Geschrieben und inszeniert von Luc Besson, ist Nikita (1990) sowohl ein Meilenstein des französischen Actionfilms als auch ein packender Krimi-Thriller. Er folgt der erzwungenen Wandlung einer jungen Jugendlichen zur geheimen Agentin. Der Film, getragen von Anne Parillaud in der Hauptrolle und ergänzt durch Tchéky Karyo sowie Jean-Hugues Anglade, ist seit dem 3. Januar 2026 exklusiv auf HBO Max abrufbar.
Alles ändert sich schlagartig bei einem Überfall auf eine Apotheke, ausgeführt von einer Bande drogenabhängiger Krimineller: Die Lage eskaliert, es kommt zu einer Schießerei, und ein Polizist wird von Nikita erschossen. Zu lebenslanger Haft verurteilt, wird die junge Frau plötzlich von Bob, einem mysteriösen Mann in Verbindung mit den Behörden, aus ihrem Gefängnisdasein befreit. Er stellt ihr ein unmögliches Angebot: Sie soll heimlich für die Regierung arbeiten.
Beginnt eine mehrere Jahre dauernde, intensiven Trainingsphase, geprägt von Disziplin, emotionaler Kontrolle und dem Erlernen operativer Techniken. Zwischen rebellischen Phasen und Neuausrichtungen entwickelt sich Nikita zur Agentin, die undercover in der echten Welt agieren kann. Für Bob bleibt jedoch eine entscheidende Hürde: eine sogenannte „Validierungsmission“ unter extremen Bedingungen, mitten im öffentlichen Raum, bei der jeder Fehler sofort Konsequenzen hätte.
Veröffentlicht in Frankreich im Februar 1990, etabliert sich Nikita als Meilenstein des französischen Genrekinos, mit über 3,5 Millionen Kinobesuchen und einer starken internationalen Verbreitung. Der Film war außerdem der erste französische Streifen, der in den USA die Marke von fünf Millionen Dollar Umsatz überstieg (Quelle: Produktions- und Verleihdaten, die in damaligen Presseberichten und Betriebsergebnissen zitiert werden).
Der Spielfilm markiert auch den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Luc Besson und dem Kameramann Thierry Arbogast, die sich in mehreren wichtigen Werken des Regisseurs fortsetzen sollte (Léon, Das Fünfte Element, Joan of Arc). Was die Musik betrifft, trägt die Komposition von Eric Serra wesentlich zum akustischen Profil des Films bei, indem sie die innere Reise des Hauptcharakters ebenso untermalt wie die Mechanik des Suspense.
Abseits seiner Action-Handlung arbeitet Nikita stets mit dem Kontrast zwischen staatlicher Kontrolle und dem Wunsch nach Emanzipation. Dabei werden Trainingsräume gegen gesellschaftliche Szenen gestellt, in denen die Heldin lernen muss, eine Rolle zu spielen, um zu überleben. Der Film spricht vor allem Fans von Spionage-Thrillern und Geschichten über erzwungene Wandlungen an, in einer Richtung, die auch ein amerikanisches Remake (Code Name Nina, 1993) und eine Serienvariante inspiriert hat – ein Zeichen für die nachhaltige Wirkung des Konzepts.
Bei den César 1991 gewann der Film den Preis für die beste Schauspielerin, den Anne Parillaud erhielt, und wurde insgesamt neun Mal nominiert – ein Beweis für die große Wirkung des Films bei seiner Veröffentlichung. Nikita wurde zudem für den Golden Globe in der Kategorie „Bester ausländischer Film“ nominiert, was seine internationale Präsenz deutlich unterstreicht.
Nikita
Film | 1990
Kinostart: 21. Februar 1990
Ab dem 3. Januar 2026 auf HBO Max
Action, Krimi, Thriller | Laufzeit: 1h 57min
Regie: Luc Besson | Mit Anne Parillaud, Tchéky Karyo, Jean-Hugues Anglade
Originaltitel: Nikita
Produktion: Frankreich
Zwischen Polizei-Thriller und Spionagefilm bleibt Nikita ein Meilenstein im Werk von Luc Besson: eine Geschichte über Wandel und Kontrolle, erzählt durch eine Heldin, die zwischen Überleben, Identität und Freiheit zerrieben wird.
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