Ist der Brand im Wald von Fontainebleau der größte, der jemals in der Île-de-France verzeichnet wurde?

Von Graziella de Sortiraparis · Fotos von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 13. Juli 2026 um 16:26
Es ist eine traurige historische Rekordmarke für die Île-de-France. Mit mehr als 800 Hektar, die durch Flammen im Fontainebleau-Massiv verwüstet wurden, zählt der derzeit brennende Brand zu den größten, die jemals in der Île-de-France verzeichnet wurden.

„ Alle Wälder der Île-de-France sind betroffen. Und mit dem Klimawandel wird sich dieser Trend nicht abschwächen“, warnte im Jahr 2022 das Nationale Forstamt (ONF). Vier Jahre später, nach den Bränden, die den Süden Frankreichs verwüstet haben, brach am Sonntag, dem 12. Juli, ein enormer Brand im Wald von Fontainebleau aus und verwüstete bereits 800 Hektar, rund 5% des Massivs.

Mit den Hitzewellen, die sich seit Mai abwechseln, und der schweren Dürre der französischen Böden, insbesondere der Île-de-France, richtet schon der kleinste Funke verheerende Schäden an. Und die Île-de-France bleibt von diesen Bränden nicht verschont, mit 287.000 Hektar Wald. Diese Mal steht der Sektor Trois-Pignons vor einer beispiellosen Umweltkatastrophe, dem größten Feuer, das jemals in Île-de-France registriert wurde seit Beginn der modernen Aufzeichnungen.

Ein Feuer von bislang unerreichtem Ausmaß für die Île-de-France, das eine kritische Schwelle überschreitet, die üblicherweise nur bei großen Feuerereignissen im Mittelmeerraum oder in der Gironde erreicht wird. Zum Vergleich: Der jüngste markante Großbrand in der Region, der im Sommer 2022 in Rochefort-en-Yvelines ausbrach, hatte rund einhundert Hektar verwüstet, was regional bereits ein ernstzunehmendes Alarmsignal darstellte.

Die Größenordnung hat sich damit deutlich verändert, was sich zudem durch den Einsatz von zwei Canadair-Flugzeugen bestätigt, die Wasser aus der Seine zwischen Chartrettes und Bois-le-Roi aufnehmen müssen – etwas, das so noch nie passiert ist.

Einige Hinweise, falls Sie sich in der Nähe befinden:

  • Interdiction d'accès aux massifs: Die Behörden haben strikte Zutrittsverbote für Wälder, Forstgebiete und Wanderwege im betroffenen Gebiet erlassen (und auch für Zonen im Umkreis von 200 Metern), um Einsatzkräften nicht zu behindern und Vergiftungen zu vermeiden.
  • Interdiction absolue de fumer et de faire des feux: Kein Grill, kein Lagerfeuer und kein Zigarettenstummel in der Nähe der Vegetation.
  • Comportement sur les routes: Aus Neugier nicht vor Ort fahren, um dem Einsatzgeschehen von Feuerwehr und Canadair zuzusehen. Auf den nahegelegenen Wegen mit dem Auto nichts aus dem Fenster werfen und die Zufahrtswege für die Rettungskräfte freihalten.
Praktische Informationen
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