Alexis Gruss, der Vater der Folies Gruss und Meister der Reitkunst, ist gestorben

Von Laurent de Sortiraparis · Aktualisiert am 7. April 2024 um 17:27
Alexis Gruss, Zirkuslegende und Meister der Reitkunst, starb im Alter von 79 Jahren und hinterließ ein unschätzbares Erbe, das die Welt des Showbusiness tief geprägt hat. Rückblick auf ein Leben, das den Zirkuskünsten gewidmet war.

Die Welt des Zirkus und der Reitkunst trauert ... Alexis Gruss, eine Ikone des traditionellen, doch modernen Zirkus, ist am vergangenen Samstag, dem 6. April 2024, im Alter von 79 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Geboren am 23. April 1944 in Bart im Doubs, war Alexis Gruss das letzte Glied einer langjährigen Zirkusfamilie, die ihre Leidenschaft bereits 1868 begründete. Er war nicht nur Reitermeister, Zirkusleiter und Musiker, sondern wurde auch von Fachkreisen hoch geschätzt und mit den bedeutendsten französischen Auszeichnungen für seine wertvollen Beiträge zur Reitkunst und zur Welt der Zirkuskunst gewürdigt.

Die Karriere von Alexis Gruss wurde durch einen mutigen stilistischen Bruch mit dem traditionellen Zirkus der 70er Jahre geprägt, als er 1974 den Cirque à l'Ancienne ins Leben rief, in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Silvia Monfort. Diese Initiative löste eine Revolution aus, bei der die Vorherrschaft der Reitkunst in den Mittelpunkt rückte und zahlreiche Nachahmer wie das Zingaro Reitertheater sowie das Centarre Theater inspirierten. Cirque à l'Ancienne und später Les Folies Gruss standen für eine Zirkusvision, bei der das Pferd im Zentrum der Show stand, was maßgeblich zu einer Erneuerung und Popularisierung der Zirkuskunst beigetragen hat.

Der Lebensweg von Alexis Gruss war auch geprägt von einer tiefen Leidenschaft für Lehre und die Weitergabe seiner Liebe zu den Reizkunst- und Zirkusdisziplinen. Sein Engagement hat Generationen von Künstlern inspiriert und so das Erbe seiner Familie bewahrt sowie die Zirkuslandschaft nachhaltig geprägt. 

Eine religiöse Zeremonie wird Alexis Gruss am Donnerstag, den 11. April um 9:30 Uhr in der Eglise Saint-Roch in Paris würdigen, um dem außergewöhnlichen Künstler die letzte Ehre zu erweisen. Sein Leben, das ganz der Perfektion im Zirkusreitkunst gewidmet war, findet hier seinen würdigen Abschied. Die Beisetzung erfolgt im Kreise seiner Familie, ganz im Sinne seines letzten Willens.

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