Die Sturmflut Goretti zieht über den Nordwesten Frankreichs und zwingt die SNCF zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Um zu verhindern, dass Züge bei den gefährlichen Wetterbedingungen auf freier Strecke liegen bleiben, hat SNCF Réseau beschlossen, den Zugverkehr ab diesem Donnerstag, 8. Januar 2026 schrittweise einzustellen.
Neben den TER-Verbindungen gibt es auch bei den TGV-Zügen erhebliche Beeinträchtigungen am Bahnhof Montparnasse. Der TGV um 16:57 Uhr Richtung Brest wird ausnahmsweise in Morlaix enden und ist 15 Minuten verspätet, ebenso wie der Zug nach Quimper. Außerdem wurden alle Züge nach Nantes gestrichen.
Ab 19 Uhr werden zunächst die Linien betroffen sein, die die Gegend um die Manche bedienen. Die Strecken Paris - Lisieux - Caen - Cherbourg, Paris - L'Aigle - Argentan - Granville und Caen - Granville - Rennes werden eingestellt. Ab 22 Uhr wird der Bahnbetrieb im gesamten Normandie eingestellt, wodurch die Departements Calvados, Orne und Seine-Maritime betroffen sind. Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit Météo-France getroffen, um sowohl die Reisenden als auch das Personal vor den heftig bliesenden Winden und der Gefahr umgestürzter Bäume auf den Gleisen zu schützen.
Für die Pariser, die in den nächsten Tagen nach Normandie reisen oder dorthin zurückkehren wollten, müssen ihre Pläne verschieben. Die gewohnten Verbindungen vom Gare Saint-Lazare nach Caen, Rouen oder Cherbourg werden während dieser Zeit vollständig ausgesetzt. Es wird empfohlen, regelmäßig die SNCF Connect-App zu prüfen, um stets die aktuellen Informationen zur Situation zu erhalten.
Die Bahnstrecken zwischen Paris und der Normandie gehören zu den am stärksten betroffenen. Wer geplant hatte, an die normannische Küste zu reisen oder nach Paris zurückzukehren, muss sich auf Verzögerungen einstellen. Die Linien Paris - Caen - Cherbourg und Paris - Granville stellen ab 19 Uhr an diesem Donnerstag den Betrieb ein. Es ist also unmöglich, während des Sturms Goretti mit dem Zug in den Cotentin oder in die Bucht des Mont-Saint-Michel zu gelangen.
In den Hauts-de-France zeichnet sich für Freitag eine schwierige Lage ab. Kein Regionalzug wird am Morgen bis in die Nachmittagsstunden fahren. Reisende aus der Île-de-France, die Verbindungen nach Amiens, Lille oder Calais haben, sollten sich auf alternative Routen einstellen. Die offizielle Website der TER Hauts-de-France bietet aktuelle Informationen zur schrittweisen Wiederaufnahme des Verkehrs.
Die Sperrung wird so lange andauern, wie die Wetterbedingungen gefährlich bleiben. In Normandie sind die Fahrten ab Donnerstagabend eingestellt, und die Wiederaufnahme hängt vom Verlauf des Sturms Goretti während der Nacht ab. In den Hauts-de-France wird man mindestens bis zur Mittagszeit am Freitag warten müssen, bevor mit einer Wiederaufnahme des Zugverkehrs gerechnet werden kann.
Die SNCF rät allen Reisenden, ihre nicht dringend notwendigen Fahrten vorerst zu verschieben. Falls Sie Tickets für diese Strecken besitzen, können Sie diese kostenlos umbuchen oder erstatten lassen – bequem über SNCF Connect. Für Pariser, die momentan in der Normandie oder im Norden feststecken, heißt es Geduld bewahren und die offiziellen Ankündigungen zur Wiederaufnahme des Betriebs auf den Social-Media-Kanälen von SNCF Voyageurs genau verfolgen.
Kurz gesagt: Wenn Sie vorhaben, diese Regionen ab Paris oder der Île-de-France zu erreichen, sollten Sie Ihre Reise lieber verschieben. Die Sturm Goretti ist kein Spaß, und Sicherheit hat immer Vorrang. Den aktuellen Stand der orange- und roter-Warnungen können Sie auf der Website von Météo-France verfolgen und regelmäßig den Verkehrsstatus der SNCF prüfen, um Ihre Reise sorgenfrei zu planen.
Termine und Öffnungszeiten
Von 8. Januar 2026 bis 9. Januar 2026















