Arrondissement würdigt das Musée Guimet, das Nationalmuseum für asiatische Kunst, die Arbeit des Fotografen Michael Kenna, dessen minimalistische Aufnahmen aus Asien uns wie visuelle Haikus erscheinen. Von seinen ersten Schritten in Japan bis zu den weiten Landschaften Chinas, Koreas, Thailands und Burmas nimmt uns der Künstler mit auf eine poetische Reise durch den asiatischen Kontinent, die von Langsamkeit, Geduld und einer Ästhetik geleitet wird, die der japanischen Tuschemalerei ähnelt.
Ausnahmsweise kann die Ausstellung Silberne Haikus abends kostenlos besichtigt werden. Ab 19 Uhr am 11., 12., 13., 18., 19., 20., 25., 26. und 27. September dieses Jahres ist die Ausstellung abends geöffnet und für Besucher frei zugänglich, anlässlich der Abende auf dem Rooftop des Guimet-Museums.
Nachdem das Guimet-Museum bereits Marc Riboud und seinem Blick auf Vietnam eine Ausstellung gewidmet hat, bietet es hier einen sensiblen Dialog zwischen den Fotografien von Michael Kenna und den Werken seiner Sammlungen. Jeder Abschnitt beginnt mit einem Tête-à-tête zwischen einer Kenna-Fotografie und einem alten asiatischen Objekt: ein Ming-Gemälde, die Bronzehand eines birmanischen Buddhas oder ein japanisches Lackschreibpult. Eine sehr feine Resonanz, die den Blick des Fotografen auf Asien beleuchtet.
In Silberne Haikus entdeckt man eine fotografische Praxis, die sich auf die Langsamkeit der Geste, den strengen Bildausschnitt und die Kraft der Leere konzentriert. Kenna, dessen Arbeit oft mit visueller Meditation verglichen wurde, fängt den Nebel, den Wind, den Schatten und das Licht auf der Suche nach formaler Reinheit ein. Seine schwarz-weißen Landschaften werden zu zeitlosen Gemälden, die oft mit langen Posen aufgenommen werden, als wolle er die Zeit anhalten. Man sieht chinesische Berge, birmanische Pagoden, japanische Tempel oder vietnamesische Küsten, als ob diese Orte direkt zu einem sprechen würden.
Die Ausstellung ist auch eine Einladung, sich zu verlangsamen und in eine Kultur des Details und der Stille einzutauchen. Wie ein intimes Reisetagebuch wird jede Fotografie zu einer Meditation. Man denkt an die Huangshan-Berge, Studie 42 oder auch an die Pagoden von Shwe In Dein, zwei der wichtigsten Bilder der Ausstellung. Was Michael Kenna enthüllt, ist nicht so sehr die Landschaft als vielmehr das Gefühl, das sie hervorruft.
Übrigens: Parallel zur Ausstellung werden vom 3. Juli bis zum 1. September 2025 in der Station Montparnasse-Bienvenüe in Zusammenarbeit mit der RATP 34 Fotografien präsentiert. Eine originelle Art, Kennas Welt im Fluss des Alltags zu entdecken. Nutzen Sie vor Ort die Gelegenheit, um die Terrassen zu entdecken und insbesondere das Han rooftop, das in den koreanischen Modus übergeht.
Han Rooftop im Musée Guimet: die koreanische Terrasse mit Eiffelturmblick im Sommer 2025 - Fotos
Han Rooftop im Musée Guimet erwartet Sie in der Sommersaison 2025. Eingebettet in die Spitze des Museums für asiatische Kunst im 16. Arrondissement, empfängt Sie diese vorübergehende koreanische Terrasse den ganzen Sommer über mit einem atemberaubenden Blick auf den Eiffelturm, koreanischen Spezialitäten und einem kulturellen Programm unter dem Pariser Himmel. [Mehr lesen]
Termine und Öffnungszeiten
Von 11. Juni 2025 bis 29. September 2025
Standort
Nationalmuseum für Asiatische Kunst Guimet
6, place d´ Iéna - 19, avenue d´ Iéna
75116 Paris 16
Zugang
Metro Linie 9 Station "Jena"
Tarife
€10 - €13
Reservierungen
www.guimet.fr
Weitere Informationen
Öffnungszeiten: täglich außer dienstags von 10:00 bis 18:00 Uhr



















Han Rooftop im Musée Guimet: die koreanische Terrasse mit Eiffelturmblick im Sommer 2025 - Fotos














