Warum heißt das Viertel La Chapelle wirklich so? Wer sich diese Frage stellt und nicht vor Ort ansässig ist, fällt es schwer, sich vorzustellen, welches Bauwerk dem Namen zugrunde liegen könnte. Dabei evoziert es eine fast vergessene Vergangenheit, die unter dem gleichzeitigen Aufschwung der Hauptstadt begraben liegt.
Wie im Fall von Passy, Batignolles, Vaugirard oder auch Auteuil stammt der Name zunächst von einem alten Dorf, das zur Gemeinde erhoben wurde, das schließlich im 1860 in Paris eingemeindet wurde. Der heutige Stadtteil La Chapelle entspricht damit einem Teil jener ehemaligen Gemeinde La Chapelle, die lange Zeit von der Hauptstadt getrennt war.
Der historische Kern des Ortes ist Saint-Denys de la Chapelle, heute zu finden in der 16 rue de la Chapelle. Das mittelalterliche Dorfzentrum hatte diese Kirche als Mittelpunkt, die ihrerseits von einer Kapelle errichtet nach der Überlieferung der Heiligen Genoveva im Jahr 475 begleitet wurde. Die Vergangenheit hinterließ Spuren: Man findet sie in der Rue de la Chapelle, der Hauptachse des früheren Gemeinwesens, im Porte de la Chapelle, und natürlich im administrativen Viertel La Chapelle im 18. Arrondissement. Paris hat die Gemeinde zwar übernommen, aber ihren Namen bewahrt.
Diese Kirche zählt zu den ältesten und zugleich unbekanntesten Kirchen von Paris und hat dem Viertel La Chapelle seinen Namen gegeben.
Im Norden von Paris, nahe Gare du Nord und Porte de la Chapelle, hat eine unscheinbare Kirche ihren Abdruck in der gesamten Landkarte der Hauptstadt hinterlassen. Als Erbin eines sehr alten Heiligtums hat sie dem früheren Dorf und später dem Viertel La Chapelle ihren Namen gegeben – eines der historisch dichtesten Gebiete des 18. Arrondissements. [Mehr lesen]
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Diese Kirche zählt zu den ältesten und zugleich unbekanntesten Kirchen von Paris und hat dem Viertel La Chapelle seinen Namen gegeben.














