Unter der Regie von Xavier Giannoli, der das Drehbuch gemeinsam mit Jacques Fieschi verfasste, reiht sich Les Rayons et les ombres nahtlos in die Tradition der historischen Epen des Filmemachers ein, nach Illusions perdues. Dieses historische Drama, angetrieben von Jean Dujardin, Nastya Golubeva und August Diehl, erzählt die wahre Lebensgeschichte von Jean und Corinne Luchaire während des Zweiten Weltkriegs. Der Film kommt am 18. März 2026 in französische Kinos.
Im Zentrum der Geschichte steht Jean Luchaire, ein einflussreicher Journalist während der Besatzungszeit, dessen Schicksal sich wandelt, als Frankreich immer tiefer in die Kollaboration abrutscht. Als gesellschaftliche und politische Figur bewegt er sich in einem Milieu, in dem persönliche Ambitionen, ideologische Kompromisse und Machenschaften allgegenwärtig sind. Seine Tochter Corinne wächst an seiner Seite auf, im Schatten dieser kontroversen Entwicklung, hin- und hergerissen zwischen familiärer Loyalität und Bewusstsein für die historischen Gegebenheiten.
Der Film untersucht die allmähliche Eskalation der Zusammenarbeit, ihre Mechanismen und die persönlichen Folgen. Durch die Beziehung zwischen Vater und Tochter stellt er Fragen zu Weitergabe, Verantwortung und der Art und Weise, wie eine Generation die Entscheidungen der anderen übernimmt. Ohne das tragische Ende dieser Entwicklung vorwegzunehmen, konzentriert sich die Erzählung auf die moralischen und emotionalen Spannungen, die die Familie Luchaire in einem gespaltenen Frankreich durchziehen.
In der Tradition großer französischer Historienepen der jüngeren Vergangenheit setzt dieser Film auf eine gründliche Recherche rund um die Figur Jean Luchaire, Journalisten und Presseleiter, der nach der Befreiung verurteilt wurde. Xavier Giannoli kehrt damit in ein thematisches Feld zurück, das er bereits zuvor erforscht hat: die Eliten und ihr Umgang mit den politischen und moralischen Umbrüchen einer ereignisreichen Epoche. Die Dreharbeiten fanden in Frankreich und Mitteleuropa statt, wobei besonderer Wert auf eine authentische Nachbildung der Kulissen und der Stimmung während der Besatzung gelegt wurde.
Mit seiner beeindruckenden Dauer von 3 Stunden und 15 Minuten sowie ambitionierter Erzählweise reiht sich das Werk in die Tradition dichte historische Dramen ein, ähnlich wie einige europäische Epen über den Zweiten Weltkrieg. Die Inszenierung legt den Fokus auf Zwischentöne, Schweigen und Moral-Krisen, wobei ein dramatischer Ton gehalten wird, der intime Chronik und politische Wiedergabe miteinander verbindet. Der Film richtet sich an ein Publikum, das komplexe historische Geschichten und vielschichtige Charakterporträts schätzt — in der Tradition von Werken, die die moralischen Grauzonen und Zerwürfnisse des 20. Jahrhunderts hinterfragen.
Die Strahlen und die Schatten
Film | 2026
Kinostart: 18. März 2026
Drama, Historie | Laufzeit: 3h15
Regie: Xavier Giannoli | Mit Jean Dujardin, Nastya Golubeva, August Diehl
Originaltitel: Les Rayons et les ombres
Herkunft: Frankreich
Mit Les Rayons et les ombres entwirft Xavier Giannoli ein historisches Epos, das den Fokus auf eine Vater-Sohn-Beziehung während der Wirren der Besatzungszeit legt. Durch die Verflechtung von politischer Entwicklung und persönlichem Drama beleuchtet der Film, wie individuelle Entscheidungen im Angesicht der Geschichte geprägt werden und welche bleibenden Spuren sie auf das Familienleben hinterlassen.
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