Am Samstag 28. Februar 2026, erwartet uns am Abendhimmel ein besonderer astronomischer Höhepunkt. Sechs Planeten unseres Sonnensystems – Merkur, Venus, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – versammeln sich in einer kleinen Himmelsregion und zeichnen einen beeindruckenden Lichtbogen von Westen nach Osten nach.
Für alleAstronomie-Fans und Neugierige ist das eine perfekte Gelegenheit, den Himmel zu beobachten – ganz ohne den Besuch eines Observatoriums. Aus Paris und ganz Île-de-France wird dieses planetarische Alignierung-Phänomen sichtbar sein, vorausgesetzt, man findet einen freien Blick nach oben und ist zur richtigen Zeit draußen.
Nicht alle Planeten präsentieren sich so einfach am Himmel. Venus, die mit einer Helligkeit von -3,9 leuchtet, ist nach dem Mond das hellste Objekt am Himmel – einfach unübersehbar. Jupiter, mit seiner Magnitude von -2,4, ist ebenfalls im östlichen Himmel gut sichtbar und fällt sofort ins Auge. Saturn, erkennbar an seinem goldenen Farbton und seinem konstanten, nicht funkelnden Licht, steht auf halber Höhe. Diese drei Planeten sind mit bloßem Auge sichtbar, ebenso wie Merkur – obwohl letzterer tief am Horizont im Westen bleibt und nur etwa eine Stunde im Dämmerungshimmel sichtbar ist.
Bei Uranus und Neptun ist allerdings besondere Ausrüstung gefragt. Mit starken Ferngläsern lassen sich Uranus, hoch oben im Sternbild Stier, in der Nähe des Plejaden-Clusters, erkennen. Neptun hingegen versteckt sich etwa 1° von Saturn entfernt im Sternbild Fische und ist nur durch ein Teleskop sichtbar. Die Cité de l'espace weist zudem darauf hin, dass die Beobachtungszeit begrenzt ist und es eine echte Herausforderung bleibt, die sechs Planeten gleichzeitig zu sehen – vor allem wegen ihrer Nähe zum Horizont.
Damit Sie im Sternenhimmel nicht den Überblick verlieren, empfiehlt sich die kostenlose App Star Walk 2. Sie bietet eine Funktion namens Planet Walk, die Ihnen in Echtzeit mithilfe von Augmented Reality den Weg weist – einfach das Smartphone gen Himmel richten. Ein praktisches Werkzeug, um einen Planeten von einem Stern zu unterscheiden: Während Planeten konstant leuchten, funkeln Sterne meist unregelmäßig.
Das Rezept ist simpel: einen klaren westlichen Horizont suchen und dort Platz nehmen, sobald der Himmel dunkler wird – etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. In der Praxis bedeutet das in der Hauptstadt oft einen Ausflug auf die Höhen von Montmartre, einen Spaziergang im Bois de Vincennes oder Boulogne, oder auch einen Ausflug außerhalb des Autobahnrings, um der Lichtverschmutzung zu entkommen. Je dunkler der Himmel, desto besser lassen sich Uranus und Neptun beobachten.
Für alle, die noch tiefer in die Astronomie eintauchen möchten, bietet die Französische Astronomische Gesellschaft regelmäßig öffentliche Beobachtungsabende und Vorträge an und kann bei der Suche nach lokale Clubs behilflich sein. Das Magazin Ciel & Espace veröffentlicht ebenfalls eine Sonderausgabe zum Himmel im Jahr 2026, die eine praktische Orientierungshilfe für nächtliche Himmelsbeobachtungen im Laufe des Jahres bietet. Für einen umfassenden Überblick über die kommenden astronomischen Ereignisse ist die Website des IMCCE — Institut de mécanique céleste et de calcul des éphémérides, das dem Pariser Observatorium angehört, die erste Anlaufstelle.
Was das Timing betrifft, so werden nicht alle Planeten gleichzeitig sichtbar sein: Merkur und Venus werden zuerst untergehen, gefolgt von Saturn und Neptun, danach erscheint Uranus, während Jupiter erst deutlich später in der Nacht den Abschluss bildet. Wer alle Himmelskörper auf einmal beobachten möchte, sollte sich in den ersten Minuten nach der Dämmerung an den Himmel stellen.
Am 28. Februar 2026 wird die Sonne in Paris gegen 18:30 Uhr untergehen. Der beste Beobachtungszeitraum liegt daher zwischen 19:00 und 19:30 Uhr, also etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel dunkel genug ist, damit die Planeten sichtbar werden.
So wird die Veranstaltung zeitlich ablaufen:
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Termin findet zwischen 19:00 und spätestens 19:30 Uhr statt, wenn Sie die Chance haben möchten, alle sechs Planeten gleichzeitig zu sehen. Nach diesem Zeitraum bleibt das Schauspiel zwar noch schön, mit drei oder vier Planeten am Himmel, doch Merkur wird dann nicht mehr dabei sein.
Es ist wichtig zu wissen, dass laut Star Walk der 28. Februar einen Median-Peak markiert: Die Konstellation bleibt in den meisten Regionen noch einige Tage davor und danach sichtbar. Für Frankreich und Nordeuropa könnten je nach genauer Lage die Bedingungen am 1. März sogar noch etwas besser sein.
Ein abschließender Hingucker, der der Szene zusätzlichen Charakter verleiht: Der Mond, der etwa zu 90 % erleuchtet ist, wird an diesem Abend etwa 4° von Jupiter entfernt stehen. Er wird die Nacht hell und strahlend erleuchten, wodurch die Beobachtung von Uranus etwas anspruchsvoller wird — doch für alle, die zum richtigen Zeitpunkt den Blick nach oben richten, ergibt sich eine beeindruckende Gesamtszenerie.
Termine und Öffnungszeiten
Von 28. Februar 2026 bis 1. März 2026
Empfohlenes Alter
Für alle















