Ein Einblick in das intime Familienleben, das Unausgesprochene und die Gewalt... Das Musée d'Art Moderne in Paris widmet dem französischen Künstler Philippe Perrot eine Ausstellung, die vom 4. April bis zum 2. November 2025 im Herzen der ständigen Sammlungen des Museums zu sehen ist. Eine Ausstellung, die die Figur des Vaters hervorhebt, der die Ambiguität einer wohlmeinenden Gesellschaft verkörpert, in der die Heuchelei des Scheins herrscht. Ein Künstler, der bis zu seinem Tod im Jahr 2015 damit beschäftigt war, eine innere Welt auf die Leinwand zu übertragen, die von Verletzungen aus der Kindheit, Familientraumata und der Besessenheit von Elternfiguren geprägt war.
Dieses seltene Werk von verstörender Intensität beleuchtet das Musée d'Art Moderne de Paris in einer Ereignisausstellung, die durch sechs kürzlich erworbene Gemälde aus dem Jahr 2019 und mehrere Leihgaben aus Privatsammlungen bereichert wird. Die Gelegenheit, einen vertraulichen Korpus, der aus nur 130 Gemälden und ebenso vielen Zeichnungen besteht, in einem sensiblen und immersiven Parcours (wieder) zu entdecken.
Ein Maler, der in seinen Werken eine Art schwebende Visionen wiedergibt, in denen sich die Körper in einem Universum voller greller Farben zwischen Ockergelb, Betadine und Eosin aufzulösen scheinen. Die oft deformierten oder leidenden Figuren bewegen sich in gebrochenen mentalen Räumen, die von verschütteten Erinnerungen oder burlesken, von Cartoons inspirierten Bildern eingeholt werden. Sie bewegen sich von Leinwand zu Leinwand wie in einer halluzinatorischen Plansequenz, in der jede überlagerte Szene einen schlechten Witz nachzuspielen scheint, wie der Künstler selbst sagt.
Philippe Perrot bietet hier kein frontales Werk, sondern ein mentales Territorium, das es zu erkunden gilt, bestehend aus nebeneinandergestellten Mikroerzählungen, Traumsequenzen, in die jeder seine eigenen Ängste oder seine intimsten Erinnerungen projizieren kann. Wenn Sie sich für die Verbindungen zwischen Kunst und Unterbewusstsein begeistern, wenn Sie Werke mögen, die sowohl Unbehagen als auch Faszination auslösen, dann streckt diese Ausstellung ihre Arme nach Ihnen aus.
Diese Ausstellung ist weit entfernt von den Blockbustern der zeitgenössischen Kunst und richtet sich an alle, die eine sinnliche, introspektive, fast psychoanalytische Erfahrung suchen. Ob Sie nun auf der Suche nach einem kontemplativen Moment im Alleingang sind, nach einem Ausflug zu zweit, der zu existenziellen Diskussionen anregt, oder nach einem schwebenden Moment unter Freunden, die sich für Art Brut und mentale Bilder begeistern, Sie werden in diesem Parcours eine Möglichkeit finden, anders zu sehen, durch den Blick eines anderen in sich selbst zu blicken.
Die Atmosphäre ist gedämpft, fast still, als wolle man das Flüstern, das die Werke untereinander auszutauschen scheinen, nicht stören. Und wenn Sie sich überraschen lassen? Wenn Sie schon immer davon geträumt haben, sich in einer verstörenden und zugleich poetischen Bilderwelt zu verlieren, ist diese Ausstellung genau das Richtige für Sie. Lassen Sie sich dieses Rendezvous mit dem Intimen und Imaginären nicht entgehen. Tauchen Sie ein in das Werk von Philippe Perrot, in dem jedes Gemälde ein zu entschlüsselndes Rätsel, ein zu interpretierender Traum ist.
Termine und Öffnungszeiten
Von 4. April 2025 bis 2. November 2025
Standort
Museum für Moderne Kunst in Paris
11, avenue du Président Wilson
75116 Paris 16
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.mam.paris.fr
Weitere Informationen
Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr.























