Tour de France 2026: Warum haben die Radfahrer keine Beinbehaarung?

Von Cécile de Sortiraparis, Graziella de Sortiraparis · Aktualisiert am 8. Juni 2026 um 12:25
Vielleicht haben Sie es bemerkt: Spitzenradfahrerinnen und -radfahrer haben völlig glatte Beine. Ästhetischer Reiz oder echter sportlicher Vorteil? Wir erklären, warum Fahrerinnen und Fahrer der Tour de France keine Haare mehr am Körper haben. Hier kommt eine kuriose Anekdote!

In Frankreich gibt es viele Traditionen. Zum Beispiel schauen im Juli alle das Tour de France, egal, ob man Fan des Radsports ist oder nicht! Es ist die Gelegenheit, erstklassigen Sport zu sehen, aber auch unser Land und seine Besonderheiten neu zu entdecken. Und apropos Besonderheiten, haben Sie bemerkt, dass die Fahrer des Tour glattrasiert sind? Nicht ein einziges Haar zu sehen unterhalb des Halses. Warum rasieren sich Radfahrer eigentlich?

Mehrere Gründe könnten diese Entscheidung erklären. Ästhetik und Gewohnheit können eine Rolle bei dieser systematischen Enthaarung spielen. Aber wenn Radfahrer sich die Beine und Arme rasieren, dann vor allem aus medizinischen Gründen.

« Es gibt regelmäßig Stürze und Verletzungen im Radsport. Dass ein Bein unbehaart ist, erleichtert das Desinfizieren und das Behandeln der Wunde schneller und die Heilung erfolgt rascher », erklärt so Yann Duploye, Leiter des Dienstes für den Sport bei La Voix du Nord. Meistens ähneln die Verletzungen eines Fahrers bei einem Wettkampf eher einer Verbrennung als einer Schnittwunde. Haare, die in eine verbrannte Stelle geraten, können ebenfalls zusätzliche Schmerzen verursachen.

Außerdem erhalten Spitzensportler nach jeder Etappe oft Massagen, um die Muskulatur zu lockern und die Regeneration zu beschleunigen. Diese intensiven Massagen sind deutlich angenehmer, wenn die Beinhaare nicht in alle Richtungen gezogen werden.

Aber damit nicht genug! Wenn Radfahrer ihre Haare loswerden, liegt das auch daran, dass sie sie verlangsamen. Einer sehr seriösen Studie von Specialized aus dem Jahr 2014 zufolge ermöglicht das Fehlen von Haaren an den Gliedmaßen dem Fahrer, einige kostbare Hundertstelsekunden zu gewinnen, und damit die Aerodynamik des Fahrers zu begünstigen. Die Athleten könnten rund 19 Sekunden auf 40 Kilometern gewinnen, nur indem sie sich die Arme rasieren!

Übrigens gehören Radrennfahrer nicht zu den Einzigen, die glattrasiert auftreten: Auch Schwimmer rasieren sich, um im Wasser schneller zu sein. Und ob ein Rasierapparat das fehlende Element wäre, um der nächste Tadej Pogacar zu werden?

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