Einbruch im Louvre: Die vom Museum nach dem Diebstahl vom 19. Oktober angekündigten Sicherheitsmaßnahmen

Von Laurent de Sortiraparis · Fotos von Laurent de Sortiraparis · Aktualisiert am 20. November 2025 um 17:05
Nach dem Einbruch am 19. Oktober im Louvre kündigte die Leitung Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit des Geländes an. Überwachungskameras, Polizeipräsenz... Wir geben einen Überblick!

Die Sicherheit des Louvre steht mehr denn je unter Beobachtung... Das Louvre-Museumhat nach dem Einbruch vom 19. Oktober 2025, bei dem mehrere Juwelen aus dem Herzen des Pariser Museums gestohlen wurden, eine Reihe von Sofortmaßnahmen angekündigt. Bei ihrer Anhörung am Mittwoch inder Nationalversammlung kam die Präsidentin und Direktorin des Louvre, Laurence des Cars, auf diesen Einbruch und die Entscheidungen zur Verstärkung des Schutzes der Stätte zurück. Eine mit Spannung erwartete Rede, die von einer starken Medienpräsenz geprägt war und die Bedeutung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Sicherheit des meistbesuchten Monuments der Welt unterstreicht.

Vor den Abgeordneten erläuterte Laurence des Cars die Umstände, die zu dem Raubüberfall geführt haben könnten, und stellte eine Reihe von Sofortmaßnahmen vor, mit denen eine Wiederholung eines solchen Vorfalls verhindert werden soll. Sie erklärte insbesondere, dass das Museumdie Installation von Kameras rund um das Gebäude beschleunigen werde, wie unsere Kollegen von 20 Minutes berichten.„Wir werden die Installation von Überwachungskameras [...] beschleunigen, um einen vollständigen Schutz des Museumsgeländes zu gewährleisten. Bis Ende 2026 werden hundert Kameras installiert sein”, erklärte sie. Diese Maßnahme soll eine Lücke schließen, auf die bereits am Tag nach dem Diebstahl hingewiesen wurde.

Visuels Musée du LouvreVisuels Musée du LouvreVisuels Musée du LouvreVisuels Musée du Louvre

Verstärkung der internen Sicherheitsvorkehrungen und erhöhte Polizeipräsenz

Ergänzend zu dieser verstärkten Überwachung kündigte Laurence des Cars die baldige Einrichtung eines„mobilen Vorposten der Nationalpolizei [...] innerhalb des Louvre-Geländes” an. Diese interne Polizeipräsenz soll die Mängel beheben, die nach dem Einbruch von Kriminellen festgestellt wurden, denen es gelungen war, acht Kronjuwelen am helllichten Tag zu stehlen. Trotz der Anklage und Inhaftierung von vier Verdächtigen sind die gestohlenen Stücke, deren Wert auf 88 Millionen Euro geschätzt wird, weiterhin unauffindbar.

Diese Ankündigungen erfolgen auch vor dem Hintergrund institutioneller Kritik. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht kam der Rechnungshof zu dem Schluss, dass das Museum„sichtbare und attraktive Maßnahmen zum Nachteil der Sicherheit bevorzugt” habe. Während der Anhörung wies der Abgeordnete Alexis Corbière auf die„erheblichen Verzögerungen bei der Anpassung der technischen Infrastruktur an die Normen und der Restaurierung des Palastes” hin. Diese Bemerkungen ergänzen die wiederholten Warnungen der Gewerkschaften hinsichtlich der Personalknappheit, die sich auf die Überwachung eines 73.000 m² großen Geländes mit fast 35.000 Werken auswirkt.

Eine für die Öffentlichkeit geschlossene Galerie und aufgedeckte strukturelle Schwachstellen

Über die direkt mit dem Raubüberfall verbundenen Maßnahmen hinaus sieht sich das Louvre-Museum auch mit strukturellen Problemen konfrontiert. Am Montag kündigte die Einrichtung die vorübergehende Schließung der Galerie Campana an, die neun Säle mit antiker griechischer Keramik umfasst, aufgrund der„besonderen Fragilität” bestimmter Balken. Diese Entscheidung folgt den Schlussfolgerungen eines kürzlich vorgelegten technischen Berichts, der ein Risiko im Zusammenhang mit dem Zustand des Gebäudes aufzeigt.

Diese Schließung, die als„Vorsichtsmaßnahme” dargestellt wird, verdeutlicht eine weitere große Herausforderung für das Museum: die Instandhaltung und Restaurierung eines historischen Gebäudes, das teilweise dringend renoviert werden muss. Diese Faktoren machen deutlich, dass sich die Sicherheit des Louvre nicht auf die Verhinderung von Einbrüchen beschränkt, sondern auch den Schutz des Gebäudes und der darin befindlichen Kunstwerke umfasst.

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Eine unter Druck stehende Verwaltung und eine geschwächte Leitung

Nach dem Diebstahl am 19. Oktober hatte Laurence des Cars ihren Rücktritt angeboten, der jedoch abgelehnt wurde. Zwischen der Sicherung der Umgebung, der Aufstockung des Personals und der Anpassung an technische Standards steht die Leitung des Louvre vor einer großen Aufgabe, um das Vertrauen in die Verwaltung des größten Museums der Welt wiederherzustellen.

Die angekündigten Maßnahmen sind erste Reaktionen auf eine Situation, die von vielen institutionellen Akteuren als besorgniserregend angesehen wird. Sie sind Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, den Schutz des Museums, seines Kulturerbes und seiner Besucher zu gewährleisten, zu einer Zeit, in der die Sicherheit von Kultureinrichtungen im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte steht.

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