Primate, der Horrorfilm von Johannes Roberts, läuft am Canal+ am Samstag, den 25. Juli 2026 um 21:06 Uhr. Im Kino gestartet im Januar 2026, versammelt dieser tierische Slasher Troy Kotsur, Johnny Sequoyah, Kevin McNally, Jessica Alexander, Victoria Wyant und Gia Hunter.
Eine Gruppe von Freunden trifft sich in einem abgelegenen Haus auf einer tropischen Insel, doch der Urlaub entwickelt sich rasch zum Albtraum. Die Bedrohung kommt von Ben, dem gezähmten Schimpansen der Familie, der sich durch Tollwut infiziert hat und außer Kontrolle geraten ist.
Gefangen in einer Falle müssen die Protagonisten ums Überleben kämpfen, gegen ein Tier, dessen Gewohnheiten sie kennen – und zu dem sich manche emotional hingezogen fühlen. Der Film verwandelt so eine paradiesische Kulisse in einen engen Raum, der eine Abfolge äußerst brutaler Auseinandersetzungen ermöglicht.
Von Johannes Roberts und Ernest Riera mitverfasst, die bereits bei 47 Meters Down zusammenarbeiteten, gehört Primate zur Tradition des Überlebensfilms und des tierischen Horrors. Der Schimpanse wird von Miguel Torres Umba unter Einsatz von Prothesen und praktischen Effekten dargestellt, die bevorzugt werden, um der Kreatur eine stärkere physische Präsenz zu verleihen.
Unsere Einschätzung zu Primate
Primate, Horrorfilm von Johannes Roberts, reiht sich klar in die Tradition von Creature-Features und von Slasher-Filmen mit tierischer Bedrohung ein, ohne seine Absichten zu verschleiern. In knapp einer Stunde dreißig entfaltet der Regisseur eine konzentrierte, gespannte Erzählung, in der ein infizierter Schimpanse zur unkontrollierbaren Gefahr wird. Kein überflüssiger Diskurs, keine überzeichnete Psychologie: Primate stürmt geradewegs nach vorn und setzt auf eine einfache, aber präzise ausgeführte Prämisse, die vor allem als sensorische Erfahrung gedacht ist.
Die große Stärke des Films liegt in seiner unmittelbaren Wirksamkeit. Rasch taucht Roberts das Publikum in ein Bad aus konfrontativer Gewalt und steigender Anspannung. Der Drang bleibt von den ersten Minuten an konstant, der Film profitiert deutlich von seiner kompakten Länge. In einer Zeit, in der viele Horrorfilme unnötig in die Länge gezogen werden, trifft Primate die salomonische Entscheidung zur Knappheit: Jede Szene erfüllt eine klare Funktion und jede Spannungssteigerung nährt die nächste.
Nicht zu übersehen ist die beeindruckende Arbeit rund um die Kreatur selbst. Der Schimpanse, verkörpert von Miguel Torres Umba durch praktische Effekte und Prothesen, wirkt erstaunlich realistisch. Die Sorgfalt, mit der sich seine Evolution im Körper zeigt — Blick, Haltung, Aggressivität — begleitet die dramaturgische Entwicklung des Erzählten hervorragend. Mit wachsender Wut verändert sich sein Körper, wodurch die Bedrohung immer greifbarer wird. Die Entscheidung für konkrete Effekte statt eines allzu computerisierten Monsterbildes verleiht dem Film eine organische Textur und eine rohe Gewalt, die im Genre selten so glaubwürdig wirkt.
Zwar bleibt das Drehbuch bewusst minimalistisch. Die menschlichen Figuren sind schemenhaft statt tiefgehend ausgearbeitet, und die Handlung sucht nie nach komplexen narrativen Umwegen zu überraschen. Doch dieser Vorwurf bedarf einer Nuancierung: Primate strebt nie danach, mehr zu sein als ein enger, viszeraler und raudfreier Horrorflick, der sich ganz dem sensorischen Eindruck verschreibt.
Die Einfachheit der Erzählung ermöglicht es dem Film genau dort zu fokussieren, wo es zählt: die Steigerung der Angst, die Choreografie der Gewalt und die Handhabung des Spannungsaufbaus. Johannes Roberts zeigt sich in der Inszenierung besonders geschickt, was das Crescendo angeht. Die blutigsten, manchmal auch expliziten Szenen sind sorgsam vorbereitet, und die Gewalt, wenngleich manchmal extrem, fügt sich vollends in die Logik des Films ein. Horror-Fans finden hier eine großzügige, spannende und stellenweise anstrengende Schau, eindeutig gedacht für ein publikum mit Erfahrung.
Schlussendlich erfüllt Primate exakt seinen Teil des Pakets. Er versucht weder, dem Genre neue Wege zu eröffnen, noch eine tiefgründige Botschaft über die menschliche Natur zu liefern, sondern bekennt sich ehrlich zu seinem status als gore- und nervenkitzelnder Unterhaltungsfilm. Der Film richtet sich vor allem an Zuseher, die tierischen Horror, effektive Slasher und starke Reize mögen. Wer ein anspruchsvolles Drehbuch oder unvergessliche Figuren erwartet, könnte enttäuscht werden; wer dem Genre aber zugeneigt ist, findet hier einen soliden, spannenden und bemerkenswert souverän gemachten Beitrag.
Schauen Sie sich den Trailer zu Primate an:
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