Musik, Filme und Serien, Hautpflege: Seit einigen Jahren macht Südkorea immer wieder von sich reden und zieht viele Fans in seinen Bann, die von dieser ostasiatischen Kultur angezogen werden. Das Land ist durch verschiedene Künstler, aber auch durch eine besondere Ästhetik und einen besonderen Lebensstil sehr bekannt geworden.
In einer neuartigen Ausstellung, die vom 18. März bis zum 6. Juli 2026 im Guimet-Museum zu sehen sein wird, taucht das Museum in die koreanische Kultur ein, insbesondere in die Schönheit in Südkorea. Mit der Ausstellung K-Beauty werden die ästhetischen Codes, Traditionen und Überzeugungen enthüllt, die hinter dieser Kultur der Schönheit stehen.
Diese Ausstellung lädt dazu ein, die Schönheitsideale in Korea über mehrere Jahrhunderte hinweg zu erkunden, vom 18. Jahrhundert bis heute. Eine vielfältige Auswahl an Kunstwerken und Objekten veranschaulicht die ästhetischen Normen, die sich im Lauf der Zeit und im Wandel der Gesellschaft verändert haben. Gemälde, Fotografien, Werbeanzeigen, Kleider und Schönheitsaccessoires, historische Gegenstände oder Stücke aus der Popkultur: Schönheit ist ein Geschäft, aber auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Werte.
Die Geschichte der Schönheit ist eng mit der allgemeinen Geschichte des Landes verbunden. Volksbewegungen, die Kolonialzeit, der Einfluss der USA und die Öffnung für den globalisierten Markt: All diese wirtschaftlichen, politischen und sozialen Faktoren prägen die Schönheitsstandards im Laufe der Zeit.
Der Guimet-Speak sollte sowohl die koreanischen Idol-Ästhetiken der K-Pop als auch die Influencer der K-Beauty präsentieren, genauso wie die Schönheitsideale der Joseon-Zeit, die von 1392 bis 1910 andauerte. Jahrhunderte voller Mode, technischer Innovationen, Kultur und Austausch werden hier durch die Linse der Schönheit erzählt.
Das Thema der Ausstellung ist äußerst spannend: Es bietet eine kreative Möglichkeit, mehr über die Geschichte und Kultur Koreas zu erfahren. Dabei wird deutlich, wie eng die Schönheit hier mit Gesundheit und moralischem Charakter verbunden ist. Der Umgang mit dem eigenen Körper und dem äußeren Erscheinungsbild ist stark geregelt, was zu einem erheblichen gesellschaftlichen Druck führen kann. Zudem erhält man Einblick in die Einflüsse japanischer und amerikanischer Kolonialzeit sowie in die Veränderungen der Körpertypen im modernen Korea. Historische Vorbilder wirken bis heute auf zeitgenössische Designer und Künstler ein.
Die behandelten Themen sind äußerst spannend, doch wir hätten uns gewünscht, dass sie noch vertiefter dargestellt werden. Die Ausstellung ist nicht sehr umfangreich, und die historischen Exponate sprechen für sich allein nicht immer sofort an. Deshalb empfehlen wir,, wenn möglich, an einer geführten Tour teilzunehmen, um die Hintergründe der ausgestellten Bilder und Objekte besser zu verstehen. Der moderne Teil, der die aktuelle K-Beauty-Szene beleuchtet, ist nur kurz gehalten und geht nicht näher auf das Phänomen ein.
Diese Ausstellung ist durchaus sehenswert und zeigt einige faszinierende Stücke. Man hätte sich zwar noch eine umfangreichere und detailliertere Präsentation gewünscht, aber trotzdem lohnt sich ein Besuch.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Von 18. März 2026 bis 6. Juli 2026
Standort
Nationalmuseum für Asiatische Kunst Guimet
6, place d´ Iéna - 19, avenue d´ Iéna
75116 Paris 16
Zugang
Metro Linie 9 Station "Jena"
Offizielle Seite
www.guimet.fr



























