In der Hauptstadt strömen die meisten Schaulustigen zum berühmten Friedhof Père-Lachaise, um dort auf den Spuren berühmter französischer und internationaler Persönlichkeiten einen originellen Besuch zu machen. Aber dies ist nicht der einzige Ort, an dem man berühmte Schriftsteller, Politiker, Wissenschaftler oder Sänger finden und an ihrenGräbern innehalten kann. Im 14. Arrondissement von Paris, ganz in der Nähe des Bahnhofs, liegt der Friedhof Montparnasse auf einer Fläche von fast 19 Hektar, die letzte Ruhestätte von Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Ionesco, Maupassant, Citroën oder auch Marguerite Duras.
Der 1824 eröffnete Friedhof „du sud” (der südliche Friedhof) ist die zweitgrößteNekropolevon Paris. Der Mont Parnasse, so genannt von den jungen Studenten, die hierher kamen, um Gedichte zu rezitieren, war früher eine Deponie für die benachbarten Steinbrüche. Der Ort wurde auf dem Gelände von Bauernhöfen errichtet, weshalb dort noch heute ein Turm einer Getreidemühle steht, der unter Denkmalschutz steht und das einzige Überbleibsel der Vergangenheit ist.
Le Savienz-Vous ? 3 ungewöhnliche Anekdoten über den Friedhof Père Lachaise
Der Père Lachaise ist einer der berühmtesten Friedhöfe der Welt. Seine Gräber von Berühmtheiten, seine Geheimnisse und seine Geschichte faszinieren. Aber was wissen Sie wirklich über ihn? Wir verraten Ihnen drei ungewöhnliche Anekdoten über den Friedhof Père Lachaise. [Mehr lesen]
Unter den Gräbern, die die Landschaft prägen, sind mehreremit ungewöhnlichen Gegenständen bedeckt, die mit der dort ruhenden Persönlichkeit in Verbindung stehen, wie beispielsweise die Gedichte auf dem Grab von Baudelaire. Entdecken Sie drei individuelle Grabstätten, die Sie bei einem ruhigen und erholsamen Spaziergang im Herzen von Montparnasse nicht verpassen sollten.
Serge Gainsbourg, der größte Star des Friedhofs Montparnasse, ist neben seinen Eltern begraben und erhält zahlreiche Opfergaben von Touristen und Passanten. Auf seinem Grab findet man Zigarettenkippen, aber auch U-Bahn-Tickets! Der Grund dafür? Das berühmte Lied„Le Poinçonneur des Lilas”, das den alten Beruf verewigt hat, der seit der Einführung der automatischen Drehkreuze verloren gegangen ist. Als Anspielung darauf ist das Grab mit diesen kleinen Papierstückchen bedeckt, die mit dem Ende der Fahrkarten zugunsten der Navigo-Karte verschwinden werden.
Die berühmte französische Schriftstellerin und Dramatikerin Marguerite Duras erhält als tägliche Hommage diese ungewöhnliche Pflanzung aus Kugelschreibern, Filzstiften und Bleistiften, die sie sogar in ihrer letzten Ruhestätte begleiten. Diese bunten kleinen Schreibutensilien bringen neben der kleinen Margerite, die auf einem Blumentopf liegt, Fröhlichkeit auf das Grab.
Ihr werdet eine Boje auf mein Grab legen.
Denn man weiß ja nie.
Das schrieb Robert Desnos 1927 in seinemsurrealistischen Gedicht„Les grands jours du poète”(Diegroßen Tage des Dichters). Ein Satz, den seine Umgebung wörtlich nahm und auf seinem Grab eine bunte Boje niederlegte, um zu verhindern, dass der Mann in Vergessenheit geriet, die er mit dem Meer assoziierte.
Standort
Friedhof Montparnasse
3, boulevard Edgar Quinet
75014 Paris 14
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