Am Donnerstag, dem 18. Juni 2026 rufen mehrere Gewerkschaften die Beschäftigten der Pariser Flughäfen zu Mobilisierung auf. Die Bewegung richtet sich gegen die drei großen Standorte im Großraum Paris: Roissy-Charles-de-Gaulle, Orly und Le Bourget, wie franceinfo. Im Zentrum des Konflikts stehen Sicherheitsfreigaben, die zwingend nötig sind, um ein Badge zu bekommen und in den reservierten Zonen der Flughäfen arbeiten zu dürfen. Ohne dieses begehrte Siegel ist vielen Beschäftigten der Zugang zu ihrem Arbeitsplatz unmöglich.
Die Gewerkschaften schätzen, dass die Vergabe- und Erneuerungsregeln für diese Ausweise seit dem Amtsantritt eines neuen Präfekten zur Sicherheit der Flughäfen im Sommer 2024 verschärft wurden. Sie befürchten, dass Arbeitnehmer Ausweise wegen alter, geringfügiger oder nicht direkter sicherheitsrelevanter Vorfälle entzogen bekommen könnten. Für sie könnten die Folgen gravierend sein: Ohne Berechtigung könnten Mitarbeiter arbeitsunfähig werden, mit einem Risiko für ihr Beschäftigungsverhältnis. Die Intersyndikale fordert insbesondere die Schaffung einer paritätischen Kommission zur Prüfung der umstrittenen Fälle sowie die Möglichkeit, vorläufige Ausweise auszustellen, bis eine Entscheidung gefällt ist.
Der Arbeitskampfaufruf richtet sich gegen Roissy-CDG, Orly und Le Bourget. Eine Mobilisierung ist insbesondere für 10 Uhr vor der Präfektur des Flughafens Roissy-CDG, Terminal 1 geplant.
Zahlreiche Berufsgruppen könnten betroffen sein: Gepäckabfertiger, Bodenverkehrsdienst, Sicherheits- und Reinigungspersonal, Mitarbeitende im Einzelhandel, im Transportbereich oder in den Dienstleistungen rund um die Flughafenplattformen.
Derzeit sind die Auswirkungen auf den Flugverkehr noch unklar. Es hängt davon ab, wie der Arbeitskampf weiterverfolgt wird und welche Standorte vom Streik betroffen sind. Fluggäste, die am 18. Juni fliegen müssen, tun gut daran, ihren Flug vor der Abreise zu prüfen, die Informationen der Fluggesellschaft zu beobachten und etwas mehr Zeitpuffer einzuplanen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein.
Klar umrissen: Der Streik richtet sich vor allem gegen die Bedingungen bei der Ausstellung von Sicherheitsausweisen, könnte den Reiseverlauf der Passagiere aber beeinflussen, falls der Arbeitskampf andauert. Es ist daher sinnvoll, vorausschauend zu planen, um nicht mit dem Koffer in der Hand durch ein langsam laufendes Terminal zu hetzen.
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