Nach der vorübergehenden Blockadenpause zu Weihnachten nehmen die Landwirte ab Montag, dem 5. Januar 2026, in fast ganz Frankreich wieder ihre Protestaktionen auf. Und die Wut ist weiterhin groß. Grund dafür sind die obligatorischen Schlachtungen aufgrund der ansteckenden Knotenflechte sowie das potenzielle Freihandelsabkommen mit dem Mercosur, das am 12. Januar zwischen der EU und den lateinamerikanischen Handelspartnern unterzeichnet werden könnte.
Um die Gemüter zu beruhigen, wird Premierminister Sébastien Lecornu diese Montag und Dienstag die landwirtschaftlichen Gewerkschaften treffen. Die Coordination rurale (CR) hat bereits zu einer großen Demonstration an diesem Donnerstag, 8. Januar 2026 in Paris aufgerufen. Auf France Info bestätigte ihr Präsident Bertrand Venteau zudem den Zug der Traktoren in Richtung Hauptstadt. „Es organisieren sich friedliche Konvois, die nach Paris aufsteigen“, erklärte er am Montagmorgen, wobei er hinzufügte, dass bereits Traktoren diese Montagmorgen die Loire überquert hätten. Aber der Hauptteil der Truppen werde laut Gewerkschafter am Dienstag aufbrechen.
Derzeit ist noch unklar, wie groß diese erneute landwirtschaftliche Protestaktion ausfallen wird und welchen Kurs die Demonstration in Paris nehmen wird. Die Koordination Rurale plant jedoch eine große Versammlung. „Wenn die Demonstranten nicht von den Ordnungskräften daran gehindert werden, nach Paris zu ziehen, denke ich, dass wir in Paris sehr zahlreich vertreten sein werden“, sagte Bertrand Venteau im Gespräch mit France Info und betonte gleichzeitig, dass es nicht darum gehe, „zunächst einmal die Menschen an der Arbeit zu hindern“.
Vor dem Hintergrund organisieren sich an diesem Montag landesweit Streiks und Blockaden. Wie unsere Kollegen von HIER berichten, sind mehrere Straßenblockaden im Gange, vor allem in Isère, der Drome, Haute-Garonne sowie im Gard und im Puy-de-Dôme.
Zur Erinnerung: Sébastien Lecornu wird am 5. Januar um 15 Uhr mit den Junglandwirten sprechen, gefolgt von einem Gespräch mit der Koordination Rurale um 18 Uhr. Am 6. Januar empfängt der Premierminister die FNSEA sowie die Confédération paysanne, jeweils um 17:30 Uhr.















