzendowsky, Laeni Geiseler
Originaltitel: In die Sonne schauen
Nationalität: Deutschland

Die Rückblicke

Mit Les Échos du passé präsentiert Mascha Schilinski ein ambitioniertes Werk über die bleibende Spur menschlicher Schicksale. Der Film verbindet verschiedene Frauenschicksale in einem gemeinsamen Raum, der die Zeit überdauert, und ist jetzt auf der großen Leinwand zu entdecken.

Um das Kinoerlebnis zu verlängern, schauen Sie sich die Kino-Neuheiten im Januar, die Charts der aktuellen Filme und unsere Auswahl der wichtigsten Dramen des Jahres an.

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Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 7. Januar 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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