Die Marie-Claire-Affäre von Lauriane Escaffre und Yvo Muller, in einer Sondervorführung bei den Filmfestspielen in Cannes 2026

Von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 14. April 2026 um 17:28
Die Affäre Marie-Claire, Biopic von Lauriane Escaffre und Yvo Muller mit Charlotte Gainsbourg, ist für eine Sondervorführung beim Festival de Cannes 2026 ausgewählt. Kinostart am 4. November 2026.

Der Film L'Affaire Marie-Claire, von Lauriane Escaffre und Yvo Muller mitverfasst und gemeinsam inszeniert, ist in einer Sondervorführung beim Festival von Cannes 2026 ausgewählt. Dieses dramatische Biopic, getragen von Charlotte Gainsbourg, Cécile de France und Grégory Gadebois, erzählt den Bobigny-Prozess von November 1972, einen Wendepunkt im Kampf um die Entkriminalisierung der Abtreibung in Frankreich. Der Kinostart ist am 4. November 2026.

Der Fall Marie-Claire
Film | 2026
Kinostart: 4. November 2026
Biopic, Drama | Laufzeit: unbekannt
Von Lauriane Escaffre, Yvo Muller | Mit Charlotte Gainsbourg, Cécile de France, Grégory Gadebois
Nationalität: Frankreich
Sondervorführung – Festival de Cannes 2026

Im November 1972 steht die 16-jährige Marie-Claire Chevalier vor dem Gericht von Bobigny, weil sie nach einer Vergewaltigung illegal abtreiben ließ. Ihre Mutter und die Frauen, die ihr geholfen haben, stehen ebenfalls wegen Mitwirkung vor Gericht. Gegenüber steht ein Gesetz, das jedes Jahr Tausende von Frauen kriminalisiert.

Ihre Anwältin Gisèle Halimi wählt eine beispiellose Strategie: Sie weigert sich, sich schuldig zu bekennen und geht das Gesetz selbst an. Dieser radikale Schritt verwandelt einen Einzelfall in ein politisches Statement und macht den Gerichtssaal zu einer öffentlichen Bühne in Frankreich, das in der Frage der reproduktiven Rechte tief gespalten ist.

Charlotte Gainsbourg verkörpert Gisèle Halimi, eine engagierte Juristin, deren Prozess von Bobigny einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte der Frauenrechte in Frankreich markierte. Cécile de France spielt Michèle Chevalier, die Mutter von Marie-Claire, und Grégory Gadebois leiht Claude Faux sein Gesicht, einer der Unterstützerinnen der jungen Angeklagten. Saül Benchetrit übernimmt Marie-Claire Chevalier, begleitet unter anderem von Sarah Suco als Lucette Duboucheix und Florence Loiret Caille in der Rolle von Micheline Bambuck. Xavier Robic verkörpert den Staatsanwalt, der die Institution Justiz und das damalige Recht repräsentiert.

Die Angelegenheit Marie-Claire wird im Rahmen der Sondervorführung beim Cannes Filmfestival 2026 vor der landesweiten Veröffentlichung gezeigt. Diese Auswahl ordnet den Film unter Werke mit historischem und sozialem Gewicht ein, die das Festival außerhalb der offiziellen Konkurrenz in den Mittelpunkt stellt. Der Spielfilm reiht sich in die Tradition der Gerichtsfilme ein und verfolgt zugleich eine klare politische und erinnerungspolitische Dimension, indem er nachzeichnet, wie eine Strafakte zu einem Hebel sozialer Transformation werden konnte.

Um das Kinoerlebnis zu verlängern, schauen Sie sich die Kinostarts im November, die Filme, die man jetzt sehen sollte und unsere Auswahl historischer und biografischer Filme, die demnächst ins Kino kommen an.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 4. November 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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