Was wäre, wenn sich zwei Jahrhunderte der Malerei am selben Strand wiederfänden? In der gedämpften Ruhe der Räume des Musée Marmottan Monet wird vom 9. Oktober 2025 bis zum 15. März 2026 eine unerwartete künstlerische Begegnung zum Leben erweckt. Jean-Baptiste Sécheret, ein zeitgenössischer Maler mit einer Leidenschaft für das Licht der Normandie, folgt der Einladung des Museums, einen "Dialog" mit den Werken von Claude Monet zu führen, insbesondere mit zwei symbolträchtigen Gemälden: Sur la plage à Trouville und Camille à la plage. In dieser zehnten Ausgabe der Reihe " Dialogues inattendus" eröffnet das Museum einen Raum der visuellen, zeitlichen und emotionalen Korrespondenz zwischen zwei Künstlern, die durch die gleiche Verbundenheit mit einer Meereslandschaft, nämlich der von Trouville-sur-Mer, verbunden sind.
Jean-Baptiste Sécheret wurde 1957 geboren und wuchs mit Trouville im Blick auf. Schon als Kind streifte er an den Stränden entlang, beobachtete die Architektur und fing das launische Licht ein, das die Küste der Normandie zu einer Hochburg der französischen Malerei machte. Diese innige Beziehung zur Normandie übersetzt er seit Jahrzehnten in Werke unterschiedlicher Formate - Ölgemälde, Pastelle, Tinte, Collagen, in denen jede Variation des Himmels zu einem eigenen Motiv wird. Seine Arbeit, die von der Strenge der Zeichnung und der Suche nach der Komposition genährt wird, ist ein zeitgenössisches Echo auf den frühen Monet, der am Strand, an der Seite seiner Frau Camille und seiner Nichte aus dem Leben heraus malte.
DieAusstellung inszeniert diesen sensiblen Dialog zwischen den historischen Gemälden des impressionistischen Meisters und der Serie, die Sécheret demHotel des Roches Noires gewidmet hat, gesehen aus der Wohnung, die er um die Jahrtausendwende bewohnte. Dieses emblematische Gebäude wird zu einem wiederkehrenden Motiv, das zu verschiedenen Tageszeiten und bei jedem Wetter beobachtet wird, in einem Ansatz, den man in seinem Prinzip als monetianisch bezeichnen könnte: die Serie als Erforschung des Augenblicks.
Der Museumsraum verwandelt sich hier in eine mentale Landschaft, in der sich die Erinnerungen an die Belle Époque, die Visionen der modernen Badeorte und die Spuren einer Arbeiterwelt kreuzen, die man hinter den Industrieschloten von Le Havre in einigen von Sécherets Gemälden erahnen kann. Letzterer sucht nie nach Anekdoten, sondern malt das Unsichtbare: das Vergehen der Zeit, die Prägung eines Ortes, die Melancholie der Ufer. In seinen Werken geht ein gewisser Proustscher Geist um, der Geist der vergangenen Ferien, der langen Kleider, der am Strand spielenden Kinder und der Hotels am Meer.
Diese Ausstellung, die als ästhetischer Weg konzipiert ist, spricht Liebhaber der Landschaftsmalerei und des intergenerationellen Dialogs in der Kunst an, aber auch diejenigen, die neugierig darauf sind zu verstehen, wie ein Ort ein Werk prägen kann, so wie er eine Erinnerung prägt. Sie ist ideal für einen kontemplativen Soloausflug, für ein kunstbegeistertes Paar oder eine Familie, die neugierig ist, die Normandie aus der Sicht der Maler zu entdecken. Wenn Sie hingegen ein interaktives, spektakuläres oder spielerisches Erlebnis suchen, entspricht dieser sehr kontemplative Vorschlag möglicherweise nicht Ihren Erwartungen.
Trouville wird zum Ankerpunkt einer Geschichte der französischen Malerei, von Corot bis Boudin, von Monet bis Bonnard. Sécheret, der sich mit Bescheidenheit und Beharrlichkeit in diese Tradition einreiht, vollendet sie, ohne aufdringliche Nostalgie, sondern mit dem klaren Willen, die stille Schönheit der Wirklichkeit sichtbar zu machen. Er fängt die Geometrie der Welt ein, die mathematische Ordnung einer Landschaft, die Übereinstimmung eines Gebäudes und einer Wolke, die Tiefe eines rosigen Lichts.
Was Sie in dieser Ausstellung erwartet, ist kein starrer Parcours, sondern eine Reise durch die Empfindungen. Eine Einladung zur Verlangsamung, zum Verweilen vor Himmeln, die von blassem Blau und kräftigem Rosa durchzogen sind, zum Auftauchen von verschütteten Erinnerungen oder geträumten Bildern. Sie werden fast die Schritte im Sand hören, die vom Wind zerknitterten Kleider, das Meer, das im Rhythmus des Lichts atmet.
Im Herzen des Musée Marmottan Monet, Monet / Sécheret. Paysages d'eau bietet eine tiefe ästhetische Erfahrung, die von den Resonanzen eines malerischen Erbes genährt wird, das von einem Künstler von heute neu interpretiert wird. Eine Ausstellung, in der sich Vergangenheit und Gegenwart wie Farbschichten überlagern, um besser hinterfragen zu können, was in der Landschaft bleibt.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 9. Oktober 2025 bis 15. März 2026
Standort
Marmottan-Monet-Museum
2, rue Louis Boilly
75116 Paris 16
Tarife
Moins de 7 ans : Kostenlos
Tarif réduit : €9
Plein tarif : €14
Offizielle Seite
www.marmottan.fr
Reservierungen
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Weitere Informationen
Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr.



























