Visions, ein Psychothriller von Regisseur Yann Gozlan, wird am Dienstag, dem 21. Juli 2026 um 21:10 Uhr auf France 2 ausgestrahlt. An der Seite von Diane Kruger, Mathieu Kassovitz und Marta Nieto bietet der Film eine Reise an die Grenze zwischen Verlangen, Schuld und Paranoia, erzählt in einer Erzählung, in der sich Gewissheiten nach und nach auflösen.
Im Kino lief der Film Visions im Jahr 2023 und folgt der Pilotin Estelle, der alles zu gelingen scheint. Ihr Leben kippt, als sie zufällig auf Ana trifft, eine Frau, mit der sie vor Jahren eine leidenschaftliche Beziehung hatte. Diese Begegnung weckt vergrabene Gefühle und stürzt Estelle in eine Spirale, in der Erinnerungen, Fantasien und Wirklichkeit immer schwerer zu unterscheiden sind.
Nach Boîte Noire setzt Yann Gozlan seine Erkundung psychologischer Spannung fort, diesmal mit einer fesselnden Inszenierung und einer allmählich sich aufbauenden Spannung. Der Film ruht größtenteils auf der Glanzleistung von Diane Kruger, umgeben von Mathieu Kassovitz und der spanischen Schauspielerin Marta Nieto, in einem Beziehungsdreieck, in dem jeder eine Spur Wahrheit zu verbergen scheint.
Durch diese Erzählung rückt Visions gleichermaßen Lust, Manipulation und die Mechanismen der Besessenheit in den Mittelpunkt. Der Regisseur pflegt absichtlich eine Mehrdeutigkeit zwischen dem, was Fakt ist, und dem, was zur Wahrnehmung der Protagonistin gehört, und lädt das Publikum ein, jedes neue Element der Ermittlung zu hinterfragen.
Fans französischer Psychothriller, getragen von einer geheimnisvollen Atmosphäre und komplexen Figuren, können Visions auf France 2 entdecken oder erneut sehen – anlässlich dieser Ausstrahlung am frühen Abend.
Unsere Meinung zu Visions:
Ein fünf Sterne Ensemble, das einem hitchcockesken Thriller eine edle, klassische und reduzierte Inszenierung serviert — Yann Gozlans neues Projekt hatte alles, um zu überzeugen, und doch geht es schief. Der Filmemacher verliert sich zu schnell in seinen eigenen Mysterien und gelingt es nicht, den Zuschauer wirklich zu fesseln. Sein Anspruch ist riesig: Einen Thriller zu schaffen, der ebenso an Hitchcock wie an David Lynch erinnert (mehrere Bildsequenzen erinnern an Lost Highway), und dabei ein verschachteltes Spiel mit Hinweisen zu erzählen, deren Wegweiser ständig verwischt werden. Das hätte spannend sein können, doch die Struktur braucht zu lange, setzt sich zu oft in Wiederholungen fest und löst sich mit allzu großen Schritten auf. Und das ursprüngliche Ziel, den Zuschauer durch die Virtuosität der finalen Wendung zu beeindrucken, fällt schließlich ins Leere.
Insgesamt fehlt dem Film grob die Subtilität, doch glücklicherweise ist die Form deutlich interessanter als der Inhalt. Was die rein kamerale Umsetzung betrifft, erreicht Yann Gozlan den Höhepunkt seines Könnens. Er verlegt die Handlung in eine traumhafte Kulisse (eine abgelegene Bucht im Süden Frankreichs) und pflegt Bildausschnitt und Kamerabewegungen bis ins Detail, was das Auge des Publikums anspricht und Liebhaber schöner Bilder begeistert. Wer Mysteriöses und schöne Aufnahmen mag, wird dem Film dennoch etwas abgewinnen können.
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