Qui Brille au Combat ist ein dramatischer Spielfilm der Regisseurin Joséphine Japy, die hier ihr ersten eigenen Film nach einer erfolgreichen Karriere als Schauspielerin vorlegt. Das Werk wurde im Rahmen einer Sondervorführung beim Festival de Cannes 2025 gezeigt, genauer gesagt bei den Spezialvorstellungen. Der Film kam in französischen Kinos am 31. Dezember 2025 in die Kinos. Für die Hauptrollen konnte er u. a. Mélanie Laurent, Pierre-Yves Cardinal und Sarah Pachoud gewinnen.
Der Titel des Films leitet sich aus der etymologischen Bedeutung des Namens Bertille ab: „Diejenige, die im Kampf leuchtet“. Bertille ist das jüngste Kind der Familie Roussier, ein Mädchen mit einer schweren Behinderung, deren Diagnose lange Zeit ungewiss war. Um sie herum versucht die gesamte Familie, ihren Alltag in einem empfindlichen Gleichgewicht zu meistern, geprägt von Hoffnungen, Sorgen und ständiger Anpassung.
Madeleine und Gilles, die Eltern, versuchen, einen Anschein von Normalität zu wahren, während Marion, die Älteste, zu schnell erwachsen wird und mit Verantwortungen konfrontiert ist, die ihr Alter übersteigen. Jeder geht seinen Weg, zwischen bedingungsloser Liebe und emotionaler Erschöpfung, in einem Alltag, der vom Gesundheitszustand von Bertille abhängt.
Wenn schließlich eine neue Diagnose gestellt wird, erschüttert sie die bisherigen Überzeugungen und verändert die Spielregeln. Für diese Familie öffnet sich daraus eine völlig neue Perspektive, die sie dazu zwingt, ihre Zukunftspläne, Hoffnungen und ihren Umgang mit dem Kommenden neu zu überdenken.
Wer im Kampf leuchtet ist ein zutiefst autobiografischer Film. Joséphine Japy hat ihre eigene Geschichte sowie die ihrer Schwester verarbeitet, die im Erwachsenenalter mit dem Phelan-McDermid-Syndrom diagnostiziert wurde – einer seltenen genetischen Erkrankung, die die neurologische Entwicklung beeinträchtigt. Diese intime Ebene durchdringt sowohl das Drehbuch als auch die Inszenierung und wird auf unmittelbare Weise von den Gefühlen und stillen Momenten getragen.
Der Film bietet auch Joséphine Japy die Gelegenheit, Mélanie Laurent zu inszenieren, die sie bereits selbst als Schauspielerin in Respire (2014) auf der Leinwand erlebt hatte. Das Ensemble setzt sich außerdem aus mehreren Darstellern zusammen, die aus der Comédie-Française stammen, darunter Stéphane Varupenne und Birane Ba, was die Qualität des Films zusätzlich stärkt.
Gedreht im Herbst 2024 im Süden Frankreichs, besticht der Film durch eine schlichte Inszenierung, die den Fokus auf Körper, Blicke und den Lauf der Zeit legt. Joséphine Japy nennt als Referenzen Boyhood von Richard Linklater und Lady Bird von Greta Gerwig, da sie die Fähigkeit haben, die persönliche Entwicklung innerhalb eines familiären Rahmens authentisch einzufangen.
Wer im Kampf glänzt
Film | 2025
Kinostart: 31. Dezember 2025
Drama | Laufzeit: 1h40
Von Joséphine Japy | Mit Mélanie Laurent, Pierre-Yves Cardinal, Sarah Pachoud
Originaltitel: Wer im Kampf glänzt
Nationalität: Frankreich
Bei einer Sondervorstellung in Cannes gezeigt und anschließend auf mehreren internationalen Festivals präsentiert, bietet Qui Brille au Combat eine einfühlsame und authentische Perspektive auf Krankheit, Geschwisterbeziehungen und Elternschaft. Ohne Sentimentalität oder Showeffekte lässt der Film die komplexen Familienbande leuchten.
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