Winter in Paris: Als die Pariser noch auf den zugefrorenen Seen im Bois de Boulogne Schlittschuh liefen

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Aktualisiert am 7. Januar 2026 um 18:00
Wussten Sie, dass im 19. Jahrhundert die zugefrorenen Seen im Bois de Boulogne sich in beliebte, natürliche Eislaufplätze verwandelten, die die Pariser anzogen? Zwischen Winterfesten, eleganter Gesellschaft und Schneeabenteuer im Freien offenbart diese vergessene Tradition eine andere Seite von Paris im Winterwunderland.

Länger bevor die künstlichen Eislaufhallen im Dezember die Plätze in der Hauptstadt eroberten, boten die Seen im Bois de Boulogne den Parisern eine märchenhafte Kulisse, um ihre Schlittschuhe anzuschnallen. In den härtesten Wintern gefror das Wasser zu einer glatten Fläche, die sich zu einem ebenso beliebten wie eleganten Treffpunkt entwickelte. Zu jener Zeit zeigte der Wald, der bereits unter Napoleon III. begrünt worden war, um den Städtern eine grüne Oase zu bieten, im Winter eine ganz andere Seite. Der untere See, manchmal auch der obere See, eigneten sich perfekt für diese winterlichen Spiele.

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Wenn das Eis als ausreichend dick galt, kündigten die Zeitungen die Eröffnung der Eissaison an. Es war ein gesellschaftliches Ereignis, das die ganze Pariser Gesellschaft anzog: Familien, elegante Jugendliche, begeisterte Kinder. Manche kamen, um die technischen Meisterleistungen zu bewundern, andere einfach nur, um dem Spektakel zu zuschauen.

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Das Eislaufen auf den Seen im Bois de Boulogne war mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Es war ein echtes saisonales Highlight. Manchmal wurden ganze Festlichkeiten veranstaltet, mit Laternen, Musik und fröhlicher Menschenmenge. Eine winterliche Atmosphäre, lebendig und gesellig, in der Sport, Unterhaltung und gemeinschaftliches Beisammensein miteinander verschmolzen.

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Diese Tradition des Eislaufens auf Holz hat auch die Künstler nicht unbemerkt gelassen. Pierre-Auguste Renoir hat diese besondere Atmosphäre zum Beispiel in einem Gemälde aus dem Jahr 1868 festgehalten, das den Titel " Die Eisläufer in Longchamp » trägt und Szenen Eisläufer im Bois de Boulogne zeigt. Das Werk ist ein lebendiger Beleg dafür, wie fest diese winterlichen Traditionen im Pariser Bewusstsein verankert waren—zu einer Zeit, als die Jahreszeiten das städtische Leben noch maßgeblich certainerten.

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Unter den Skifahrern, die sich im Bois de Boulogne versammelten, befand sich auch eine Gruppe mit einem besonderen Anspruch: der Patinierkreis. Gegründet Ende des 19. Jahrhunderts, versammelte dieser Zirkel die leidenschaftlichsten Anhänger, vor allem Mitglieder der Pariser Oberschicht. Hier wurde ein elegantes, fast choreografiertes Eissport gezeigt, das stark von den Bewegungen der Tanzkunst inspiriert war. Die Mitglieder trafen sich an kalten Wintern, gekleidet in stilvolle Kleidung, manchmal sogar in Uniformen, um komplexe Figuren auf dem Eis zu tanzen. Ihre Anwesenheit verlieh den frostigen Tagen einen Hauch von Gesellschaftlichkeit und machte das Bois de Boulogne so nicht nur zu einem Ort der Freizeit, sondern auch zu einer Bühne für die soziale Szene im Winter.

Heute ist es kaum vorstellbar, auf den Eisflächen des Bois de Boulogne Schlittschuh zu laufen. Die Winter sind nicht mehr so streng, die Eisdecke hält nicht mehr, und Sicherheitsvorschriften verbieten das Betreten. Der Klimawandel und die Veränderung urbaner Freizeitaktivitäten haben dieses einst beliebte Ritual endgültig ersetzt.

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