Ein für den 13. Januar 2026 geplannter Streik bei der SNCF

Von My de Sortiraparis · Fotos von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 18. Dezember 2025 um 12:12 · Veröffentlicht am 18. Dezember 2025 um 10:01
Trotz einer 400-Euro-Prämie im Dezember und der Sozialabgaben von Jean Castex ruft die Gewerkschaft Sud Rail für den 13. Januar 2026 zu einem Streik bei der SNCF auf. Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 400 Euro.

Am 13. Januar 2026 findet die jährliche Gehaltsrunde bei der SNCF statt, und der Süd-Bahn-Verband ist entschlossen, sich nicht geschlagen zu geben. Die Gewerkschaft hat eine Arbeitsniederlegung für die Lokführer und Kontrollierer an diesem richtungsweisenden Tag angekündigt, an dem die obligatorischen jährlichen Verhandlungen (NAO) des Bahnkonzerns stattfinden. Ein strategischer Termin, um Druck auf die Geschäftsleitung aufzubauen und eine generelle Gehaltserhöhung von 400 Euro pro Monat für alle Bahnmitarbeiter durchzusetzen.

Seit seiner Übernahme der Leitung der SNCF Anfang November 2025 hat Jean Castex zahlreiche Geste gegenüber den Gewerkschaften gemacht, um Arbeitsniederlegungen zu vermeiden – insbesondere zum Jahresende. Der Vorstandsvorsitzende kündigte eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 400 Euro für die Dezember-Lohnabrechnung an, um die Kaufkraft der Mitarbeitenden zu stärken und die erwarteten positiven wirtschaftlichen Ergebnisse für 2025 vorwegzunehmen, die sich bereits mit einem Nettogewinn von 950 Millionen Euro im ersten Halbjahr abzeichnen. Das Konzern hat außerdem die Verlängerung der Sozialabkommen in den zahlreichen Tochtergesellschaften bestätigt, die im Rahmen der Deregulierung entstanden sind, und die jährlichen Verhandlungen auf den 13. Januar vorgezogen.

Doch für Sud Rail sind diese Maßnahmen inakzeptabel. In einer Mitteilung an die Mitarbeitenden bezeichnet die Gewerkschaft die angekündigte Prämie als „Scherz“ und betont, dass „damit nichts gelöst ist“. Die Gewerkschaft kritisiert die beeindruckenden Finanzzahlen des Konzerns: Während die SNCF voraussichtlich mehr als 2 Milliarden Euro Gewinn für 2025 melden wird, erscheint diese einmalige Prämie bei weitem unzureichend. Sud Rail bekräftigt ihr klares Ziel: eine allgemeine Lohnerhöhung von 400 Euro monatlich durchzusetzen. Nach ihren Berechnungen würde diese Maßnahme das Unternehmen etwa 1,2 Milliarden Euro kosten – eine Summe, die sie angesichts der erzielten Gewinne für „finanzierbar“ halten.

Was ist das Ziel des Streiks am 13. Januar 2026?

Der von Sud Rail eingereichte Streikankündigung betrifft nicht alle Bahnmitarbeiter, sondern richtet sich gezielt an Triebfahrzeugführer und Fahrdienstkontrolleure, zwei zentral wichtige Gruppen für den reibungslosen Betrieb im Schienenverkehr. Die Absichtserklärung des neuen Chefs wird die Triebfahrzeugführer nur dann zufriedenstellen, wenn sie spürbare Fortschritte in der Praxis sehen. In ihrem Kommuniqué betonen sie: „Wir erwarten im Jahr 2026 keine punktuellen Maßnahmen, sondern eine tiefgreifende Veränderung der Lohnpolitik bei der SNCF.“

Sud Rail ist die einzige Organisation, die eine monatliche Pauschalerhöhung von 400 Euro fordert. Diese Maßnahme würde die Einkommensunterschiede in der Hierarchie der Löhne nicht verschieben. Die Gewerkschaft argumentiert, dass trotz Lohnerhöhungen im Einklang mit der Inflation in den letzten Jahren die Kaufkraft der Bahnmitarbeiter nicht gestärkt wurde, da die Verbraucherpreise weiterhin rund 13% über dem Stand von September 2021 liegen.

Werden die anderen Gewerkschaften sich dem Aufruf anschließen?

Derzeit hat nur die Südbahn-Genossenschaft offiziell einen Streikaufruf für den 13. Januar eingereicht. Allerdings könnte sich die Lage rapidement ändern. Die CGT Cheminots schlägt den Gewerkschaften Unsa, Südbahn und CFDT ein Treffen vor, um gemeinsame Grundlagen für eine Koalitionsplattform zu schaffen. Wenn diese Initiative gelingt, könnte daraus eine vereinte Gewerkschaftsfront entstehen, die den Druck auf die Arbeitgeberseite bei den Verhandlungen im Januar deutlich verstärken würde.

Die CGT möchte ebenfalls das Thema Lohnpolitik in den Mittelpunkt der Verhandlungen rücken und deutet bereits eine landesweite Aktion aller Dienste an. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um abzuschätzen, ob weitere Gewerkschaften sich dem von Sud Rail gestarteten Protest anschließen.

Und was ist über die Weihnachtsfeiertage los?

Gute Nachrichten für alle, die während der Feiertage reisen möchten: Im Gegensatz zu den Vorjahren, die häufig von Störungen geprägt waren, bleibt die Lage für Weihnachten 2025 ruhig. Verkehrsminister Philippe Tabarot zeigt sich zufrieden mit der entspannten Situation bei der SNCF. Die Zahlen sprechen für sich: Mit 5 Millionen verkauften Bahntickets für die Weihnachtsferien zeugt das Vertrauen der Reisenden in die Zuverlässigkeit des Services.

Diese vorübergehende Ruhe während der Feiertage ist vor allem auf die Strategie von Jean Castex zurückzuführen, der vor den Ferien zahlreiche soziale Maßnahmen angekündigt hat. Die Verschiebung des Konflikts bis Mitte Januar soll einen Stillstand im Verkehrsnetz während einer der geschäftigsten Zeiten des Jahres verhindern. Kurz gesagt, Sie können beruhigt Ihre Familie zu Weihnachten besuchen. Wenn Sie jedoch Anfang Januar unterwegs sein möchten, empfiehlt es sich, die Entwicklung der angekündigten sozialen Bewegung genau im Auge zu behalten.

Um stets auf dem Laufenden zu bleiben und mögliche Störungen im Bahnverkehr vorauszusehen, empfiehlt es sich, regelmäßig die offizielle Webseite der SNCF zu besuchen, die aktuelle Fahrplanung und Verkehrsaussichten veröffentlicht. Auch die Webseiten der Gewerkschaften wie Sud Rail oder die CGT Cheminots informieren über bevorstehende Arbeitskampfmaßnahmen. Die Lage sollte sich in den kommenden Wochen klären, insbesondere im Hinblick auf den entscheidenden 13. Januar, an dem wichtige Weichen für die zukünftige Tarifpolitik des Bahngesellschaft gestellt werden.

Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Am 13. Januar 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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