Mit der Bankkarte durch die U-Bahn: Was kosten diese speziellen Tickets?

Von Cécile de Sortiraparis · Fotos von Caroline de Sortiraparis · Aktualisiert am 17. Juni 2026 um 01:41
Es ist eine kleine Revolution, auf die die Fahrgäste schon lange gewartet haben: Bald wird es möglich sein, Bus- oder U-Bahn-Tickets direkt mit der Bankkarte zu bezahlen. Kein Pass mehr nötig! Doch diese Tickets werden nicht zum gleichen Preis angeboten wie die anderen...

Die RATP und Île-de-France Mobilités beschleunigen die Digitalisierung ihres Verkehrsnetzes – eine seit langem von den Nutzern ersehnte Option. Ab dem 30. Juni 2026 wird es möglich sein, sein Metro-, Bus- oder RER-Ticket direkt mit seiner Bankkarte zu bezahlen.

Transports à Paris et en Ile-de-France : les perturbations RER, métro du 26 janvier au 1er févrierTransports à Paris et en Ile-de-France : les perturbations RER, métro du 26 janvier au 1er févrierTransports à Paris et en Ile-de-France : les perturbations RER, métro du 26 janvier au 1er févrierTransports à Paris et en Ile-de-France : les perturbations RER, métro du 26 janvier au 1er février Verkehr in Paris: Kartenzahlung endlich verfügbar – aber noch nicht überall, erfahren Sie, wo
Valérie Pécresse hat soeben die flächendeckende Einführung der kontaktlosen Bezahlung per Bankkarte angekündigt, doch Vorsicht: nicht in allen Verkehrsmitteln von Paris! Während diese Maßnahme das Rätsel um das SMS-Ticket für die Nutzer löst, versteckt sie Tarifanomalien und dunkle Ecken im restlichen Île-de-France-Netz. [Mehr lesen]

Kein Abonnement, keine App oder Navigo-Karte mehr nötig für spontane, kurze Gelegenheitsfahrten – kein Stress mehr bei Pass vergessen. Diese Funktion ermöglicht es, direkt ein Ticket zu erhalten, ohne an den Kaufterminals vorbeizugehen. Es genügt, am Drehkreuz zu validieren – mit Ihrer Bankkarte oder mit der Karte, die auf Ihrem Smartphone hinterlegt ist.

Vorsicht, aber werfen Sie Ihren Navigo-Pass nicht einfach weg. Auf seiner Website präzisiert IDFM, dass es sich um ein Schnellhilfe-System handelt, das vor allem für vorbeikommende Touristen und jene gedacht ist, denen das Beförderungsticket entfallen ist. Die Behörde erklärt: „Es handelt sich um eine Notlösung: Keine Anschlussverbindungen inklusive, der Tarif liegt über dem der klassischen Titel.”.

Da liegt der Haken: Tickets, die mit Ihrer Bankkarte erhältlich sind, kosten tatsächlich teurer als herkömmliche Tickets. Valérie Pécresse rechtfertigt diese Preiserhöhung mit dem notwendigen Investitionsaufwand für die Einführung dieser neuen Funktion. Systemausbau, Installation dedizierter Terminals: Laut der Präsidentin von IDFM müssen jährlich 45 Millionen Euro aufgebracht werden, damit das Projekt läuft. Valérie Pécresse richtet sich damit vor allem an Touristen mit diesem neuen System und hofft, dass Gelegenheitsreisende die Kosten des Projekts durch ein etwas teureres Ticket tragen.

Hier sind die von Île-de-France Mobilités angekündigten Tarife:

  • Bus und Seilbahn: Preis eines Zugangstickets per SMS plus 0,50 € (entspricht 2,55 € nach Tarif 2026)
  • U-Bahn/Regionalzug/RER: Preis eines U-Bahn-/Regionalzug-/RER-Tickets plus 0,80 € (entspricht 3,35 € nach Tarif 2026)
  • Flughäfen: Preis des Flughafentickets plus 0,80 € (entspricht 14,80 € nach Tarif 2026)

Das System soll ab Sommer 2026 schrittweise eingeführt werden, auf den verschiedenen Linien des RATP-Netzes.

Praktische Informationen
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