„ Alle Wälder der Île-de-France sind betroffen. Und mit dem Klimawandel wird sich dieser Trend nicht abschwächen“, warnte im Jahr 2022 das Nationale Forstamt (ONF). Vier Jahre später, nach den Bränden, die den Süden Frankreichs verwüstet haben, brach am Sonntag, dem 12. Juli, ein enormer Brand im Wald von Fontainebleau aus und verwüstete bereits 800 Hektar, rund 5% des Massivs.
Mit den Hitzewellen, die sich seit Mai abwechseln, und der schweren Dürre der französischen Böden, insbesondere der Île-de-France, richtet schon der kleinste Funke verheerende Schäden an. Und die Île-de-France bleibt von diesen Bränden nicht verschont, mit 287.000 Hektar Wald. Diese Mal steht der Sektor Trois-Pignons vor einer beispiellosen Umweltkatastrophe, dem größten Feuer, das jemals in Île-de-France registriert wurde seit Beginn der modernen Aufzeichnungen.
Ein Feuer von bislang unerreichtem Ausmaß für die Île-de-France, das eine kritische Schwelle überschreitet, die üblicherweise nur bei großen Feuerereignissen im Mittelmeerraum oder in der Gironde erreicht wird. Zum Vergleich: Der jüngste markante Großbrand in der Region, der im Sommer 2022 in Rochefort-en-Yvelines ausbrach, hatte rund einhundert Hektar verwüstet, was regional bereits ein ernstzunehmendes Alarmsignal darstellte.
Die Größenordnung hat sich damit deutlich verändert, was sich zudem durch den Einsatz von zwei Canadair-Flugzeugen bestätigt, die Wasser aus der Seine zwischen Chartrettes und Bois-le-Roi aufnehmen müssen – etwas, das so noch nie passiert ist.















