Die Schließungen von großen Einzelhandelsketten gehen reihenweise weiter. Nach der Ankündigung von C&A kündigte nun ein weiterer Gigant weitere Schließungen an. Die Ladenkette Gifi, die sich seit mehreren Monaten in Schwierigkeiten befindet, kündigte am Donnerstag die Schließung von elf Geschäften in Frankreich an, drei davon in der Region Île-de-France. Die Bazar-Kette, die mit einem harten Wettbewerb und wiederholten finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert ist, führt einen Plan zur Beschäftigungssicherung (PSE) durch, der den Abbau von 302 Stellen bzw. 5 % ihrer Belegschaft zur Folge hat.
In der Region Île-de-France sind die Geschäfte in :
sind von dieser Schließungswelle betroffen. Diese als unrentabel eingestuften Verkaufsstellen " konnten weder saniert noch übernommen werden ", so die offizielle Mitteilung der Gruppe. 116 Beschäftigte in den Geschäften sind direkt betroffen, ebenso wie 186 Beschäftigte am Hauptsitz in Villeneuve-sur-Lot (Lot-et-Garonne).
Der Konzern spricht von " unrentablen Geschäften " und einer dringenden Notwendigkeit, sein Geschäftsmodell anzupassen. Der Plan zur Sicherung der Beschäftigung (PSE) geht mit der Streichung von 302 Stellen auf nationaler Ebene einher. Das erklärte Ziel: Konzentration der Ressourcen auf die erfolgreichsten Verkaufsstellen und Verbesserung der betrieblichen Effizienz. Gifi erklärte, dass man auf diese Weise den neuen Erwartungen der Kunden besser gerecht werden wolle.
Gifi war bereits im Januar 2024 finanziell umstrukturiert worden und hatte dank der Intervention des Interministeriellen Ausschusses für industrielle Umstrukturierung (Comité interministériel de restructuration industrielle, Ciri) eine Umschuldung erhalten. Diese staatliche Unterstützung hatte es dem Konzern ermöglicht, seine finanziellen Verpflichtungen vorübergehend zu erleichtern. Gleichzeitig zog sich Philippe Ginestet, der das Unternehmen 1981 gegründet hatte, aus der operativen Führung zurück und übergab die Leitung an einen neuen Vorstand.
Doch diese Bemühungen reichten nicht aus. Das Unternehmen leidet unter zunehmender Konkurrenz, insbesondere durch Ketten wie Action oder Maxibazar und in jüngster Zeit auch durch E-Commerce-Plattformen wie Temu. Hinzu kommt ein Wechsel des IT-Systems im Jahr 2023, der den Betrieb des Konzerns ernsthaft beeinträchtigt hat. Trotz eines Umsatzes von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2024 verzeichnete Gifi das zweite Jahr in Folge Verluste, zum ersten Mal seit der Gründung des Unternehmens.
Die betroffenen Arbeitnehmer werden von Begleit- und Umschulungsmaßnahmen profitieren, obwohl die genauen Modalitäten noch im Detail festgelegt werden müssen. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, persönliche Unterstützung anzubieten, ohne dass dies den sozialen Schock einer solchen Ankündigung in den betroffenen Städten abschwächen würde.
Trotz eines Netzes von mehr als 570 Geschäften in Frankreich und eines geschätzten Umsatzes von 1,2 Milliarden Euro muss sich Gifi neu erfinden. Die Marke setzt auf eine Überprüfung ihres Produktangebots, eine Anpassung ihrer Preisstrategie und eine logistische Optimierung. Ein strategischer Lenkungsausschuss wurde eingerichtet, um diese Transformation mit Hilfe von Branchenexperten zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Die Aussichten für das Unternehmen sind weiterhin unklar. Intern wurde über einen Weiterverkauf des Unternehmens gesprochen, was beweist, dass die Situation weiterhin kritisch ist. Der den Gewerkschaften diese Woche vorgelegte Rettungsplan zielt darauf ab, das zu erhalten, was noch zu retten ist, indem die Aktivitäten auf die rentabelsten Gebiete konzentriert werden.
Die Schließung dieser drei Filialen in der Region Paris zeigt eine schwierige Anpassungsphase für die Marke, die nun versucht, ihren Platz auf dem immer stärker umkämpften Discountmarkt zurückzuerobern. Diese Schließungen markieren einen Wendepunkt für Gifi in der Pariser Region. Durch die Reduzierung der Standorte hofft die Marke, ihre Finanzen zu stabilisieren und der Konkurrenz gelassener entgegenzutreten. Aber mit drei Schließungen in dicht besiedelten Gemeinden bleibt das Signal an die Verbraucher und die Beschäftigten besorgniserregend. Die Zukunft von Gifi wird nun von seiner Fähigkeit abhängen, sein Geschäftsmodell in einem sich wandelnden Discountsektor neu zu erfinden.















