Die Kommunalwahlen fanden in Paris am 15. und 22. März 2026 statt. Dieses Jahr gab es jedoch eine greifende Veränderung des Wahlverfahrens in Paris, resultierend aus einer Reform, die vom Parlament verabschiedet und im August 2025 vom Verfassungsgericht bestätigt wurde. Das Gesetz, das das Wahlrechtssystem, das seit dem sogenannten PLM-Gesetz von 1982 galt, abändert, führte erstmals in Paris eine Doppelpaarung am selben Tag ein, um örtliche Vertreter zu wählen.
Konkret bedeutete das: Jeder Wähler in Paris musste ab sofort zweimal im selben Wahlbüro seine Stimme abgeben. Beim ersten Mal wählte er die Bezirksräte, die wiederum den oder die Bürgermeister(in) des Arrondissements bestimmen; beim zweiten Mal stimmte er für die Stadträte, die im Gemeinderat sitzen und an der Wahl des oder der Bürgermeister(in) von Paris beteiligt sind.
In beiden Fällen blieb die Wahl eine Listenwahl, paritätisch, in zwei Runden und nach proportionalen Regeln mit einer Mehrheitsprämie organisiert. Im Pariser Stadtrat erhielt die führende Liste 25 % der Sitze, während die restlichen Sitze anteilig an die Listen verteilt wurden, die die erforderliche Hürde übersprungen hatten. Bei den Bezirksräten lag die Mehrheitsprämie bei 50 % der Sitze.
Dieses neue Wahlsystem hat die Wahlmechanik in Paris deutlich verändert, indem es die Wahl der Bezirksvertreter klar von der Wahl der städtischen Vertreter trennt und dem Wahlvolk eine direktere Einflussmöglichkeit auf die Entscheidungen gibt.
Im 11. Arrondissement sowie in anderen Teilen der Hauptstadt wurden die Wähler aufgefordert, lokale Listen zu wählen, die Teams für die Vertretung im Stadtbezirk sowie für Paris als Ganzes aufstellen.
Am rechten Seine-Ufer gelegen, zwischen den Vierteln République, Bastille und Oberkampf, ist der 11. Arrondissement von Paris ein lebendiges Viertel, das für seine Dichte, seine kulturelle Vielfalt und sein pulsierendes Ambiente bekannt ist. Historisch hat es sich rund um Handwerksbetriebe und Werkstätten entwickelt, insbesondere im Holz- und Metallhandwerk.
Heute bewahrt das Viertel seinen produktiven Geist und hat sich gleichzeitig zu einem begehrten Ort für Cafés und kleine unabhängige Läden entwickelt. Zahlreiche Durchgänge und Innenhöfe zeugen von seiner industriellen Vergangenheit. Die lokale Bevölkerung ist vergleichsweise jung, geprägt von vielen Studierenden, Kreativen und Unternehmern.
Der 11. Bezirk ist bekannt für sein nächtliches Leben und seine Kulturszene, mit zahlreichen Konzertsälen, die ihn zu einem wichtigen künstlerischen Hotspot machen. Doch auch tagsüber hat das Viertel viel zu bieten: lebendige Quartiermärkte, pulsierende Straßen und einige grüne Oasen, die zum Verweilen einladen. Ein Bezirk, der Geschichte, moderne Energie und urbane Kreativität auf faszinierende Weise vereint!
Im 11. Arrondissement steht die Frage im Raum, wer die Nachfolge von François Vauglin (Sozialistische Partei) antreten wird – dem einzigen Bezirksbürgermeister, der bei den Wahlen nicht erneut kandidiert. Die Ergebnisse finden Sie unten.
Häufig gestellte Fragen zu den Kommunalwahlen 2026 in Paris: Ihre Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Wahl
Während die Kommunalwahlen immer näher rücken, häufen sich die Fragen bei den Wählern: Wann findet die Abstimmung statt? Wie funktioniert eine Vollmacht? Wie werden die Bürgermeister von Paris und den Arrondissements gewählt? Und was sind die wichtigsten praktischen Hinweise? Hier sind die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen! [Mehr lesen]



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