Es versteckt sich hinter einem großen Gitter und ist vielen Bewohnern der Yvelines noch unbekannt: Das Schloss La Verrière gehört zu den Orten, die man im Rahmen der Patrimoine-Tage 2026 entdecken sollte, am 19. und 20. September 2026. Jährlich ermöglicht diese Veranstaltung, Türen zu Monumenten und denkmalgeschützten Stätten aufzustoßen — teils auch zu außergewöhnlich geöff neten Zeiten —, um ihre Geschichte, Architektur und ihre heutige Funktion besser zu verstehen. In La Verrière macht diese Übung Sinn: Das Schloss erzählt mehr als fünfhundert Jahre Geschichte aus der Île-de-France.
Die Geschichte des Anwesens reicht zurück bis ins Mittelalter, doch erst im 16. Jahrhundert beginnt das Schloss wirklich Konturen anzunehmen. Die Herrschaft geht 1507 in den Besitz von Barthémy Séguier über, einem Mitglied einer einflussreichen französischen Adelsfamilie. Einige Jahrzehnte später, in den Jahren 1550–1551, wird für seinen Sohn Pierre Séguier, Präsident am Châtelet de Paris, ein Schloss errichtet.
Das Anwesen entwickelt sich im Lauf der Eigentümerwechsel und modischer Strömungen weiter. Im 17. Jahrhundert fügt es sich in eine klassische Ästhetik ein, gekennzeichnet durch das Streben nach Symmetrie, Perspektiven und Ordnung. Die Liegenschaft wird insbesondere von französischen Gärten bereichert. Die Parkperspektive ist heute als historisches Denkmal geschützt.
Im Inneren begegnen sich die verschiedenen Epochen eher, als dass sie sich auslöschen. Das Schloss bewahrt unter anderem Holzverkleidungen aus dem 18. Jahrhundert, eine Küche aus dem 19. Jahrhundert oder auch im 20. Jahrhundert neu gestaltete Salons. Seine Kapelle, deren Ursprung im 17. Jahrhundert liegt, beherbergt Fresken aus dem Jahr 1933 von Henri Marret, einem Künstler, der mit der Erneuerung der sakralen Kunst verbunden ist. Die Ausstattung zeugt damit von den sukzessiven Wandelungen einer lange bewohnten Residenz.
Ein weiteres Kapitel dieser Geschichte: Im Jahr 1952 wird das Anwesen von der Mutuelle générale de l’Éducation nationale (MGEN) erworben. Das Schloss beherbergt daraufhin ein Bildungszentrum, das sich insbesondere an die Aktivisten und Vertreter der Mutuelle richtet, rund um die Themen Gesundheit und soziale Absicherung. Noch heute ist es Eigentum der MGEN und nutzt es auch für Seminare und Veranstaltungen.
Geführte Schlossbesichtigungen
Eine außergewöhnliche Führung, die die Geschichte und Architektur dieses Schlosses lebendig werden lässt — von der Verschönerung im Grand Siècle mit seinen Gärten im französischen Stil, die als historisches Monument geschützt sind, über die Kapelle im Stil der Ateliers d’Art Sacré bis hin zu den Salons, die von einem wohlhabenden Amerikaner originalgetreu wiederhergestellt wurden, und zu dem hübschen Badezimmer ganz aus Marmor und Spiegeln.
Eine Kooperationsinitiative des Musée de Saint-Quentin-en-Yvelines und der Mutuelle Générale de l’Éducation Nationale.
Teilnahmebedingungen: Kostenlos | Reservierung erforderlich – 01 39 44 38 90, http://museedelaville.sqy.fr/billetterie, museedelaville@sqy.fr
Zeiten : Sonntag, 20. September 2026 – 10:00–11:20, 11:30–12:50, 14:30–15:50, 16:00–17:20
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Termine und Öffnungszeiten
Von 19. September 2026 bis 20. September 2026
Standort
Schloss Verrière
11 Avenue de Montfort
78320 Verriere (La)
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Offizielle Seite
chateauverriere.fr