In Entroncamento, einer kleinen Satellitenstadt in Lissabon, ist das Leben hart und der Handel zahlreich. Hier wurde Pedro Cabeleira geboren und hier spielt auch die Handlung (oder besser gesagt die Handlungen, denn es gibt viele) seines neuen Spielfilms - seines zweiten -, der den schlichten Namen der Stadt trägt und bei der Quinzaine des Cinéastes der Filmfestspiele von Cannes 2025 enthüllt wurde. Eine Stadt im Maßstab eines Viertels (oder vielleicht auch umgekehrt), in der jeder jeden kennt, sich beäugt und sich in Revierkämpfen und Loyalitätskonflikten bekämpft.
Auf der Flucht vor einer unruhigen Vergangenheit sucht Laura in Entroncamento Zuflucht in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Sie schließt sich einer desillusionierten Jugend an, die sich gar nicht so sehr von ihr unterscheidet. Zwischen Gewalt, Pech und Gier schlafen die Straßen der Stadt nie. Laut, mitreißend, Entroncamento schaut der Wahrheit ins Gesicht. Mit der Kamera auf der Schulter, in einem fast naturalistischen Stil, der größtenteils nachts gefilmt wird, ist Pedro Cabeleiras Werk ebenso ein Krimi mit synthetischer Musik wie eine soziale Chronik in den interlokalen Drogenkreisen.
Wo die Kleinkriminalität der jungen Ganoven dem Weg der erfahrenen Gangster folgt, bewegt sich die Vielzahl der Charaktere in der Sonderwelt dieser verfallenen Vorstadt, wo Begegnungen, Brüche und Verrat eine Gesellschaft am Rande begründen, die in einen Strudel aus Gewalt und Rache hineingezogen wird. Doch auch wenn die meisten von etwas Größerem träumen, werden es nicht alle schaffen.
Entroncamento wird bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 enthüllt. Ein Datum für die Veröffentlichung in den französischen Kinos ist noch nicht bekannt.
Synopsis: Auf der Flucht vor einer trüben Vergangenheit flüchtet Laura nach Entroncamento, um ihr Leben neu aufzubauen, und schließt sich einer desillusionierten Jugend an, die ihr gar nicht so unähnlich ist. Kann ehrliche Arbeit mit dem Ruf des Verbrechens konkurrieren? Gewalt, Pech, Gier und Loyalität herrschen auf den Straßen - jeder will ein besseres Leben.
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